27. Juli 2016

Rezension zu „Britt - Marie war hier“ von Fredrik Backman

Britt-Marie vergisst man nie!

©  FISCHER KRÜGER


Titel: Britt - Marie war hier
Autor: Fredrik Backman
Seiten: 384
Genre:Bellestrik, Unterhaltung
Reihe: Nein

gelesenes Format: Hardcover
„Britt-Marie hat ihr Leben lang gewartet, dass ihr Leben endlich anfängt. Andere sagen, sie sei pedantisch, aber sie will doch nur, dass alles schön und ordentlich ist. Nach vierzig Jahren hat sie ihren Mann verlassen und sucht einen Job.
Borg ist ein Ort, in den eine Straße hinein- und wieder hinausführt. Arbeit gibt es hier schon lange nicht mehr. Das Einzige, was den Kindern und Erwachsenen geblieben ist, ist die Begeisterung für Fußball. Wofür Britt-Marie nun wirklich kein Verständnis hat …“
(Quelle: http://www.fischerverlage.de/buch/britt-marie_war_hier/9783810524119)

Ich habe von Fredrik Backman ja bereits „Ein Mann namens Ove“ gelesen und war von dem Buch und vor allem von Ove so begeistert, dass ich auch Britt-Marie kennen lernen wollte!

Das Cover von „Britt-Marie war hier“ finde ich sehr gelungen, da man alleine von der Aufmachung schon merkt, dass es eins von Fredrik Backmans Werken ist. Die Schrift und auch die Figur von hinten ähneln nämlcih seinen anderen Büchern. Das finde ich echt praktisch.
Das Motiv mit Britt Marie, die eine Angela Merkel Frisur hat, anti-sportliche Klamotten trägt und dann mi ihren höheren Schuhen einen Fußball stoppt...Grandios! Alleine das brachte mich in der Buchhandlung schon zum schmunzeln und machte mich  definitiv neugierig auf die Geschichte!

Den Schreibstil von Backman hab ich sofort am Anfang wiedererkannt. Die Sätze sind alle sehr kurz gehalten sodass man schnell voran kommt. Das war mal wieder so ein Buch wo ich förmlich über die Seiten geflogen bin!

Zu Beginn der Story lernt man Britt-Marie kennen und man merkt direkt: Diese Frau ist von ihrem Charakter her sehr speziell. Sie hat einen zwanghaften Putzfimmel und wirkt insgesamt zunächst irgendwie merkwürdig.
Ich habe ein bisschen gebraucht um mit ihr warm zu werden. Das klappte aber von Kapitel zu Kapitel besser mit uns beiden, denn sie machte im Laufe der Geschichte eine enorme charakterliche Entwicklung durch, die mir sehr gut gefiel.
Britt-Marie zieht nämlich nach der Trennung von Kent in das kleine Dorf Borg. Ich dachte zunächst, dass das niemals gut gehen wird. Doch da habe ich mich geirrt. Man merkt wirklich wie das Dorf einen positiven Einfluss auf Britt-Marie, ihren Charakter und ihr Leben hat. Als sie dann auch noch Fußballtrainerin von einer Kindermannschaft wurde, wurde sie mir richtig sympathisch.
Zum Ende des Buches hin bin ich ein echter Fan von ihr geworden!

Im Laufe der Geschichte gibt es viele humorvolle Stellen bei denen ich herzlich gelacht habe. Britt-Maries Art sorgte einfach für jede Menge amüsanter Situationen.
Doch es war natürlich nicht alles Sonnenschein während ihrer Zeit in Borg. Es gab auch einige Momente, die mich nachdenklich gestimmt haben und auch eine Stelle, bei der ich zu Taschentüchern gegriffen habe. Es war einfach so eine tolle Mischung aus Ernst und Humor.

Besonders gut hat mir Britt-Maries charakterliche Entwicklung gefallen. Sie blühte in Borg einfach richtig auf und wurde von der anstrengenden, zwanghaften und durchaus schwierigen Hausfrau zu einer selbstbewussten offenen und liebenswerten Person!

