28. März 2017

Rezension zu „Das Geheimnis der Talente“ von Mira Valentin

Talentifiziert – Welches Talent bist du?

© Carlsen Impress Verlag

Titel: Das Geheimnis der Talente
Autor: Mira Valentin
Seiten: 684
Genre: Fantasy, Liebe,Jugend
Reihe: Ja, Band 1

gelesenes Format: E-Book


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Impress Verlag und der Autorin Mira Valentin zur Verfügung gestellt! Vielen <3 –lichen Dank dafür‼

„Melek ist alles andere als ungewöhnlich. Sie lebt in einer Kleinstadt, schreibt mittelmäßige Noten und hat nur einen einzigen Freund. Oder auch gar keinen, wenn man bedenkt, dass er lieber mehr als nur eine Freundschaft mit ihr hätte. Doch dann wird sie von den »Talenten« entdeckt, einer Gruppe Jugendlicher mit übernatürlichen Fähigkeiten, die ihr offenbaren, dass sie eine versteckte Begabung in sich trägt. Von einem Tag auf den anderen wird Melek in ein gefährliches Doppelleben verstrickt und muss einem strengen Regelwerk folgen, dessen oberstes Gesetz lautet: Küsse niemanden, wenn dir dein Leben lieb ist. Dass der gutaussehende Anführer der Talente ausgerechnet den charismatischsten Mann darstellt, dem Melek je begegnet ist, macht diese Regel dabei nicht gerade einfacher… (Quelle: https://www.carlsen.de/epub/das-geheimnis-der-talente-die-talente-reihe-1/86344 )

Von der Talente-Reihe hatte ich bereits schon so einiges Gutes gehört, bin bisher aber irgendwie nie dazu gekommen sie zu lesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es eine Neuauflage mit einem super coolen Cover gibt!
Die liebe Mira hat mir dann freundlicherweise ein E-Book und ein super cooles Armband zur Talente-Reihe geschickt und jetzt nach meinen Prüfungen konnte ich dann auch endlich in die Geschichte rund um Melek und die Talente eintauchen.

Die Grundidee des Buches ist dabei einfach, aber wirklich äußerst gut umgesetzt. Ein Mädchen findet heraus, dass sie doch nicht so normal ist wie sie denkt (sie ist nämlich ein Talent) und wird in die Armee der Talente aufgenommen, wo sie gegen die Dschinn, die Gefühle verschlingen, kämpfen muss. Besonders gut fand ich wie viele Gedanken sich die Autorin um die Armee und die verschiedenen Begabungen gemacht hat. Die verschiedenen Talente haben alle ihre Vor- und Nachteile und ergänzen sich super gut untereinander.
Kommen wir jetzt zur Story an sich.
Der Einstieg ins Buch fiel mir wirklich sehr leicht, denn der Schreibstil war sehr angenehm und schön flüssig, sodass ich den Einstieg schnell finden konnte.
In der Perspektive von Melek taucht der Leser zunächst in ihren ganz normalen Alltag ein und habt so Gelegenheit sie und ihr Leben ein bisschen näher kennenzulernen. Ich fand diese Einleitung wirklich sehr passend, da es sowohl Handlung gab, die die eigentliche Story eingeleitet hat, und zugleich hatte Melek Zeit einem ans Herz zu wachsen. Bei mir hat sie das auch von Anhieb geschafft! Ich finde sie als Protagonistin sehr sympathisch. Ich mag ihre Art und Weise wie sie denkt und handelt, bis auf wenn sie in den Kontakt zum anderen Geschlecht hat. Aber da agiert man ja auch nicht immer nachvollziehbar ;) . Sie ist ansonsten ein sehr schlagfertiges Mädchen, die im Leben gut alleine zurecht kommt, viel aus dem Bauch heraus entscheidet und alles andere als normal ist.
Neben dem Kampf gegen die Dschinn muss Melek sich auch vor allem mit der Liebe und irgendwie auch mit dem Erwachsen werden herumschlagen. Denn da gibt es in dem Buch nämlich gleich drei männliche Charaktere, Jakob, Erik und Levian, die verschiedenstes Interesse an Melek zeigen.
Ich fand diese Konstellation auf den ersten Blick ein bisschen zu viel des Guten. Aber wären es nur zwei Männer gewesen wäre es wieder diese typische Dreieckskiste. Jetzt ist es eine Viereckskiste :D Das muss man erst einmal schaffen, um die Geschichte so authentisch darzustellen wie die Autorin. :D
Von den Charakteren her sind alle drei männlichen Charaktere natürlich von Grund auf verschieden. Mir hat Jakob persönlich am besten gefallen. Er war so distanziert und wirkte so unnahbar. Erik war mir hingegen einfach zu klettenmäßig unterwegs und Levian mir zu unergründlich.
Neben den Protagonisten sind dem Leser natürlich noch einige andere Charaktere begegnet, da eine Armee ja selten nur aus sehr wenigen Personen besteht. Auch sie waren allesamt gut und in einem angemessenen Maß detailliert dargestellt.
Gemeinsam mit der Armee erlebt Melek so einiges. Sie gerät immer wieder in aufregende Situationen, sodass im Buch durchaus an einigen Stellen ein hohes Maß an Spannung aufkommt. Ich konnte es dann immer kaum abwarten weiterzulesen! Durch die guten und eingängigen Beschreibungen habe ich mich stets mitten im Geschehen gefühlt und konnte mit Melek mitfühlen und auch mitfiebern.
Alles in allem bin ich mit der Spannung und dem Verlauf der Geschichte echt zufrieden, ich hätte lediglich ein bisschen weniger Liebe und dafür noch mehr Spannung schön gefunden.

