21. März 2017

Rezension zu „Ein Mordsteam – Der lautlose Schrei“ von Andreas Suchanek

 Ganz nett für den Anfang…

© greenlightpress


Titel: Ein Mordsteam – Der lautlose Schrei
Autor: Andreas Suchanek
Seiten: 126
Genre: Jugendkrimi
Reihe: Ja, Band 1

gelesenes Format: E-Book
„Mason, Olivia, Randy und Danielle sind vier Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Mason unschuldig eines Verbrechens bezichtigt wird, kommt es zu einer turbulenten Kette von Ereignissen, die die vier Freunde zusammenführt. Gemeinsam versuchen sie, den Drahtzieher hinter der Tat dingfest zu machen.
Dabei stößt das M.O.R.D.s-Team auf einen dreißig Jahre zurückliegenden Mordfall. Entsetzt müssen sie erkennen, dass ihre Eltern Teil eines gigantischen Rätsels sind, das sich bis in die Gegenwart erstreckt. Sie beginnen zu ermitteln, um die eine Frage zu klären, die alles überschattet: Wer tötete vor dreißig Jahren die Schülerin Marietta King?“
(Quelle: http://www.greenlight-press.de/ein-mordsteam-roman-1)

Ich habe mal zur Abwechslung in den letzten Tagen ein E-Book gelesen. Die ersten vier Bände der Reihe „Ein Mordsteam“ lagen schon länger auf meinem Reader  und da ich am Wochenende unterwegs war, und dieses E-Book mit seinen 126 Seiten wirklich sehr kurz ist, habe ich Band 1 mal eben schnell gelesen.

Vom Genre her hat mich dieses Buch angesprochen, da ich gerne zwischendurch mal Krimis im Jugendbereich lese. Dass dieses Buch mit 126 Seiten doch sehr kurz war, hat mich das zu Beginn schon ein bisschen skeptisch gemacht. Für mich stellten sich die Fragen ob die Charaktere wohl auf den wenigen Seiten genug zur Geltung kommen würden, ob die Spannung stimmen würde und ob die Geschichte zum mitraten einladen würde.
Jetzt nach dem Lesen kann ich diese Fragen natürlich gut beantworten:
Zu Beginn die Charaktere-Frage. Wir lernen bereits sehr zu Anfang der Geschichte Mason, Randy, Olivia und Danielle kennen, die sich eigentlich nicht kennen (Fun-fact: ihre Anfangsbuchstaben ergeben: M.O.R.D.s-Team).
Sie treffen in einer brenzligen Situation mehr zufällig aufeinander und geraten daraufhin gemeinsam irgendwie in einen mysteriösen alten Mordfall von vor 30 Jahren hinein. Im Nachhinein muss ich an dieser Stelle aber sagen, dass diese Situation doch sehr vom Autor konstruiert wird, denn so unbekannt wie sie sich gegenseitig auch sein mögen, so haben sie doch alle ein Stück der Vergangenheit, die sie alle miteinander verbindet.
Die Charaktere finde ich dabei allesamt sehr sympathisch und ihre Konstellation sehr spannend, da sie alle aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten stammen und sehr konträre Charakterzüge aufweisen. Besonders Olivia mit ihrer direkten, forschen Art gefiel mir wirklich gut!
Kommen wir jetzt zu dem Grund, warum ich diesen ersten Band zwar „ganz nett“, aber eben nicht besser fand. Und zwar hat mir die Spannung irgendwie nicht gereicht, vor allem dann zum Ende hin. Zu Beginn war ich nämlich noch sehr gespannt, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Dann, so bei der Hälfte des Buches, gab es eine Schlüsselszene, ich nenne sie mal die „Veranda-Szene“, die meine Spannung irgendwie völlig verschwinden ließ. Denn dort wurden, und das für meinen Geschmack viel zu früh, die Zusammenhänge zwischen den Jugendlichen und dem Mord von vor 30 Jahren erklärt. Das wäre für mich ein super Buchende gewesen, war es aber leider nicht. Und das war dann auch der Punkt, wo sich meine Meinung zu diesem Buch in Negative wendete.
Nach dieser Szene wirkte alles bisher Gelesene für mich auf einmal sehr konstruiert und ich wusste, dass dieser ominöse Fall sich noch über weitere Bände hinweg ziehen würde. Einen „richtigen“ eigenen Fall, der aufgrund von Hinweisen, Beobachtungen und Nachforschungen gelöst wird, habe ich in diesem Buch leider vermisst. Es gab zwar eine Art Fall um Mason, doch da bekam ich als Leser alles direkt passend ohne Wirrungen auf einem Silberteller serviert ohne mitraten zu können oder am Ende wirklich einen greifbaren Täter präsentiert zu bekommen. Stattdessen löste sich Masons Problem am Ende einfach quasi von selbst. Da wäre meiner Meinung nach echt mehr Potential drin gewesen, aber für die 126 Seiten war das schon echt ein solider Start! Nur den Titel des Buches kann ich bis jetzt nicht deuten. Denn wer oder was jetzt genau mit dem „lautlosen Schrei“ gemeint ist bleibt doch ziemlich offen.


Die Grundidee und die Charaktere haben mir bei diesem doch sehr kurzen Buch ausgesprochen gut gefallen. Leider wirkte die Story ziemlich künstlich und konstruiert, es lief einfach alles zu glatt und auch die Spannung ging bei mir nach der „Veranda-Szene“ leider verloren. Ich sehe diesen Band aber auch als Auftakt einer Reihe und dafür war das Buch wirklich solide!

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Büchern!

  

Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!


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