 

Wer Ove mochte wird Britt- Marie lieben! Sie ist ein spezieller Charakter, den man nicht so schnell vergisst! Das Buch ist eine tolle Mischung aus emotionalen und hurmorvollen Momenten! Eine klare Leseempfehlung von mir! 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!

    


Mehr Infos und eine Leseprobe zu diesem tollen Buch findet ihr hier

21. Juli 2016

Rezension zu „Das Morgen ist immer schon jetzt“ von Patrick Ness

Lass andere die Welt retten- sei der Held in deinem eigenen Leben!

© Random House - cbj Verlag

Titel: Das Morgen ist immer schon jetzt
Autor: Patrick Ness
Seiten: 320
Genre: Jugend
Reihe: Nein 


gelesenes Format: Hardcover







Vorab möchte ich mich ganz herzlich bei dem cbj Verlag und beim Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken!

„Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist.“ (Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Das-Morgen-ist-immer-schon-jetzt/Patrick-Ness/e487960.rhd#\|info)

Dieses Buch hat mich direkt durch den Klappentext neugierig gemacht. Mal ein Buch ohne einen großen Helden? Das fand ich echt spannend. Kann so etwas überhaupt gehen? Funktioniert so eine Story? – JA, DAS GEHT! UND WIE!
Zu diesem Buch muss vorab gesagt sein, dass man sich schon drauf einlassen muss!
Es ist ein Setting in der realen Welt, in der aber im Laufe der Geschichte immer wieder merkwürdige Dinge geschehen, die man eher der Fantasy zuordnen würde. Darum soll es in diesem Buch aber ja gerade nicht gehen. ;) Am besten man nimmt die Vorfälle einfach so wie sie sind :)
Ich habe anfangs, trotz des flüssigen und lockeren Schreibstils, ein bisschen gebraucht, um mich an die Umstände zu gewöhnen und richtig in die Geschichte rein zu denken.

Wenn man mich fragt würde ich schon sagen, dass dieses Buch ein etwas anderes Jugendbuch ist.
Es gibt zwei unterschiedliche Erzählstränge, die sehr ungleichmäßig verteilt sind. Hier kommt schon ein großer Punkt, weshalb sich dieses Buch von anderen Jugendbüchern so unterscheidet.
In den meisten Büchern gibt es immer irgendwelche Helden, die Großes vollbringen müssen, schwierige Prüfungen bestehen und die Welt vor dem Untergang bewahren sollen. Im Buch sind das die sogenannten „Indie-Kids“. Auf sie wird im Buch aber mal ein ganz anderes Licht geworfen. Denn wenn man mal genauer drüber nachdenkt sind diese Charaktere immer ziemlich arm dran. Sie geraten ständig in Gefahr und tragen eine riesen Verantwortung. Außerdem sterben einige von ihnen einen frühen Tod. Der erste Erzählstrang in dem Buch erzählt von ihnen. Und das jeweils am Anfang des Kapitels für ca. 5 Sätze. Das war’s.
Diese Idee finde ich einfach genial, dass die actionreiche und heldenhafte Story wirklich immer nur so kurz wie es eben geht zusammengefasst wird  und der Fokus somit ganz klar auf Mike und seinen Freunden, und damit (naja, zumindest fast)  „normalen“ Menschen liegt.

Die Geschichte wird aus Mikes Sicht erzählt. Dabei wird man als Leser mit vielen alltäglichen Problemen von Jugendlichen im Abschlussjahr konfrontiert. Schaffe ich meinen Abschluss? Was mache ich danach? Werden wir Freunde bleiben? Schaffe ich es noch meiner großen Liebe meine Gefühle zu gestehen?  - Zukunftsängste, Ungewissheit, Angst, Neugierde, Erwachsen und selbstständig werden.
Zudem kommen bei Mike noch seine Zwangsstörung hinzu, mit der er im Alltag fertig werden muss, eine Mutter, die mitten im politischen Wahlkampf steckt und ein alkoholabhängiger Vater hinzu.
Und auch Mikes Freunde Henna, Jared und seine Schwester Mel haben allesamt mit ein paar Probleme und Herausforderungen zu kämpfen. Mir haben die Charaktere allesamt sehr gut gefallen! Sie waren mir echt sympathisch, einfach weil sie eben so „normal“ waren. Sie wirkten einfach sehr authentisch. Besonders gut gefällt mir in diesem Buch die Entwicklung, die die Freunde alle machen. Sie treffen eigene Entscheidungen und werden selbstständiger.