Die Geschichte rund um Melek und die Armee der Talente hat mir wirklich sehr gut gefallen! Die Charaktere waren allesamt sehr schön und vor allem sehr individuell und authentisch gestaltet und auch die Grundidee ist im Laufe der Geschichte auf eine sehr spannende Art umgesetzt worden. Mir stand die Liebe bei diesem Buch nur etwas zu sehr im Fokus. Trotzdem konnte mich das Buch von sich überzeugen! Ich gebe es zu: Ich bin talentifiziert und freue mich schon sehr auf die Folgebände „Das Bündnis der Talente“ und „Der Krieg der Talente“! <3

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 möglichen Büchern!

   


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26. März 2017

Rezension zu „Das tote Mädchen“ von Steven James

Wenn die Realität verschwimmt…

© Random House - cbt Verlag

Titel: Das tote Mädchen
Autor: Steven James
Seiten: 379
Genre: Jugendthriller, Mystery
Reihe: Nein

gelesenes Format: Taschenbuch

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

„Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ...“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-tote-Maedchen/Steven-James/cbt/e468324.rhd)

Ich brauchte genretechnisch mal wieder ein bisschen Abwechslung, und da kam mir dieser Jugend-Thriller mit Mystery Elementen gerade recht. Das schlichte Cover gefiel mir von Anfang an sehr gut. Jetzt im Nachhinein finde ich, dass es wirklich super passend für die Geschichte ist, da alles was auf diesem Cover zu sehen ist mit ihr zu tun hat. Und auch der Klappentext, der mich richtig neugierig gemacht hat, hält für mich auch was er verspricht!

Als ich mit dem Lesen gestartet bin war ich durchaus positiv überrascht, wie schnell die Story doch Fahrt aufgenommen hat. Oft gibt es ja eine ellenlange Vorgeschichte, bis es so richtig los geht. Das war bei diesem Buch glücklicherweise nicht der Fall. Ohne große Vorrede beginnt die Handlung nämlich direkt mit einem Knaller auf der Beerdigung des im Buchtitel erwähnten toten Mädchens. Ihr Name ist übrigens Emily. Auf der Beerdigung lernt man den Protagonisten Daniel, einen 16-jährigen Footballspieler kennen, der plötzlich eine Begegnung der etwas anderen Art hat. In einer Vision spricht Emily ihn an und bittet ihn ihren Tod aufzuklären, der scheinbar doch kein Unfall war. Und damit muss man erst einmal fertig werden. Denn Daniel hat Emily eigentlich kaum gekannt und nie wirklich etwas mit ihr zu tun gehabt.
Ich fand Daniel von der ersten Seite an total sympathisch und diese positive Haltung wurde für mich auch bis zur letzten Seite bewahrt. Er ist ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Junge, der für seine 16 Jahre wirklich sehr vernünftig  und besonnen ist und nicht einfach kopflos agiert. Er denkt und handelt für mich wirklich gut nachvollziehbar und ist in seinem ganzen Wesen einfach authentisch! Ich konnte mich schnell in ihn hineinversetzen und war bei seiner Suche nach dem Mörder sofort dabei und habe mitgefiebert.
Bei der Suche wurde er von seinem besten Freund Kyle und einer guten Freundin Nicole unterstützt. Auch die beiden waren, dafür, dass sie verglichen mit Daniel eher kleinere Charaktere darstellen, wirklich sehr detailliert skizziert und ihre Reaktionen, unter anderem auch auf ihren Freund, der plötzlich ziemlich abgedrehte Visionen bekommt, fand ich sehr realistisch.
Zur Story an sich lässt sich sagen, dass sie wirklich voller Handlung war. Es passierte ständig etwas! Immer wieder gab es neue Hinweise, Erkenntnisse, hier und da falsche Fährten und auch das ein oder andere Mal unangenehme Ereignisse. Mich hat das wirklich durchweg beim Lesen bei der Stange gehalten. Auch die kurzen Kapitel und der wirklich sehr angenehme und flüssige Schreibstil haben dafür gesorgt, dass mir beim Lesen nie langweilig wurde und ich stets wissen wollte wie es denn nun weitergeht.
Dazu kamen dann noch die Mystery Elemente, die im Buch immer mal wieder auftauchten, neue Fragen aufwarfen und zu einigen interessanten Wendungen führten. Sie kamen an genau den richtigen Stellen und gaben der Geschichte das besondere etwas ohne überzogen oder völlig abgespaced zu wirken. Zum Ende hin werden dann die zuvor aufgekommenen Fragen auch beantwortet, wodurch die ganze Geschichte noch einmal an Authentizität gewinnt.
Das Ende des Buches gipfelt in einem Showdown, der für mich noch etwas länger und spannender hätte ausfallen können. Aber ansonsten bin ich mit dem Ende und der Geschichte insgesamt wirklich sehr zufrieden!
Zum Abschluss habe ich hier mal ein Zitat aus dem Buch, dass mich, obwohl ich es schon kenne, noch einmal besonders beeindruckt hat.

