27. Februar 2022

Rezension zu „Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht“ von Marie Graßhoff

Übermenschliche Stärke – doch zu welchem Preis?


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
lübbe Verlag
Titel: 
Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht
Autorin: Marie Graßhoff
Seiten: 525 Seiten
Genre: Urban Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja, Band 1, aber unabhängig lesbar


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der bloggerjury und insbesondere dem Bastei Lübbe Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Tycho ist als Nachfahrin alter Götter übermenschlich stark. Besonders, wenn sie Alkohol trinkt. Nicht schlecht, um sich als Barkeeperin in New York gegen zwielichtige Typen zu behaupten. Damit niemand von ihrer Herkunft erfährt, muss sie selbst ihren Kindheitsfreund Logan auf Distanz halten. Doch dann taucht die gutaussehende Grayson auf und behauptet, ihr Geheimnis zu kennen. Und als Tycho kurz darauf von einer Sekte entführt wird, die ihre Kräfte für sich beanspruchen will, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Grayson zu vertrauen …“ (Quelle: https://www.luebbe.de/luebbe-belletristik/buecher/fantasy-buecher/hard-liquor/id_8526270 )


*konnte mich leider nicht von sich überzeugen*

Bei dieser Geschichte bin ich sofort neugierig geworden, da die Autorin mit dem Alkoholkonsum ein nicht ganz unkritisches Thema aufgreift und ich unbedingt wissen wollte, wie sie dies für den Lesenden verpackt. Hier fand ich es wirklich ausgesprochen gut, dass es eine Triggerwarnung gab, bevor es losging. Denn auf die Grundlage, dass Alkohol in diesem Buch die Protagonistin Tycho zu einer Heldenfigur mit übermenschlich starken Kräften macht, muss man sich wirklich einlassen wollen. Ich kann da auch echt jeden sehr gut verstehen, für den diese Prämisse einfach nicht akzeptabel ist. Ich habe mich darauf einlassen können, auch wenn ich trotzdem an vielen Stellen sehr kritisch darüber nachgedacht habe. Was ich hier wirklich gut fand, dass die Autorin im Laufe der Handlung immer wieder Radiosequenzen als Szenen eingebracht hat, bei denen das Thema Alkoholismus immer sehr kritisch betrachtet wurde und mehrfach auf Hilfsangebote hingewiesen wurde.

Was mir an diesem Buch hingegen leider gar nicht gefallen hat, war die Handlung an sich.
Der Beginn der Geschichte hat mir dabei noch recht gut gefallen. Ich kam mit dem Schreibstil der Autorin sehr gut zurecht, sodass ich mich sehr schnell auf die Geschichte einlassen konnte. Das Urban Fantasy Setting wurde gut erklärt und ich konnte mir die Schauplätze allesamt sehr gut vorstellen. Leider hatte ich hier das Gefühl, dass sich diese Einleitung bis zur Hälfte des Buches zieht und eine wirklich spannende Handlung irgendwie auf sich warten ließ. 
Es gab für mich irgendwie keinen richtigen roten Faden, der die Handlung bedeutend voran brachte. Alles plätscherte so vor sich hin und es passierte gefühlt nicht wirklich viel. Die Wendungen, die es dann hier und da dann mal gab waren dann für mich auch allesamt leider so vorhersehbar, dass ich zum Teil wirklich mit den Augen gerollt habe und mir dachte „Im Ernst jetzt? Das passiert jetzt wirklich so?“ 
Was mir hier auch aufgefallen ist, dass dies durchaus ein Buch ist, bei dem man den Klappentext nicht kurz vor dem Lesen des Buches lesen sollte, da er quasi den kompletten Handlungsverlauf spoilert, und zwar bis zum Ende der Geschichte und nicht wie bei vielen anderen Büchern nur so die ersten 100 Seiten.