Patrick Ness übermittelt mit den beiden Handlungssträngen eine, wie ich finde, ganz wunderbare Botschaft: „Man muss nicht immer gleich die Welt retten. Das eigene Leben ist manchmal schon Herausforderung genug. Man ist auch ein Held, wenn man einfach seinen Alltag so gut es eben geht meistert!“ 
Das Buch ist definitiv mal etwas anderes! Ein cooles Jugendbuch über Freundschaft, Zukunftsängste und den ganz normalen Wahnsinn des Lebens! :) „Sei ein Held in deinem eigenen Leben!“
  
Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

    


Mehr Infos zum Buch findet ihr hier

15. Juli 2016

Rezension zum Hörbuch „Infernale“ von Sophie Jordan

Kannst du dich deinem Schicksal widersetzen?

© cbj Audio Verlag

Titel: Infernale
Autor:Sophie Jordan

Format: Hörbuch
Dauer: 388 Minuten
Sprecher: Friederike Walke
Genre: Jugend
Reihe: Ja (Band 1)



„Kannst du dich deiner Bestimmung entziehen? Als Davy positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung zerbricht und ihre Freunde fürchten sich vor ihr. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie tatsächlich zu einer Mörderin?“ (Quelle: http://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Infernale/Sophie-Jordan/e502296.rhd)

Heute rezensiere ich für euch ein Hörbuch, das mir freundlicherweise vom Bloggerportal  und dem cbj Audio Verlag zur Verfügung gestellt wurde! 
Dafür schon mal ein <3- liches Dankeschön!

Das Buch „Infernale“ stand schon seit einer langen Zeit auf meiner Wunschliste, doch irgendwie kamen immer wieder andere Bücher dazwischen, sodass ich es mir nicht geholt habe. Durch Zufall bin ich dann aber auf das Hörbuch gestoßen und dachte mir, dass es eine schöne Abwechslung zum Lesen wäre.
Ich habe mir also die CDs angemacht und nebenbei gemalt.
Mit 6 CDs und ca. 6 1/2 Stunden Hörzeit hatte ich ein ziemlich langes Hörvergnügen :)

Ich habe von „Infernale“ bereits viel Gutes im Internet gelesen und hatte dementsprechend hohe Ansprüche. Allerdings konnte ich mir unter der Handlung nicht so wirklich etwas vorstellen und wusste nicht in welche Richtung die Geschichte gehen wird.

Zunächst mein „Höreindruck“. Ich finde, dass das Hörbuch von der Schauspielerin Friederike Walke einfach ganz großartig vorgelesen wird. Die Stimmen werden der Stimmung in Tonhöhe und Tonfarbe angepasst, sodass man alle Charaktere gut unterscheiden und alle Situationen gefühlstechnisch genau erfassen kann. Sie schafft es, dass die Charaktere beim Lesen richtig lebendig werden und ich der Geschichte die ganze Zeit gespannt folgen konnte!
Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Ich fand den Grundgedanken interessant, dass Menschen ein Gen in sich tragen können, dass sie früher oder später zu Mördern macht. Und dass ohne, dass man etwas dagegen tun könnte. Diese Tatsache ist schon irgendwie beängstigend. Aber es regt auch sehr zum Nachdenken an. Wie würdest du reagieren wenn du dieses Gen in dir hättest? Oder ein Freund von dir?
Solche Gedanken kamen mir beim Hören immer mal wieder in den Sinn. Ich fand die Frage wirklich schwierig, ob man sich seinem Schicksal und seinen Genen widersetzen kann, wenn man sie in sich tragen würde.