„Lebe jeden Moment, jeden kostbaren Moment, den du hast. Lebe jeden Moment so, als sei es der letzte. Und der erste.“ (S. 373)

Ich finde, dass diese Message am Ende der Geschichte das ganze Buch noch einmal so richtig schön abrundet.
Ein wirklich gelungener Jugendthriller mit gut eingesetzten Mystery Elementen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat! Der Protagonist gefiel mir hier besonders gut, einfach weil er so authentisch war! 


Ich vergebe für dieses Buch 5 von 5 möglichen Büchern, weil ich echt nichts zu bemängeln habe!


    


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Wollt ihr noch weitere Meinungen zu dem Buch lesen? Dann schaut mal hier vorbei:

Lisa von Buchmagie

21. März 2017

Rezension zu „Ein Mordsteam – Der lautlose Schrei“ von Andreas Suchanek

 Ganz nett für den Anfang…

© greenlightpress


Titel: Ein Mordsteam – Der lautlose Schrei
Autor: Andreas Suchanek
Seiten: 126
Genre: Jugendkrimi
Reihe: Ja, Band 1

gelesenes Format: E-Book
„Mason, Olivia, Randy und Danielle sind vier Jugendliche, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Mason unschuldig eines Verbrechens bezichtigt wird, kommt es zu einer turbulenten Kette von Ereignissen, die die vier Freunde zusammenführt. Gemeinsam versuchen sie, den Drahtzieher hinter der Tat dingfest zu machen.
Dabei stößt das M.O.R.D.s-Team auf einen dreißig Jahre zurückliegenden Mordfall. Entsetzt müssen sie erkennen, dass ihre Eltern Teil eines gigantischen Rätsels sind, das sich bis in die Gegenwart erstreckt. Sie beginnen zu ermitteln, um die eine Frage zu klären, die alles überschattet: Wer tötete vor dreißig Jahren die Schülerin Marietta King?“
(Quelle: http://www.greenlight-press.de/ein-mordsteam-roman-1)

Ich habe mal zur Abwechslung in den letzten Tagen ein E-Book gelesen. Die ersten vier Bände der Reihe „Ein Mordsteam“ lagen schon länger auf meinem Reader  und da ich am Wochenende unterwegs war, und dieses E-Book mit seinen 126 Seiten wirklich sehr kurz ist, habe ich Band 1 mal eben schnell gelesen.

Vom Genre her hat mich dieses Buch angesprochen, da ich gerne zwischendurch mal Krimis im Jugendbereich lese. Dass dieses Buch mit 126 Seiten doch sehr kurz war, hat mich das zu Beginn schon ein bisschen skeptisch gemacht. Für mich stellten sich die Fragen ob die Charaktere wohl auf den wenigen Seiten genug zur Geltung kommen würden, ob die Spannung stimmen würde und ob die Geschichte zum mitraten einladen würde.
Jetzt nach dem Lesen kann ich diese Fragen natürlich gut beantworten:
Zu Beginn die Charaktere-Frage. Wir lernen bereits sehr zu Anfang der Geschichte Mason, Randy, Olivia und Danielle kennen, die sich eigentlich nicht kennen (Fun-fact: ihre Anfangsbuchstaben ergeben: M.O.R.D.s-Team).
Sie treffen in einer brenzligen Situation mehr zufällig aufeinander und geraten daraufhin gemeinsam irgendwie in einen mysteriösen alten Mordfall von vor 30 Jahren hinein. Im Nachhinein muss ich an dieser Stelle aber sagen, dass diese Situation doch sehr vom Autor konstruiert wird, denn so unbekannt wie sie sich gegenseitig auch sein mögen, so haben sie doch alle ein Stück der Vergangenheit, die sie alle miteinander verbindet.
Die Charaktere finde ich dabei allesamt sehr sympathisch und ihre Konstellation sehr spannend, da sie alle aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten stammen und sehr konträre Charakterzüge aufweisen. Besonders Olivia mit ihrer direkten, forschen Art gefiel mir wirklich gut!
Kommen wir jetzt zu dem Grund, warum ich diesen ersten Band zwar „ganz nett“, aber eben nicht besser fand. Und zwar hat mir die Spannung irgendwie nicht gereicht, vor allem dann zum Ende hin. Zu Beginn war ich nämlich noch sehr gespannt, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Dann, so bei der Hälfte des Buches, gab es eine Schlüsselszene, ich nenne sie mal die „Veranda-Szene“, die meine Spannung irgendwie völlig verschwinden ließ. Denn dort wurden, und das für meinen Geschmack viel zu früh, die Zusammenhänge zwischen den Jugendlichen und dem Mord von vor 30 Jahren erklärt. Das wäre für mich ein super Buchende gewesen, war es aber leider nicht. Und das war dann auch der Punkt, wo sich meine Meinung zu diesem Buch in Negative wendete.
Nach dieser Szene wirkte alles bisher Gelesene für mich auf einmal sehr konstruiert und ich wusste, dass dieser ominöse Fall sich noch über weitere Bände hinweg ziehen würde. Einen „richtigen“ eigenen Fall, der aufgrund von Hinweisen, Beobachtungen und Nachforschungen gelöst wird, habe ich in diesem Buch leider vermisst. Es gab zwar eine Art Fall um Mason, doch da bekam ich als Leser alles direkt passend ohne Wirrungen auf einem Silberteller serviert ohne mitraten zu können oder am Ende wirklich einen greifbaren Täter präsentiert zu bekommen. Stattdessen löste sich Masons Problem am Ende einfach quasi von selbst. Da wäre meiner Meinung nach echt mehr Potential drin gewesen, aber für die 126 Seiten war das schon echt ein solider Start! Nur den Titel des Buches kann ich bis jetzt nicht deuten. Denn wer oder was jetzt genau mit dem „lautlosen Schrei“ gemeint ist bleibt doch ziemlich offen.


