4. Februar 2016

Rezension zu „Erebos“ von Ursula Poznanski

Kannst du das Spiel besiegen?
© Loewe Verlag


Titel: Erebos
Autor: Ursula Poznanski
Seiten: 488
Genre: Jugend, Spannung
Reihe: Nein

gelesenes Format: Taschenbuch

„In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht - Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos - bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen ...“
(Quelle: http://www.ursula-poznanski.de/buecher/13328-erebos/)
Ich hatte bereits einiges von diesem Buch gehört und war wirklich gespannt, was mich erwartet.
Den Klappentext fand ich persönlich sehr ansprechend, da ich zwar selbst keine Spiele an Konsolen spiele, aber liebend gerne Anderen dabei zuschaue :P
Zudem bin ich immer gespannt, wenn ein Buch mit einem Preis wie dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet ist. Ob dieses Buch dem Preis gerecht wird?

Ich nehme es mal vorweg: Ich finde JA! Dieses Buch hat diesen Preis echt verdient.

Das Computerspiel Erebos lässt den Leser in die Welt des PC Rollenspiels eintauchen. Dabei wird die Wirklichkeit im Buch immer mit einbezogen, da die Spieler auch Aufgaben im realen Leben erfüllen müssen um nicht zu sterben im Spiel. Denn es gibt die Regel, dass man nur eine Chance hat dieses Spiel zu spielen und wenn man im Spiel stirbt ist das Spiel für den Spieler vorbei.

Der Leser verfolgt in dem Buch den Spieler Nick eine ganze Weile bis er einen Auftrag bekommt, den er nicht ausführen möchte. Beim Lesen wird man so in den Rhythmus des Buches reingezogen, und das fand ich genial. Ich habe immer an den Stellen Lesepause gemacht, als Nick das Spiel wegen den realen Aufgaben nicht weiterspielen konnte. Es war wie eine eigene kleine Sucht, dass man das Buch nicht lange irgendwo liegen lassen konnte. Man MUSSTE es einfach weiter lesen und schauen wie ich die ganze Sache entwickelt.
Dabei finde ich diesen Wechsel zwischen London und der virtuellen Computerwelt von Erebos sehr hilfreich, weil man den Nervenkitzel und die Spannung so richtig gespürt hat.
Auch Nicks Gefühle wurden sehr gut dargestellt. Man merkt seine steigende Sucht und auch dieses beklemmende Gefühl in der Zeit, nachdem er den Auftrag verweigert.
Eine ebenso wichtige und mir direkt sehr sympathische Rolle war Nicks Mitschülerin Emely, die lange Zeit nichts von diesem Spiel wissen wollte und so ganz dezent mit Nick mit der Zeit anbändelt (aber alles in sehr gesunden Maßen).

Ich fand die Thematik beim Lesen sehr spannend und man hat richtig gefühlt, wie sich Gamer und auch viele Jugendlichen heutzutage wohl fühlen wenn sie der Spielsucht verfallen.
Das hinter den ganzen kleinen und teilweise unsinnigen Aufgaben ein tieferer Sinn steht, ist dem Leser zwar bewusst, das gesamte Ausmaß und das eigentliche Ziel werden aber erst am Ende aufgelöst und die Puzzleteile fügen sich zu einem überraschenden Gesamtbild zusammen. Ich fand die Auflösung und das Finale am Ende wirklich gut und stimmig.


Mir hat das Buch super gut gefallen und ich kann es nur jedem weiterempfehlen, der Spaß an guter Jugendliteratur mit viel Spannung hat!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!

    


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