Der Verlauf der Geschichte war für mich sehr spannend zu verfolgen, wobei ich irgendwie mit mehr Action gerechnet hätte. Vor allem am Ende. Da lief es mir irgendwie zu glatt. Da habe ich mir mehr Schwierigkeiten bei der Flucht und noch ein paar actionreiche Zwischensequenzen erhofft. Vielleicht gibt es ja in Band 2 noch mehr Action!
Mein Lieblingsabschnitt ist der, wo alle Genträger zusammen auf die Schule gehen und ausgebildet werden sollen. Das hat mich ein bisschen an "Nightschool"2 einnert. Aber ich muss auch sagen dass ich diese Settings einfach total gerne mag, wenn viele verschiedene Charaktere aufeinander treffen und sich Gruppen bilden. Diese Konstellationen finde ich immer total spannend!

Kommen wir nun zu den Charakteren. Es geht im Buch vor allem um die Gen-Trägerin Davy. Ich mochte sie von Anfang an sehr gerne und habe richtig mit ihr gelitten als sie erfahren hat, dass sie eine Genträgerin war. Denn so wurde sie von einem Augenblick von einem „Wunderkind“ mit vielen Talenten zu einer Mörderin.
Die zweite große Rolle in diesem Buch spielt Sean, ein weiterer Gen-Träger. Am Anfang sehr respekteinflößend und  irgendwie unnahbar fand ich ihn als Charakter direkt irgendwie faszinierend. Im Laufe des Buches hat man ihn dann näher kennen gelernt und er wurde mir noch sympathischer. Es hat mir gefallen, wie er sich für Davy eingesetzt hat und nicht möchte, dass Davy zu irgendwelchen taten gebracht wird, die sie eigentlich nicht tun will.
Es gibt noch viele zahlreiche Nebencharaktere in dem Buch, die alle auch mal mehr mal weniger eine Rolle spielen. Ich finde, dass auch sie, dafür dass sie „nur“ Nebencharaktere sind, wirklich sehr individuell und speziell ausgedacht sind!
Ein sehr genial vorgelesenes Hörbuch! Die  Charaktere und die Handlung gefallen mir, nur das Ende ich mir einfach zu glatt.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

  


Mehr Infos zum Hörbuch und eine Hörprobe findest du hier!



[Aktion] Show it Friday # 3



Hallo ihr Lieben :) Für den Freitag habe ich mir ja zwei Aktionen ausgesucht an denen ich teilnehmen will. Ich bin sehr gespannt auf diese hier :) 

Bei dieser Aktion von Seductive Books  & Sunnysmagicbooks  gibt es jeden Freitag die Aufgabe ein Buch zu einem bestimmten Thema oder mit einem bestimmten Merkmal zu zeigen und drei Fragen dazu zu beantworten.


Ich finde diese Aufgabe sehr schön um euch immer mal wieder Bücher aus meinen Regalen unter einem bestimmten Aspekt zu zeigen. 


Aufgabe für den 08.06.2016: Zeige ein Buch mit deinem männlichen Lieblingscharakter.



Ich habe mich für das Buch "Gregor und die graue Prophezeiung" von Suzanne Collins ausgesucht. Das Buch ist der erste Band der insgesamt fünf bändigen "Gregor"-Reihe. Leider ist diese Reihe von Suzanne Collins nicht so bekannt, was ich sehr sehr schade finde, den ich LIEBE diese Reihe! <3
Gregor ist 11 Jahre alt, also kein Sunnyboy aus den Jugendbüchern :P Er ist einfach sehr sympathisch und es macht einfach Spaß ihn auf seiner Reise ins Unterland und bei der Suche nach seinem Vater zu begleiten. Für mich ist er mein Lieblingscharakter, einfach weil er Mut beweist, auch mal zweifelt aber nie die Hoffnung aufgibt. 