Die Grundidee und die Charaktere haben mir bei diesem doch sehr kurzen Buch ausgesprochen gut gefallen. Leider wirkte die Story ziemlich künstlich und konstruiert, es lief einfach alles zu glatt und auch die Spannung ging bei mir nach der „Veranda-Szene“ leider verloren. Ich sehe diesen Band aber auch als Auftakt einer Reihe und dafür war das Buch wirklich solide!

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Büchern!

  

Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!


[Aktion] Gemeinsam Lesen 21.03.2017 #8


Bei der wöchentlichen Aktion "Gemeinsam Lesen" werden von Schlunzen-Bücher jeden Dienstag drei Fragen gestellt, die sich jede Woche wiederholen. Dazu gibt es dann noch eine zusätzliche Frage, die sich rund ums Thema Bücher dreht.

Durch diese Aktion kann ich euch einmal in der Woche darüber auf dem Laufenden halten was ich aktuell lese :) 
Ich nehme heute natürlich gerne wieder an dieser Aktion teil und freue mich sehr auf diese Fragen. 
Los geht's!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Ich lese gerade im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks das Buch "Smoke" von Dan Vyleta. Aktuell bin ich auf Seite 137 von 612. Ich habe also noch ein ganzes Stück vor mir, denn dieses Buch ist wirklich ein Brocken! Wie es mir so gefällt kann ich gerade noch noch sagen, da bin ich mir noch nicht so sicher. 

Klappentext
"Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ..." (Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Smoke/Dan-Vyleta/carls-books/e500819.rhd ) 


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

" "Ich erledige das schon", sagte er. "Ruh du dich aus" "


3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?


Dieses Buch klingt von der Grundidee wirklich echt gut. Leider habe ich jetzt nach den ersten 100 Seiten immer noch keine wirkliche Ahnung von der Story und auch die Charaktere konnten in meinem Kopf noch keine Gestalt annehmen, geschweige denn mir sympathisch zu werden. Ich hoffe da jetzt sehr auf die folgenden Kapitel, dass mich die beiden Jungs Thomas und Charlie von sich überzeugen können! ;) 


4. Gibt es ein Buch, das du mochtest, mittlerweile aber nicht mehr? Warum?


Ich bin eigentlich ein Mensch, der sich meinungstechnisch bei Büchern nach dem Lesen recht schnell entscheidet und dann auch bei seiner Meinung bleibt. Ich kann mich eigentlich immer sehr gut festlegen, ob ich ein Buch mag, oder eben auch nicht und behalte dann auch diese Meinung.
Wo es passieren kann, dass ich Bücher zuerst mag, und dann nicht mehr ist während des Lesens. Wenn in der Story plötzlich Wendungen passieren, mit denen ich gar nicht einverstanden bin, z.B. weil sie nicht logisch sind, dem eigentlichen Charakter der Figur total widersprechen oder wenn die Spannung auf die weitere Handlung flöten geht. Dann passiert es durchaus, dass sich meine Meinung auch mal ändern kann. Ich gebe trotzdem jedem Buch eine faire Chance ;) 



Wie sieht das bei euch auch? Und was lest ihr gerade? 
Ich freue mich sehr auf eure Kommentare! :)

