13. Oktober 2016

Rezension zu „Luchstränen“ von Stefanie Friedl

Bist du stark genug für deinen größten Feind?


Titel: Luchstränen
Autor: Stefanie Friedl
Seiten: 248
Genre: Fantasy, Roman
Reihe: Nein

gelesenes Format: Taschenbuch

Ein großes Dankeschön an Stefanie Friedl und Tredition, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben!

„Miranda ist eine draufgängerische, eigensinnige Luchswandlerin, die in der schwersten Zeit ihres Lebens auf ihren größten Feind trifft. Kann sie es mit Hilfe ihrer Freunde schaffen, ihn und seine gefährlichen Gefolgsleute zu besiegen? Schon so viele sind daran gescheitert. Doch das Überleben der Gestaltwandler steht auf dem Spiel.“ (Quelle:https://tredition.de/autoren/stefanie-friedl-14073/luchstraenen-paperback-40440/)

Manchmal stellt der Mensch sich im Leben merkwürdige Fragen, also ich tu das zumindest ;) So kam bei mir, vor allem auch durch dieses Buch die Frage auf: „Wenn du ein Tier sein könntest, welches wäre es dann?“ Hat sich das nicht jeder schon mal gefragt?
Ich wollte mich schon immer als kleines Mädchen in ein Tier verwandeln, am liebsten in einen Delfin :P Um es vorweg zu nehmen: Delfine kamen leider nicht im Buch vor, aber viele andere tolle Wesen.
Ich war also total neugierig auf die Thematik dieses Buches und habe direkt mit dem Lesen angefangen, nachdem der Postbote geklingelt hat. Zum Cover brauche ich glaube ich nicht mehr viel zu sagen, denn schaut es euch selbst an: Es ist wunderschön! <3

Auf den ersten Seiten lernen wir Miranda, eine Luchswandlerin, kennen. Ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen auch in ausweglosen Situationen haben mich von Anfang an begeistert. Ich war direkt ein großer Fan von ihr. Und auch im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Stellen im Buch, wo ich sie wirklich bewundert habe! Ich fand es super, dass ich als Leser so nah an ihr dran war und ihre Gedanken- und Gefühlswelt hautnah miterleben konnte. So fühlte ich mich immer mitten im Geschehen und habe richtig mitgefiebert.
Sie stellt sich mutig gegen ihren größten Feind: Die Vampire.
Als ich das gelesen habe gingen bei mir zuerst alle Alarmglocken an: Vampire?
Ja, ich habe für Vampire nicht allzu viel übrig. Ich habe einfach beim Lesen zu viele schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht. Erfahrungen in dem Sinne, dass sie immer als die erotischen und verführerischen mysteriösen Wesen dargestellt wurden. Wenn sie dann auch noch anfingen zu glitzern war es bei mir vorbei :D
Deswegen an dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN! an Stefanie Friedl, dass sie ihre Vampire nicht als solche Wesen, sondern als durchaus angsteinflößende und nicht gerade freundliche Kreaturen dargestellt hat. Das hat mir sehr gut gefallen!
Auf ihrem Weg durchs Land trifft Miranda auf weitere Gestaltwandler wie Bären oder Pferde. Ich fand das total spannend, denn alle Wesen waren von ihrer Mentalität wirklich individuell.
So gab es natürlich immer wieder Reibereien, die die Geschichte bis zum großen Showdown am Ende stets spannend gehalten haben. Dieser war dann auch nochmal richtig spannend und voller Action! Genau nach meinem Geschmack.
Natürlich darf, wie bei jeder guten Geschichte, ein männlicher Protagonist nicht fehlen. Hier war es Michael, der zunächst in einem großen Gegensatz zu Miranda steht. Doch wie man das so kennt ziehen sich Gegensätze ja bekanntlich an… und dann auch aus :D
Ja, es gab durchaus auch erotische Inhalte in dieser Geschichte.

Insgesamt hat mir die Geschichte rund um Miranda und ihren Kampf gegen die Vampire sehr gut gefallen. Die Beschreibungen der Landschaften und die Charakterisierung ist der Autorin durch ihre gezielte und treffende Wortwahl einfach wunderbar gelungen. Sie hat wirklich eine Welt geschaffen, in die ich sehr gut abtauchen konnte.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich jetzt am Ende leider doch noch.
Zum einen sind vor allem am Anfang und am Ende ein paar Wort- und Rechtschreibfehler, doch die lassen sich einfach überlesen.
Was mich insgesamt ein bisschen gestört hat war in meinen Augen die „Unausgewogenheit“ der einzelnen Szenen. Mir waren z.B. die erotischen Szenen viel viel zu ausführlich beschrieben. Es hätten für mich drei bis vier Zeilen völlig ausgereicht. Und bei einigen anderen Szenen war alles sehr schnell zusammengefasst und abgehandelt. Da habe ich wirklich oft gedacht: „Man, da hätte ich jetzt gerne noch mehr zu erfahren. Wie geht es da genau weiter?“ Für meinen persönlichen Geschmack hätte ich lieber weniger detaillierten Sex und mehr andere Szenen gehabt.

Ein wirklich toller Fantasyroman, der mich mit tollen Charakteren und einer wirklich interessanten Story überzeugen konnte! Ja, ich habe es zwischendurch nochmal gelesen ;)

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

   


Mehr Infos und eine Leseprobe findet ihr hier!

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