19. August 2016

Rezension zu „Night Falls- Du kannst dich nicht verstecken“ von Jenny Milchman

Gute Ansätze aber leider zu langatmig und nicht spannend genug…
© Ullstein Verlag


Titel: Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken
Autor: Jenny Milchman
Seiten: 480
Genre: Thriller
Reihe: Nein 


gelesenes Format: Klappenbroschur

„Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Schneesturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.“
(Quelle: http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/night-falls-du-kannst-dich-nicht-verstecken-9783548287553.html)

Das Buch „Night Falls“ von Jenny Milchman wird im Netz als "spannendster Thriller des Jahres" beworben.

Das hat mich natürlich sehr neugierig gemacht. Wie ihr wisst sind Thriller aus dem Erwachsenen- Bereich eigentlich nicht so mein bevorzugtes Lesegenre, aber bei so einer Bezeichnung habe ich mich Hoffnungen gemacht, dass das Buch etwas für mich hätte sein können.
Auch das Cover hat meine Neugierde geweckt. Das einsame Haus wirkt düster und einfach so als verberge es ein dunkles Geheimnis. Und das wollte ich natürlich sherlockholmesmäßig ergründen.

Meine Hoffnungen konnten sich zu Beginn des Buches auch noch gut halten. Ich fand sehr gut in die Geschichte hinein und kam beim Lesen zügig voran. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, da alles wirklich ausgesprochen gut beschrieben war und ich so völlig in die Szenerie eintauchen konnte.


Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und es gibt immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit von einem der Täter. Das gefiel mir eigentlich ganz gut, wobei ich es schon bedenklich finde, dass auch Teile der Geschichte aus Sicht des Familienhundes geschildert werden. Besonders gut haben mir die Rückblenden gefallen, weil man so einige Zusammenhänge besser verstehen und nachvollziehen konnte.

Thematisch und so grob vom Inhalt her geht es in dem Buch um zwei Männer die aus dem Gefängnis ausbrechen, ins Haus einer Familie eindringen und die Familie dazu bringen wollen ihnen weiter zur Flucht zu verhelfen.
An sich ist es eine, wie ich finde gute Grundidee. Leider ist sie was den Storyverlauf angeht ziemlich enttäuschend umgesetzt.

Die Handlung wirkt insgesamt ziemlich konstruiert, also mit ein paar Toten und natürlich einem Happy End. Die Wendungen im Buch waren zwar ein guter Versuch um Spannung aufzubauen, doch leider auch nur ein Versuch. Spannend war die Geschichte für mich leider nicht. Es gab auch keine unerwarteten Überraschungen die mich zum Weiterlesen animiert haben. Stattdessen gab es im Buch immer wieder Handlungen der Charaktere, die ziemlich unrealistisch und unlogisch waren. Hinzu kommt noch, dass sich die Story an vielen Stellen einfach wie Kaugummi in die Länge gezogen hat. Es war für mich oft wirklich anstrengend weiterzulesen

Die Charaktere waren allesamt in Ordnung, aber auch nichts besonderes. Halt so typische 0-8-15 Charaktere. Eine Mutter mit einem dunklen Familiengeheimnis, eine typische Teenie-Tochter und ein Verbrecher mit einer auffälligen kindlichen Entwicklung. Ich habe mich beim Lesen wie ein Beobachter gefühlt. So wirklich nahe gekommen und mitgefühlt und gefiebert habe ich aber nicht.
Alleine den Familienhund MacLean fand ich toll. Ja, klingt komisch, ist aber so. Die Menschen konnten mich nicht begeistern, der Familienhund aber schon. Das sagt für mich eigentlich schon alles über die Konstruktion der Charaktere aus.


Es gibt Sterne für die Grundidee und den Schreibstil. Ansonsten hat mir das Buch leider nicht zugesagt, einfach weil es sich viel zu oft gezogen hat und schlichtweg nicht spannend war. Wirklich schade, denn ich habe einen „Thriller des Jahres“ erwartet. 

Ich vergebe 2 von 5 möglichen Büchern!

 

Mehr Infos zum Buch und  eine Leseprobe findest du hier!


Kommentare:

  1. Hallo Sabrina,
    hm, irgendwie scheint dieses Buch bei einigen eher Enttäuschung hervorzurufen.
    Sehr schade. Damit rutscht es auf meinem SuB ein bisschen tiefer.
    Danke für deine schöne Rezension dazu!

    Liebe Grüße,
    Agnes

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  2. Huhu Sabrina,

    ich muss zugeben, dass ich das Buch auch zuerst unbedingt haben musste. Aber die ganzen schlechten Rezis verlocken dann doch nicht unbedingt zum Kauf.
    Schöne Rezi!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Silke

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