Viele liebe Grüße,
Sabrina

11. März 2017

Rezension zu „X.Tra – 28 Tage die alles verändern“ von Stephen Wallenfels

Ein harmloses Endzeitszenario

© Boje Verlag

Titel: X.Tra – 28 Tage die alles verändern
Autor: Stephen Wallenfels
Seiten: 284
Genre: Endzeit, Sci-Fi
Reihe: Nein

gelesenes Format: HC

„Washington: Josh, 15, wird von einem ohrenbetäubenden Lärm aus dem Schlaf gerissen. Am Himmel schweben riesige Kugeln und lauern auf alles, das sich bewegt. Sobald ein Mensch die Straße betritt, wird er mit einem Blitz vernichtet. Josh und sein Vater sind eingesperrt, während langsam ihre Vorräte zur Neige gehen ... Los Angeles: Die 12-jährige Megs wartet im Parkhaus eines Hotels auf ihre Mutter - als am Himmel die schwarzen Kugeln auftauchen. Von einer Minute auf die andere herrscht die reine Zerstörung. Megs ist auf sich allein gestellt und kämpft schon bald ums schiere Überleben ...“ (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Stephen-Wallenfels/X-TRA-569563332-w/)

Bei diesem Buch war ich sehr neugierig was mich wohl erwarten würde. Denn 1. lese ich nicht so viele Endzeitszenarien und 2. klingt der Klappentext zwar super spannend, gibt aber noch kaum Hinweise zur Handlung. 
Voller Vorfreude habe ich dann angefangen zu lesen. Das Buch ist in zwei Erzählstränge eingeteilt, die sich kapitelweise abwechseln. Wir treffen auf den 15 jährigen Josh und seinen Vater, sowie die 12 Jährige Megs, die beide, ebenso wie die gesamte restliche Menschheit plötzlich von einer Alieninvasion überrascht wird.
Vom Schreibstil war zunächst von dem Schreibstil sehr angetan. Er ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen. Besonders gut fand ich es, dass die Erzählweise jeweils dem Alter der Protagonisten angepasst wurde, indem die Wortwahl und die Gedankengänge ein bisschen modifiziert wurden. Das war zu Beginn ganz hilfreich um die Protagonisten näher kennen zu lernen. Und bei Joshs Geschichte wurde das auch bis zum Ende hin gut durchgezogen. Nur bei Megs hat es nicht so gut funktioniert. Wo wir auch gleich bei ihrem Charakter sind, der für mich, im Gegensatz zu dem von Josh, ziemlich unstimmig ist.
Megs ist laut Klappentext 12 Jahre alt, wirkt in der Geschichte von ihren Gedanken und Handlungen mal wie acht und mal wie 16 Jahre. Für mich waren diese Schwankungen eher ein Hindernis beim Erschließen dieses  Charakters, weil ich sie eigentlich zu Anfang sehr gerne mochte, aber im Verlauf nicht richtig schlau aus ihr wurde. Auch ihre Reaktion auf die Alieninvasion fand ich eher unglaubwürdig, da sie doch sehr gelassen war und mit allen Situationen angesichts ihres Alters sehr souverän umgegangen ist.
Josh hingegen hat mir da schon besser gefallen. Er war durch und durch ein typischer Teenager mit erwachsenen Zügen. Bei ihm passte alles gut zusammen, sodass ich schneller einen Zugang zu ihm fand und die Kapitel mit seiner Geschichte lieber gelesen habe. Sein Charakter hatte Potential, zeigte aber während der Story zu wenige verschiedene Facetten und war so auch nur mäßig interessant.

Kommen wir nun leider zu meinem großen Kritikpunkt nämlich dem Handlungsverlauf und der Spannung.
Die Grundidee der Story, dass plötzlich unbekannt Flugobjekte überall auftauchen, sodass man seine Wohnung nicht mehr verlassen kann, ohne von den Raumschiffen weggebeamt/aufgelöst (man weiß es nicht so genau) zu werde, fand ich nämlich sehr spannend. Nur die Umsetzung ließ leider zu wünschen übrig.
Bei Protagonisten kämpften um ihr Leben. Wobei das Wort „kämpfen“ hier irreführend klingt denn das klingt nach Spannung. Und genau das ist es, was mich leider so enttäuscht hat, nämlich dass das Potential für eine Geschichte voller Spannung durchaus gegeben war, aber dass nichts von diesem Potential genutzt wurde. Wir begleiten Josh und seinen Vater, wie sie ihre Nahrung einteilen, Spiele spielen, wenig miteinander reden und Megs wie sie in einem Parkhaus in anderen Autos nach Essen sucht. Ab und zu versucht der Autor die Spannung durch Zwischenfälle zu steigern, aber bei mir wollte beim Lesen einfach kein Gefühl von Spannung aufkommen.

Ein Endzeitszenario, von dem ich mir leider deutlich mehr versprochen habe. Die Grundidee und der Schreibstil haben mir richtig gut gefallen, aber leider ist die Umsetzung meiner Meinung nach nicht gut gelungen. Die Charaktere waren zu einseitig und zu unstimmig und die Geschichte leider einfach zu langweilig für mich. Schade.

Ich vergebe nur 2 von 5 möglichen Büchern :(

 
  
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10. März 2017

Rezension zu „Die Dämonenakademie – Der Erwählte“ von Taran Matharu

Komm mit auf ein magisches wundervolles Abenteuer!