Klappentext:


"Fantastisch und spannend! Gregor entdeckt ein geheimnisvolles Land unterhalb von New York ...Als der elfjährige Gregor seine kleine Schwester vor dem Sturz in den Lüftungsschacht des Wäschekellers bewahren will, kommen ihnen Nebelschwaden entgegen und sie fallen in ein scheinbar endloses Nichts. Sie landen im Unterland, einer Welt unterhalb von New York City. Dort leben fast durchsichtig wirkende Menschen neben riesigen sprechenden Kakerlaken und Fledermäusen, die als Reittiere benutzt werden. Gregor ist fasziniert, aber trotzdem will er nur eins: so schnell wie möglich zurück nach Hause. Es genügt schon, dass sein Vater vor mehr als zwei Jahren spurlos verschwunden ist! Da erfährt Gregor, dass er in einer Prophezeiung vorkommt. Wenn er sich auf sie einlässt, könnte er nicht nur den Unterländern gegen die Ratten helfen, sondern auch seinen Vater finden … " (Quelle: http://www.oetinger.de/buecher/jugendbuecher/details/titel/3-7891-3210-1//////Gregor%20und%20die%20graue%20Prophezeiung.html)


Fragen zum Buch:


1. Wie ist deine Meinung zu dem Buch bzw. wieso liegt es noch auf deinem SuB oder steht auf deiner Wuli?

Kurz gesagt: Ich vergöttere diese Reihe! Das ist einfach die beste Reihe, die ich je gelesen habe! Ich finde es so schade, dass die meisten nur die Panem-Reihe der Autorin kennen. Ich habe diese Reihe mit 13 Jahren das erste Mal gelesen und lese sie immer noch ab und zu. ich habe sie jetzt schon mehrfach verschlungen!
Voller Spannung und Fantasie! Und das auf eine sehr realistische Art und Weise :) Ich finde die Welt einfach toll, die Suzanne Collins mit dem Unterland und all seinen Wesen geschaffen hat!

2. Wie ist deine Meinung zu dem Cover des Buches?

Die Cover gefallen mir sehr gut, einfach weil sie immer einen kleinen Ausschnitt aus Gregors Reise zeigen. Natürlich sind die Cover für Kinder ab 10 Jahren gemacht worden, aber davon sollten sich auch die älteren Leser nicht abschrecken lassen.
Ich finde: Wer diese Reihe nicht gelesen hat, hat wirklich was verpasst!!


3. Hast du schon andere Bücher des Autors gelesen? Wenn ja wie waren diese?

Die Panem- Reihe habe ich bisher noch nicht gelesen. Da war mir der Hype zu groß. Die Gregor-Reihe habe ich aber bereits mehrere Male gelesen, einfach weil sie Spaß macht :) 

Kennt einer von euch die Gregor-Reihe schon? Wenn ja, wie fandet ihr sie? Ich bin auf eure Antworten sehr sehr gespannt!

Viele liebe Grüße,
eure Sabrina

14. Juli 2016

Rezension zu „Wenn du mich küsst“ von Juliana Stone

Ein Sommer kann alles verändern…
            © Ravensburger Buchverlag


Titel: Wenn du mich küsst
Autorin: Juliana Stone
Seitenanzahl: 320 Seiten
Genre: Jugend, Liebe
Reihe: Nein

Format:Taschenbuch
„Seit dem Tod ihres kleinen Bruders versinkt Monroe in Trauer und Schuld. Auch ein herrlicher Sommer in Louisiana bei ihrer Großmutter wird das nicht ändern. Sie zieht sich immer weiter zurück - bis sie Nathan begegnet. Zwischen Monroe und ihm knistert es heftig. Aber sie spürt, dass auch auf Nathans Schultern eine schwere Last liegt ...“ (Quelle: https://www.ravensburger.de/shop/neuheiten/buecher/wenn-du-mich-kuesst-58501/index.html)

Ein ganz <3-liches Dankeschön geht an Lovelybooks und den Ravensburger Verlag! Ich habe mich sehr gefreut bei dieser Leserunde dabei zu sein und eins der Rezensionsexemplare zu lesen!

