9. Juli 2016

Interview mit Nadine Erdmann zu ihrem Buch „CyberWorld 1.0: Mind Ripper“

Hallo meine Lieben,
© Nadine Erdmann

ich hatte heute die besondere Ehre und durfte der Autorin Nadine Erdmann meine Fragen stellen. Ich habe Nadine und ihre Bücher der "Cyberworld"- Reihe in einer Leserunde auf LovelyBooks kennen gelernt und war vom ersten Band ihrer Reihe sehr begeistert.
Ich habe mir deshalb einige Fragen überlegt, damit auch ihr die Gelegenheit bekommt um Nadine und ihre Buch-Reihe kennenzulernen :)
Viel Spaß beim lesen :)

Hallo Nadine, ich freue mich sehr dass du dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen zu dir und deinem Buch „CyberWorld 1.0: Mind Ripper“ beantwortest.
Erstmal ein bisschen was zu dir. 


1. Eine kleine Vorstellungsfrage zum Einstieg: Beschreibe dich und deine Person doch mal in drei Sätzen :)

Nadine: Ich komme aus dem Ruhrgebiet, habe aber auch eine Zeit lang in London und Dublin gelebt. Bevor ich angefangen habe, Jugendbücher zu schreiben, war ich Lehrerin für Deutsch und Englisch. Und ich mag Geschichten – die in Büchern und in Serien, aber ganz besonders auch die, denen man begegnet, wenn man anderen Menschen zuhört.


2. Wie ich deiner Seite entnommen habe hast du ja erst Lehramt studiert und als Lehrerin gearbeitet. Was war der ausschlaggebende Moment für dich, an dem du dich dazu entschieden hast Bücher zu schreiben?


Nadine: Geschichten ausgedacht hab ich mir schon immer. Ein paar wenige hab ich hin und wieder auch mal aufgeschrieben, aber mit zwei Korrekturfächern blieb dafür oft einfach keine Zeit. Dann ist meine jüngere Schwester an Krebs erkrankt und auch wenn er bei ihr zum Glück sehr früh erkannt wurde und klar war, dass sie „nur“ eine Chemotherapie brauchte und nicht daran sterben würde, war das wie ein Wachrütteln. Ich war gerne Lehrerin und Bücher zu schreiben war eher ein verrückter Traum. Etwas, das ich machen wollte, wenn ich irgendwann Zeit dafür hab. Später. Aber manchmal kann es vielleicht kein Später mehr geben, also muss man eben mutige Entscheidungen treffen und es wagen, Träumen auch mal früher nachzugehen. Deshalb hab ich meinen Job als Lehrerin mit einem lachenden und einem weinenden Auge an den Nagel gehängt und mich als Autorin selbstständig gemacht. Und bisher habe ich es noch nicht bereut. :)


3. Hattest du beim Schreiben irgendwelche Rituale oder Gewohnheiten, die dir bei deiner Arbeit geholfen haben und einen Lieblingsplatz zum Schreiben?


Nadine: Mein Lieblingsplatz zum Schreiben ist mein Küchentisch. Von da kann ich auf den Balkon und nach draußen gucken und das tut beim Plotten und Gedanken schweifen lassen einfach gut. Außerdem koche ich mir morgens meistens eine Kanne Tee, bevor ich anfange zu schreiben.


4. Auch Autoren haben ja ein Privatleben :P Was machst du am liebsten wenn du gerade mal nicht am Schreiben bist?
Nadine: Lesen. :) Ich treffe mich aber auch gerne mit Freunden, schreibe viel Mails, weil leider nicht alle meine Lieben bei mir um die Ecke wohnen, und ich bin ein Serienjunkie.


5. Wie kommst du zu den Ideen für deine Bücher? Und was machst du wenn du eine solche Idee plötzlich im Kopf hast? 
Nadine: Ideen für meine Geschichten finde ich in anderen Büchern, Filmen oder Serien, durch Songs, Gespräche mit Freunden oder irgendwas, das ich zufällig im Alltag sehe oder höre. Geschichten lauern eigentlich überall. ;) Wenn sie mir dann einmal durch den Kopf spuken, sammle ich sie in Notizbüchern, damit mir nichts verloren geht. Wer weiß, welche Idee man wofür vielleicht mal gebrauchen kann? ;)


                © greenlightpress
Jetzt kennen wir dich ja schon ein bisschen besser. Aber dein Buch noch nicht. Das soll sich jetzt schnell ändern :) Hier kommen also ein paar Fragen speziell zu deinem Buch „CyberWorld 1.0 Mind Ripper“.


6. Einmal kurz für alle die das Buch noch nicht kennen: Beschreibe bitte „CyberWorld 1.0 Mind Ripper“ in 3-4 Sätzen.

Nadine: „Mind Ripper“ spielt in London im Jahr 2038 und es gibt neben dem Internet das Cybernet, in dem man alles machen kann, was man auch vom Internet kennt, aber eben als Avatar, das heißt man kann z.B. in die sozialen Netzwerke selbst reinspazieren und andere CyberWeltler von Angesicht zu Angesicht treffen, oder auch in Computerspiele „reinspringen“ und dort selbst das Schwert in die Hand nehmen und gegen Cybermonster kämpfen. Das Ganze ist ein ziemlich cooler Freizeitspaß, bis drei Jungen ins Koma fallen und niemand weiß, was dahintersteckt.
Jemma, Jamie und Zack, die drei Hauptfiguren, lieben die CyberGames in der C-World und als sie gebeten werden, in eben so einem Spiel bei der Suche nach einer Erklärung für die Komafälle zu helfen, kommen sie dabei dem Mind Ripper gefährlich nahe …


7. In dem Buch geht es ja viel um virtuelle Realität und interaktive Rollenspiele. Wie bist du genau auf die Idee für „CyberWorld“ gekommen?