© Random House - Heyne fliegt Verlag

Titel: Die Dämonenakademie – Der Erwählte
Autor: Taran Matharu
Seiten: 496
Genre: Fantasy
Reihe: Ja, Band 1

gelesenes Format: Broschiert

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem Heyne fliegt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

„Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Daemonenakademie-Der-Erwaehlte/Taran-Matharu/Heyne-fliegt/e474786.rhd)

Nach vielen Jugendbüchern brauchte ich mal wieder ein bisschen Abwechslung und da kam mir dieses Buch aus dem Genre Fantasy gerade recht. Ich war, was das Genre angeht sehr gespannt, da ich schon länger nichts mehr aus dem Fantasy-Bereich gelesen habe. Umso größer war dann auch meine Vorfreude.
Das Cover hat mich bei diesem Buch auch wiedermal direkt angesprochen. Ein magisches Zeichen, ein mysteriöser und geheimnisvoller Junge mit einem Pentagramm-Tatoo in der Hand und um den Hals ein kleiner süßer Mini-Drache. Sah gut aus. Und auch der Klappentext klang für mich sehr ansprechend, da ich für eine Geschichte voller Abenteuer und spannender Erlebnisse immer zu haben bin.

Und der Klappentext hält definitiv, was er verspricht. Denn in dieser Geschichte taucht man von der ersten Seite an in eine Welt ein, in der Menschen gegen Orks Krieg führen, Zwerge sich langsam ihre Rechte erkämpfen und Elfen einen schwierigen gesellschaftlichen Stand haben. Klingt alles ein bisschen nach High-Fantasy, aber das ist es nicht. Und gerade das gefällt mir an diesem Buch so sehr, nämlich dass es zwar diese verschiedenen Gruppierungen gibt aber dass es alles nicht übermäßig surreal wirkt. Es ist vielmehr eine Welt, die sehr natürlich wirkt und in der man sich auf Anhieb zurecht findet.
Das liegt vor allem am dem brillanten Schreibstil von Taran Matharu. Es gelingt ihm dem Leser seine neu konstruierte Welt nahe zu bringen ohne stark erklärend zu wirken, indem er die wichtigen Zusammenhänge und historischen Kontexte geschickt in die Handlung, in Beschreibungen und in die Dialoge mit einfädelt. Auch die zahlreichen Schauplätze sind mit treffenden Worten so gut beschrieben, dass man sie sich echt gut vorstellen kann und so beim Lesen einfach noch näher am Geschehen ist. Das machte dieses Buch für mich zu einem echten Lesevergnügen.

Kommen wir nun zur eigentlichen Story. Wir machen direkt zu Beginn die Bekanntschaft mit dem Protagonisten Fletcher. Er ist ein 15-jähriger Waisenjunge, der eine Lehre als Hufschmied macht und es in der Stadt nicht immer so einfach hat.  Durch seine freundliche und offene Art war er mir direkt sympathisch und ich habe sofort mit ihm mit gefiebert, weil Fletcher direkt zu Beginn schon in einige Schwierigkeiten gerät, aus denen sich schnell ein großes spannendes Abenteuer entwickelt. Das war auch etwas, dass mir bei dieser Geschichte besonders positiv aufgefallen war. Denn anstelle lange einzuleiten und viele Seiten mit unnötigen Infos zu verschwenden geht es hier direkt mit viel Handlung und auch vielen spannenden Elementen los. Und das ist genau nach meinem Geschmack, denn ich liebe viele Wendungen und Überraschungen, die mich an die Geschichte fesseln und dazu führen, dass ich das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen möchte. Genau das hat dieses Buch bei mir geschafft, denn das Spannungslevel blieb nicht nur am Anfang, sondern auch während der weiteren Geschichte bis zur letzten Seite konstant hoch!
Aber zurück zu Fletcher, dessen Weg ihn schließlich, nach einer eher versehentlichen Dämonenbeschwörung zur Dämonenakademie führt. Dort lernt er und damit auch wir viele weitere interessante Charaktere kennen. Die Schüler an der Akademie sind in Adelige und Bürgerliche unterteilt. An dieser Stelle wird ein bisschen mit Klischees gespielt, ohne es aber zu übertreiben. Denn die Adeligen benehmen sich entsprechend ihres Standes, vor allem gegenüber den Bürgerlichen. Sie sind sehr unsympathisch, hochnäsig und machen keinen Hehl daraus, dass sie nichts von den Bürgerlichen, und sich selbst für etwas Besseres halten.
Ich fand das echt total spannend die vielen unterschiedlichen Charaktere kennenzulernen.
Besonders der Zwerg Othello, zu dem Fletcher schnell eine Freundschaft aufbaut, hat mir gut gefallen. Er ist ein starker Charakter, der sich nicht unterkriegen lässt, loyal und gewissenhaft ist. Er kämpft für die Anerkennung der Zwerge und setzt sich für den Frieden ein.
Neben den Charakteren gibt es auf der Akademie aber für den Leser noch viel mehr zu entdecken. Jeder der Schüler besitzt nämlich einen Dämon, mit dem er verbunden ist. Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine einzige Art, ganz im Gegenteil.
Der Autor hat sich an dieser Stelle nochmal besonders viele Gedanken gemacht und eine Vielzahl von Dämonen kreiert, die er für den Leser sogar alle im Anhang des Buches ausführlich und detailliert klassifiziert und auch zeichnerisch dargestellt hat. Ich fand dieses Gadget am Ende wirklich total hilfreich und es hat mir zusätzlich Spaß gemacht ab und zu mal hinten nachzuschauen, zu wem welcher Dämon gehört, wer wie stark ist und welcher Fähigkeiten sie so haben.
Denn besonders zum Ende des Buches hin nehmen die Dämonen eine zunehmend wichtige Rolle ein und es wird noch einmal so richtig spannend.
Es kommt zu einem großen actionreichen und spannenden Showdown, der mich nochmal so richtig fesseln konnte. Und als man dann denkt es kommt die Schlusszene… ja was dann noch passiert, das müsst ihr wohl selbst lesen ;)