Fangen wir mal mit dem Optischen an :)
Man sieht auf dem Cover die beiden Protagonisten des Buches, Monroe und Nathan, und kann sich bereits vor dem Lesen einen ersten Eindruck von ihnen machen.
Es ist schön, dass sich die beiden auf dem Cover zwar nah sind, aber nicht zu nah. Da ist etwas zwischen ihnen, was sie voneinander trennt.
Ich finde, dass das Cover damit die Thematik des Buches einfach wunderbar aufgreift! Es geht Probleme und schicksalshafte Ereignisse, die Monroe und Nathan jeweils verfolgen und die sie schwer belasten. Und es geht um die guttuende und positive Wirkung, die Menschen aufeinander haben können.

Mir waren beide Charaktere auf Anhieb sehr sympathisch.
Monroe war am Anfang des Buches sehr in sich gekehrt und verschlossen.
Ich konnte mich von Anfang an sehr gut in sie hineinversetzen. Den kleinen Bruder zu verlieren und sich selbst die Schuld dafür zu geben muss wirklich schrecklich sein. Ich kann sie da gut verstehen, dass sie sich vor der Welt verschließt.
Und auch Nathan ist am Anfang nicht der typische Sunnyboy. Er versucht es zwar zu Anfang zu überspielen, doch man merkt schnell, dass auch ihm eine schwere Last auf dem Herzen liegt. Ich mochte seine Art wirklich gerne, weil er Monroe so genommen hat wie sie ist und sie nicht so in Watte gepackt hat wie alle anderen.

Für mich war es wirklich besonders schön zu lesen, wie sich die beiden langsam annähern und sich gegenseitig positiv beeinflussen. Man sieht daran, dass Menschen unterschiedlich mit Situationen umgehen und es ganz verschiedene Wege gibt, um Zugang zu Menschen zu finden. Die Autorin stellt das auf eine ganz besonders sensible Art dar, indem sie die Geschichte langsam, behutsam und sehr authentisch darstellt.
Mich hat die Entwicklung von Monroe und Nathan wirklich total gefreut. Ich war oft am schmunzeln, einfach weil ich das Verhalten der beiden so süß fand.
Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, sodass sich das Buch schnell lesen ließ und ich es innerhalb von einem Tag durchhatte.

Ich habe mir so meine Gedanken zu diesem Buch gemacht und konnte einiges daraus mitnehmen. Erst einmal fand ich es schön zu lesen, wie sich eine Beziehung und Vertrauen zwischen zwei Teenagern langsam und behutsam entwickeln kann und es nicht darum geht den anderen möglichst so lange zu bezierzen um ihn rumzukriegen.
Außerdem zeigt die Geschichte einfach nochmal deutlich, welche positiven Auswirkungen wir auf andere Menschen haben können, wenn wir einfach offen für unsere Mitmenschen sind und auch zu ihnen stehen wenn sie Probleme haben.


Ein wirklich toller Jugendroman, der von zwei verlorenen Seelen erzählt, die sich finden und sich gegenseitig stützen! Leider fehlten mir trotz der beiden harten Schicksale die wirklich großen Gefühle. 


Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern! 

   

Weitere Infos zum Buch findet ihr hier!

13. Juli 2016

Rezension zu „Beta“ von Rachel Cohn

Auch Klone können Gefühle haben…

© Random House- cbt Verlag

Titel: Beta
Autor: Rachel Cohn
Seiten: 416
Genre: Jugend, Dystopie
Reihe: Nein (Band 2 nie auf deutsch erschienen)


gelesenes Format: Hardcover
„Sie hat, was sie nicht haben soll: Gefühle ...
Elysia ist eine Beta, ein geklonter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der paradiesischen Insel Demesne. Ihr einziges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefallen – bis sie entdeckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, sogenannten defekten Klonen. Und dann entdeckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie verliebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeuten, doch Elysia ist bereit zu kämpfen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Tahir...“
(Quelle:http://www.randomhouse.de/ebook/BETA/Rachel-Cohn/e411580.rhd)