Nadine: Ich mag die Idee von Computerspielen, dass man in eine fremde Welt eintauchen und dort mit Freunden zusammen Abenteuer bestehen kann. Ich mag allerdings die Umsetzung der heutigen Spiele nicht ganz so sehr. Oft muss man sich erst mal stundenlang eine Figur zusammenbauen und mit Fähigkeiten und Talenten ausstatten, und im Spiel geht es dann oft darum, tolle Rüstungen zu sammeln und mit irgendwelchen Fähigkeitspunkten Talentbäume und ähnliches zu entwickeln. Das ist mir schnell zu langweilig. Hinzu kommt noch, dass ich eine ziemliche Niete bin, was das Steuern von diesen virtuellen Püppchen angeht, und wenn das Ding nicht das macht, was ich will, bin ich schnell genervt und verliere die Lust.
Aber die Vorstellung einfach persönlich in so eine Fantasywelt eintreten zu können, selbst das Schwert zu schwingen und auf Monsterjagd zu gehen – das fänd ich ziemlich cool. :) Und weil es diese Art von Spielwelt heute leider noch nicht gibt (obwohl die Anfänge dazu ja langsam gemacht werden!), hab ich mir die Spiele eben einfach geschrieben. :)


8. Spielst du selbst auch Rollenspiele an Konsolen oder bevorzugst du lieber ein gutes Buch?

Nadine: Wenn ich die Wahl hab, gewinnt in 99 von 100 Fällen mit Sicherheit das Buch. Ich hab aber eine Zeitlang World of Warcraft gespielt, aber das ist schon ein paar Jahre her. Jetzt spiele ich ab und an Diablo 3, aber eine wirkliche Zockerin bin ich sicher nicht.


9. Die Hauptfiguren in deinem Buch sind ja Jemma, Jamie und Zack. Gab es für sie irgendwelche „realen“ Vorbilder in deinem Umfeld?

Nadine: Nein, die drei sind frei erfunden.


10. Wen von den Drei würdest du am liebsten mal treffen und warum?

Nadine: Na ja, eigentlich treffe ich sie ja schon fast jeden Tag. Immer, wenn ich schreibe. ;) Und da mag ich sie alle drei sehr gerne – auch wenn Jamie manchmal ein kleines bisschen anstrengend sein kann. ;)


11. Die Personenkonstellation und auch die einzelnen Charaktere mit ihren Lebensgeschichten sind ja, sagen wir mal alles andere als 0-8-15 (Damit das Interview spoilerfrei bleibt :P ). Warum hast du dich gerade für diese Konstellation entschieden und diese Lebensgeschichten entschieden?

Nadine: Hm. Wenn ich nichts spoilern soll, kann ich diese Frage jetzt natürlich nur seeehr allgemein beantworten. ;) Daher vielleicht nur so viel: Ich finde, von den „0-8-15 Helden“, die makellos sind, strahlend toll aussehen und denen alles zufliegt oder die alternativ die klassischen „Badboys“ sind, gibt es einfach schon genug. Genau wie von den weiblichen Protas, die meistens erst irgendwie schüchtern und verklemmt sind, bei den Helden dann aber dahinschmelzen und plötzlich über Nacht zu Superwomen mutieren.
Meine Protas sind dagegen ganz normale Jugendliche. Sie haben Ecken und Kanten, Schwächen und Zweifel, sie machen Fehler und jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Doch obwohl das Leben den ein oder anderen schon verdammt hart angerempelt hat, lassen sie sich nicht unterkriegen. Sie kämpfen für das, was ihnen wichtig ist und helfen einander, denn jemanden fallen zu lassen, bloß weil es mit ihm nicht immer leicht ist oder weil er einen schrecklichen Fehler begangen hat, kommt einfach nicht infrage. Solche Figuren sind für mich die wahren Helden – auch wenn, oder gerade WEIL, sie ganz normal und eben doch ein bisschen anders als andere sind. ;) Das hört sich jetzt vermutlich total kryptisch an, aber du wolltest ja, dass ich nichts spoiler! :P


12. Ein kleiner Ausblick: Wie wird es im Folgeband „CyberWorld 2.0: House of Nightmares“ weiter gehen?

Nadine: Also, „CyberWorld 1.0: Mind Ripper“ ist zwar in sich abgeschlossen, das, was im ersten Teil passiert ist, hat aber Folgen und Auswirkungen auf die Figuren, so dass eben die Geschichte um die Figuren weitererzählt wird. Es gibt auch im zweiten Teil wieder ein CyberGame, in dem Jemma, Jamie, Zack & Co auf Spurensuche gehen müssen, und genau wie im ersten Teil müssen sie nicht nur die rätselhaften „Vorfälle“ im Buch aufklären, sondern sich auch mit den ganz normalen Herausforderungen des Erwachsenwerdens herumschlagen. Mehr kann ich leider nicht verraten. ;)


Also ich für meinen Teil bin jetzt schon richtig gespannt auf den zweiten Band und kann es kaum erwarten ihn zu lesen!
Ich bedanke mich ganz ganz herzlich bei dir, liebe Nadine, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast!


Seid ihr jetzt neugierig auf die Buchreihe und wollt noch mehr über Nadine Erdmann als Autorin erfahren? Dann schaut doch mal auf ihrer Seite vorbei :)

http://www.nadineerdmann.de/mindripper




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