Ein Buch, dass es nach längerer Zeit mal wieder geschafft hat mich restlos zu begeistern! Es war voller toller Charaktere und Kreaturen, spannender Momente, einer Menge Action und einer kräftigen Portion Magie! Eine Geschichte über Freundschaft, Loyalität, Krieg und Friede, die ich jedem empfehlen kann, der gerne in andere Welten eintaucht! Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Band, der im Mai erscheint!

Ich vergebe 6 von 5 möglichen Büchern, weil hier einfach alles gestimmt hat! <3

     
  

Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!

8. März 2017

Rezension zu „17- Das erste Buch der Erinnerung“ von Rose Snow

Visionen und Erinnerungen

© Rose Snow

Titel: 17- Das erste Buch der Erinnerung
Autor: Rose Snow
Seiten: 278
Genre: Romantasy, Jugend
Reihe: Ja, Band 1

gelesenes Format: Taschenbuch

„Seit Jo denken kann, zieht sie mit ihrem Vater von Ort zu Ort, fast, als wären sie auf der Flucht. Als er ihr eröffnet, dass sie nun ausgerechnet im nasskalten Hamburg sesshaft werden sollen, hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Bis sie in ihrer neuen Schule zwei gutaussehenden Jungs begegnet, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Adrian, der Jo bewusst auf Distanz hält, und Louis, der sich offensichtlich für sie interessiert. Die zwei Jungs verbindet eine geheimnisvolle Rivalität, die Jo nicht zu deuten weiß – aber noch weniger versteht sie, was gerade mit ihr selbst los ist. Was für Bilder tauchen plötzlich in ihrem Kopf auf? Hat sie Halluzinationen? Oder sind das tatsächlich fremde Erinnerungen, in die sie kurz vor ihrem 17. Geburtstag auf einmal blicken kann?“ (Quelle: http://www.rosesnow.de/17-2/)

Ein ganz <3- liches Dankeschön an das Autorenteam RoseSnow, die mir freundlicherweise dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

Die beiden Autorinnen, die bereits die bereits großen Erfolg mit ihrer Reihe „Acht Sinne“ haben, starten mit dem Buch „17- Das erste Buch der Erinnerung“ ein neues Projekt. Geplant ist diese neue Reihe als Trilogie.

Als ich das das Buch das erste Mal in den Händen hielt war ich sowas von entzückt, denn das Cover ist von der gesamten Aufmachung einfach wundervoll gestaltet! Ich bin so verliebt in dieses kräftige Blau und die sehr gut dazu passenden Ornamente.
Und auch der Titel konnte mich sofort für mich gewinnen, da die Zahl 17 meine absolute Lieblingszahl ist! Dementsprechend stieg aber auch sogleich meine Erwartungshaltung an die Story etwas und ich war richtig gespannt. Ich begann also schnell mit dem Lesen und kam auch, dank des herrlich lockeren und flüssigen Schreibstil gut voran.

Direkt zu Anfang der Geschichte lernen wir die Protagonistin Jo kennen. Sie zieht mit ihrem Vater ins verregnete Hamburg und ist damit nicht wirklich glücklich. Denn der Umzug bedeutet für Jo wieder einmal neue Freunde finden, eine neue Schule besuchen und sich das Leben neu aufzubauen.
Auf ihrer neuen Schule macht sie erste Bekanntschaften mit netten und nicht ganz so netten Mitschülern. Unter anderem wird sie auch mit einem Sunnyboy und einem Badboy konfrontiert, die sie beide ziemlich interessant findet. Für mich waren diese Begegnungen und dieses für ein Jugendbuch durchaus typische Setting einfach ein bisschen zu klischeehaft. Zum Glück konnte sich die Story dann aber schnell von ähnlichen Geschichten abheben, da Jo plötzlich in ihrem Alltag immer wieder Visionen bekam, die sie ziemlich aus der Bahn geworfen haben.
Dieser Mystery-Aspekt tat der Geschichte wirklich unglaublich gut und machte die Geschichte für mich erst so richtig spannend! Denn mit so einer plötzlichen Veränderung muss man ja auch erst mal umgehen.
Jo gefiel mit dabei als Protagonistin von Anfang an wirklich gut, da sie bei allem was sie tat sehr authentisch wirkte. Ich konnte ihre Abneigung gegen den Umzug gut verstehen und habe sie für ihre Souveränität bewundert mit der sie sich, auch im Verlauf der Handlung mit neuen Situationen und Lebensumständen arrangiert. Mit Jo habe ich mich sehr verbunden gefühlt und konnte mich gut in ihre verschiedenen Gefühlslagen hineinversetzen. Wie begleiten sie im Verlauf der Geschichte und erfahren nach und nach immer mehr über ihre Vergangenheit und über ihre besondere Gabe. Ich fand es schön, dass man die Fähigkeit quasi gemeinsam mit ihr entdecken und Zusammenhänge erschließen kann. Vieles blieb aber bis zum Ende hin ein Mysterium.