Das Cover ist eher schlicht gehalten. Ich brauchte also zusätzlich den Klappentext. Den wer mich kennt weiß das mein erster Blick immer aufs Cover geht. Das muss mich schon beeindrucken :P Den Job hat dann aber zum Glück der Klappentext übernommen.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Dystopie mit einer Gesellschaft, in der die Reichen und Schönen der Welt auf einer Insel mitten im Meer abgeschottet in purem Luxus leben. Selbst die Luft wird mit Sauerstoff angereichert, sodass sich die Menschen rundum wohlfühlen.
Ich fand diese Vorstellung so schrecklich, dass ich es schon wieder interessant fand.
Bedient werden die Menschen von Klonen ohne Seele, die von (schönen) toten Menschen gemacht wurden. Auch diesen Gedanken finde ich grausam.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Elysia, einem weiblichen Beta Teenager-Klon erzählt. Ich fand sie von Anfang an sympathisch, weil man schön ihre Wandlung vom seelenlosen Wesen die wie ein Computer denkt immer menschenähnlicher wird. Ich mochte sie immer mehr und fand die Story auch super.

Die anderen Charaktere waren allesamt auf ihre Art und Weise sehr individuell und speziell. Der Vater und die Mutter der Familie waren mir dabei durchweg unsympathisch, wobei das eigentlich gut ist, weil es ja auch so rüberkommen soll :D
Tahir, die zweite Hauptperson ist ein Junge, der auf der Insel lebt und der mit Elysia in Kontakt kommt. Man merkt, dass er nicht so zufrieden ist wie die anderen Inselbewohner und dass er ein Geheimnis mit sich rum trägt.
Die Autorin schafft es durch einen sehr angenehmen Schreibstil, dass ich einmal angefangen habe zu lesen und einfach immer weiterlesen musste. Es ist wirklich flüssig und gut nachvollziehbar und auch nachfühlbar geschrieben.

Ich fand das Buch wirklich richtig toll…und dann kam das: DAS ENDE.
Man habe ich mich aufgeregt. Es schien als wolle die Autorin die Handlung schnell beenden, stopfte alles hinein und beantwortete viele Fragen nicht. Ein Teil 2 war ja geplant, kam aber glaube ich nie auf Deutsch raus. Ich war sehr enttäuscht, dass die Liebesgeschichte die bis zum Ende hin aufgebaut wurde so krass abgebrochen wurde und Elysia ihren Auserwählten scheinbar problemlos gegen jemand anderes eingetauscht hat. Zur richtigen Action und dem großen Kampf und der Rebellion kam es gar nicht. Das sollte wohl eigentlich in Band 2 kommen. Mich hat das Ende sehr enttäuscht und auch richtig wütend gemacht. Man hätte das letzte Kapitel einfach weglassen können, dann wäre ich mit dem Ende zufrieden. Das letzte Kapitel hat echt alles kaputt gemacht.

Eigentlich ist es ein sehr gut geschriebenes Buch, das am Ende den Leser leider sehr enttäuscht und frustriert, weil er sich mehr zum Ende hin erhofft hat. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

   

Mehr Infos zum Buch findet ihr hier.



Rezension zu „Game“ von Anders de la Motte

Wie weit würdest du gehen um zu den Besten zu gehören?

