4. Mai 2016

Rezension zu „Aschenputtelfluch“ von Krystyna Kuhn

Cinderella und die Monster…

© Arena Verlag



Titel: Aschenputtelfluch 
Autor: Krystyna Kuhn
Seiten: 232
Genre: Jugendthriller
Reihe: Nein


gelesenes Format: Broschiert

„Idyllisch liegt das Internat Ravenhorst in einem Seitental. Doch als sich eine der Schülerinnen vom Glockenturm stürzt, wandelt sich die Idylle in einen Albtraum. Warum hat sich Kira in den Tod gestürzt? Jule, eine der Neuen im Internat, macht sich auf die Suche. Aber sie stößt bei ihren Mitschülern auf eine Mauer des Schweigens. Bis sich die Ereignisse zu wiederholen scheinen.“ (Quelle: http://www.krystyna-kuhn.de/aschenputtelfluch.html )


Ein Jugendthriller von Krystyna Kuhn, der kann ja nur gut sein, dachte ich mir und legte mir dieses Buch zu, nachdem ich die „Das Tal“ Reihe von ihr nur so verschlungen hatte.

Das Cover gefiel mir wegen den Farben und der eher schlichten Aufmachung sehr gut und der Titel versprach etwas Märchenhaftes und Schauriges zugleich. Ich war also sehr gespannt und las das Buch an einem Tag komplett durch.
Die Geschichte ist so aufgeteilt, das sie eigentlich aus der Sicht von Jule geschrieben ist, wobei es immer wieder zwischendurch Kapitel mit Tagebucheinträgen der toten Kira gibt. Die Idee, dass die Geschichte durch diese Einschübe ergänzt wird, fand ich gut, es machte die Handlung dann an einigen Stellen aber doch sehr vorhersehbar.
Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil ist das Buch gut zu lesen und man konnte die Emotionen und die Gedankengänge gut nachvollziehen.
Ich fand Jule als Hauptfigur eigentlich ganz sympathisch, dachte mir aber an vielen Stellen, so wie wenn man einen Horrorfilm schaut und ahnt was offensichtlich als nächstes passiert: „Was macht sie da?? Warum macht sie das??? Oh man, wie doof kann man sein.“
Die Spannung baute sich immer mal wieder stellenweise auf, das Ende war für meinen Geschmack etwas zu unspektakulär.

Was mit an dem Buch gefällt, dass Themen wie Mobbing und seine Auswirkungen, Freundschaft, Vertrauen und Misstrauen, Liebe, Verzweiflung aufgegriffen und gut verarbeitet werden. Diese Themen sind wichtig für Jugendliche und durch das Buch wird der Leser ebenfalls zum Nachdenken angeregt, was es wirklich bedeuten, und welche Auswirkungen es auf Menschen haben kann, wenn sie bloßgestellt, ausgelacht und fertig gemacht werden.


Ich finde das Buch aufgrund seines Schreibstils und seiner Thematik sehr gut und würde es für Jugendliche als Lektüre weiterempfehlen. Lediglich die Vorhersehbarkeit einiger Dinge störte mich etwas. Trotzdem finde ich das Buch alles in allem sehr gut gelungen. 



Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern. 

   


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