Neben Jo spielen zwei weitere Charaktere eine besonders wichtige Rolle. Denn wie bereits vorhin erwähnt liegt der Fokus in der Geschichte vor allem auf dem Sunnyboy Louis und dem Badboy Adrian. Die beiden haben Jos Aufmerksamkeit schnell auf sich gezogen denn sie macht sich quasi permanent einen Kopf um die beiden, was ich persönlich nicht ganz nachvollziehen konnte, zumal Jos Leben gerade ja mit genug anderen Problemen und Herausforderungen zugestopft ist.
Ich weiß auch nicht, ich konnte mit den beiden sehr gegensätzlichen Charakteren nicht wirklich was anfangen.
Louis ist ein freundlicher, netter, stets gut gelaunter Junge, der für mich aber einfach einen Tacken drüber war mit seiner Freundlichkeit. Ja, er war mir zu offensichtlich freundlich.
Adrian dagegen war mit seiner schweigsamen, abweisenden, mysteriösen Art ein sehr klischeehafter Buchcharakter, aber irgendwie fand ich ihn sympathisch. Ich mochte seine Art sich im Hintergrund zu halten. Das machte ihn für mich deutlich interessanter als Louis.
Trotz der kleinen Sympathien konnte ich bis zur letzten Seite irgendwie nicht so richtig mit den Beiden warm werden. Und auch meine Meinung der gesamten Handlung gegenüber war ich zwiegespalten. Die Grundidee mit den Visionen hat mir nämlich richtig richtig gut gefallen! Aber was mir im Verlauf der Story irgendwie gefehlt hat war die „wirkliche“ Spannung und Action. Die Geschichte war für meinen Geschmack insgesamt einfach zu ruhig. Es wirkte nicht wie eine „richtige“ Story, sondern mehr wie ein sehr sehr langer Prolog an dessen Ende sich in Band 2 dann die eigentliche Handlung anschließt.
Das fand ich wirklich sehr schade, denn durch die fehlende Spannung ging für mich auch der Spaß am Buch etwas verloren, weil mich die Story einfach nicht wie erhofft wirklich fesseln konnte und ich nicht Bedürfnis hatte unbedingt wissen zu wollen wie es weitergeht.

„17- Das erste Buch der Erinnerung“  war für mich eine schön geschriebene Geschichte mit einer tollen Grundidee, die mich von ihrer Umsetzung her aber leider nicht so ganz von sich überzeugen konnte, da sie auf mich mehr wie ein langer Prolog wirkt, bei dem ich die Spannung und die Action vermisst habe. Ich denke dass die Idee aber ein großes Potential hat, ausbaufähig ist und die Spannung dann im 2. Band verstärkt aufkommen wird.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Büchern!

  


Mehr  Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!

7. März 2017

Meine Neuzugänge 02.2017

Meine Neuzugänge



Ein neuer Monat ist angebrochen und damit heißt es wieder: Zeit für meine Neuzugänge! Ich bin selbst immer wieder total erstaunt, wie viele da zusammen kommen. 
Im Februar sind sage und schreibe 23 Bücher hinzu gekommen. Davon ist ein Buch ein Reziexemplar, ein ertauschtes Buch und der Rest ist mein Buchgewinn vom FISCHER Verlag. Mit dabei sind unter anderem auch ein Malbuch, wenn ich mal keine Lust habe zu lesen und ein Kinderbuch, dass ich in meiner Arbeit mit Kindern gut anwenden kann. 

Ich liste sie jetzt mal für euch auf: 


TB:
1. Steven James: Das tote Mädchen
2. Eva Siegmund: Pandora- Wovon träumst du?
3. Kerby Rosanes: Animorphia
4. Daryl Gregory: Afterparty
5. Kiera Cass: Siren
6. Eve Silver: RUN! - Das Spiel
7. Eve Silver: KILL- Das Spiel
8. Matthew J. Kirby: An Assassin's Creed Series. Last Descendants. Aufstand in New York
9. Christina Stein: Wonderland
10. Gabrielle Zevin: Bitterzart
11. Gabrielle Zevin: Edelherb
12. Gabrielle Zevin: Extradunkel
13. Kiera Cass: Selection Stories 1 - Liebe oder Pflicht
14. Kiera Cass: Selection Stories 2 - Herz oder Krone



Das waren meine Neuzugänge aus dem Februar! Welche Bücher sind bei euch neu eingezogen? Kennt ihr schon Bücher von meinen Neuzugängen? Welche könnt ihr mir empfehlen?