© Random House- Heyne Verlag


Titel: Game
Autor: Anders de la Motte
Seiten: 432
Genre: Thriller
Reihe: Ja (Band 1)


gelesenes Format: Taschenbuch

„Spiel um dein Leben! Als Henrik Pettersson, kurz HP genannt, noch leicht benommen von der letzten durchzechten Nacht, im Zug nach Stockholm ein Handy findet, steckt er es kurzerhand ein und überlegt, es zu Geld zu machen. Doch plötzlich erscheinen folgende Worte auf dem Display: WANNA PLAY A GAME? HP zögert, drückt dann aber auf YES. Und damit beginnt das Spiel und der allergrößte Nervenkitzel, den er je erlebt hat – bis es irgendwann um sein eigenes Leben geht.“ (Quelle: http://www.lovelybooks.de/autor/Anders-de-la-Motte/Game-744775349-w/)

Ich habe mich letztens mal durch meinen Sub (Stapel ungelesener Bücher) gewühlt und bin dabei auf dieses Buch gestoßen. Ich habe es damals neben einigen anderen Büchern in einem kleinen Bücheroutlet gekauft und habe es irgendwie nicht hinbekommen es zu lesen.
Das habe ich diesen Monat geändert und ich finde dass dieses Buch definitiv zu lange auf meinem Sub gelesen hat!

Das Buch ist das Romandebüt des schwedischen Autors Anders de la Motte. Bisher habe ich noch keine Berührung mit der schwedischen Literatur gehabt, sodass ich sehr neugierig war, ob man es denn auch als „typisch“ schwedischen Roman erkennen kann.
Ich würde sagen, man kann es bedingt. Die Straßennamen und Handlungsorte klingen alle sehr schwedisch…damit hört es dann aber auch schon auf :P Die Namen wie „Rebecca“ und „Henrik“ finde ich jetzt nicht so schwedisch. :D
Was ich aber auf jeden Fall festhalten kann, ist dass dieser schwedische Thriller locker mit den deutschen Thrillern mithalten kann.
Man wird als Leser mitten ins Geschehen gestellt und bekommt alles hautnah mit. Es herrscht Spannung und Action von der ersten Seite an. Ich fand den Handlungsverlauf besonders gelungen, einfach weil wirklich in jeder Szene etwas passiert und es nie langweilig wird. Und auch das Ende fand ich wirklich gut, weil es nochmal einen großen Showdown gab. Für mich sind das alles Kriterien, die ein guter Thriller erfüllen muss!


Worum geht es denn jetzt eigentlich thematisch?
Es geht in diesem Buch vorrangig um Henrik Petterson, der in einem Zug ein Handy findet, dass ihn auffordert ein Spiel zu spielen. Das Handy scheint HP genau zu kennen und alles über ihn zu wissen. Es handelt sich bei dem Spiel um ein Alternate Reality Game, bei dem HP Aufgaben in der realen Welt erfüllen muss und dafür Punkte bekommt. Henrik ist dabei schon sowas wie ein Antiheld. Er bekommt sein Leben irgendwie nicht wirklich auf die Reihe und reitet sich von einer brenzligen Situation in die nächste. Aber gerade das macht ihn ziemlich sympathisch.
Natürlich sind die Aufgaben, denen Henrik sich stellen muss, mehr oder weniger gefährlich und illegal. Es geht also neben dem Alternate Reality Game auch im Cyberkriminalität und die Gefahren im Netz. Diese Themen sind, wie ich finde, sehr gut in die Story eingebaut, sodass der Leser sich davon nicht überrollt fühlt aber sich dennoch seine eigenen Gedanken macht.

Eine weitere wichtige Figur im Buch ist Rebecca Normén, die als Personenschützerin arbeitet und ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit mit sich rumschleppen muss.
Im Laufe der Geschichte verdichten sich die Ereignisse und Rebeccas und Henriks Wege kreuzen sich.

Der Schreibstil im Buch hat mich sehr angesprochen. Es war locker und flüssig und damit einfach sehr angenehm zu lesen. Nur Henriks englische Ausrufe gingen mir zwischenzeitlich ziemlich auf den Wecker.
Die Kapitel sind zwar relativ kurz gehalten, aber dafür mit kleinen Cliffhangern so geschickt miteinander vernetzt, dass ich die Spannung beim Lesen einfach nicht aushalten konnte und immer direkt weiterlesen musste.


Ein wirklich cooler Thriller, der von der ersten bis zur letzten Seite mit Action und Spannung gefüllt ist! Eine klare Empfehlung für jeden Thrillerliebhaber!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!