Auch mit der Protagonistin Tycho wurde ich einfach nicht warm. Für mich lagen als Lesende so viele Dinge offensichtlich auf der Hand, die sie meiner Meinung nach einfach hätte erkennen müssen, gerade bei ihrer Vergangenheit und ihren Kernerinnerungen, die sie laut ihrer Aussage immens geprägt haben. Ich glaube das war es am Ende, was mich mit am Meisten an ihr gestört hat. Hinzu kamen einige sehr konträre Szenen, die direkt aufeinander folgten und für mich so gar nicht emotional zusammenpassten.

Tja, was soll ich sagen, das Buch war einfach nicht meins. Ich fand die Grundidee wirklich innovativ und auch kritisch gut in der Geschichte verarbeitet, aber für mich hat sich die Handlung zunächst einfach viel zu wenig entwickelt und wurde dann in der zweiten Hälfte des Buches zu unlogisch. Auch mit Tycho konnte ich leider nicht viel anfangen, da ich emotional einfach nicht an sie herangekommen bin.

Ich vergebe leider nur 2 von 5 möglichen Herzen!

 

Lest fleißig,
eure Sabrina

6. Februar 2022

Rezension zu „Elite Secrets. Herz in der Brandung“ von Jess A. Loup

Was steckt hinter der Fassade?


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Impress Carlsen Verlag
Titel: Elite Secrets. Herz in der Brandung
Autorin: Jess A. Loop
Seiten: 269 Seiten
Genre: Roance 
gelesenes Format: E- Book
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley und insbesondere dem impress Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Als Josie dem smarten Tristan das erste Mal begegnet, küssen sie sich am nachtdunklen Strand von Saint Tropez. Wie sie sich dazu hinreißen lassen konnte, ist Josie ein Rätsel. Denn eigentlich steht sie gar nicht auf braungebrannte Surferboys. Zu allem Unglück stellt sie dann fest, dass Tristan seit kurzem dieselbe Schule besucht wie sie – ein Elitegymnasium, an dem sich die Reichen und Schönen der Côte d’Azur tummeln. Je öfter sich Josie und Tristan nun sehen, desto heftiger fliegen die Funken. Bis Josie klar wird, dass Tristan nicht der ist, der er vorzugeben scheint, und sich zu fragen beginnt, ob hinter der Fassade des strahlenden Sunnyboys nicht jemand mit einer eigenen Agenda steckt. Und warum er ausgerechnet ihre Nähe sucht …“ (Quelle: https://www.carlsen.de/epub/elite-secrets-herz-der-brandung/978-3-646-60762-8 )

*Es konnte mich leider nicht überzeugen*

Auf diese Geschichte habe ich mich wirklich sehr gefreut. Ich fand, dass der Klappentext sehr geheimnisvoll und spannend klang.
Das grundlegende Setting in St. Tropez hat mir auch von Anfang an richtig gut gefallen. Ich hatte direkt dieses Sommer- und Urlaubsfeeling und konnte mir die ganze Szenerie sehr gut vorstellen. Hinzukam, dass es sehr viele eingebaute französische Sätze gab, die zur ganzen Atmosphäre gut passten. Das war für mich persönlich kein Problem, aber ich kann mir vorstellen, dass es für andere Lesende ein bisschen frustrierend sein könnte, wenn man kein Französisch versteht.

Womit ich persönlich allerdings recht schnell große Probleme hatte, war leider die Geschichte an sich. Hier trat die Ernüchterung bei mir recht schnell ein, da mir der Einstieg in die Geschichte zwar recht gut gelang, aber die Handlung durchweg auf der Strecke geblieben ist.

Es gab gerade im ersten Teil der Geschichte zu viele innere Monologe und zu wenig Handlung, die die Geschichte rund um Josie und Tristan ins Rollen hätte bringen können. Stattdessen lag der Fokus vorrangig auf dem Versuch der gegenseitigen Verführung und deren gegenseitiger scheinbarer Anziehungskraft. An sich hätte mich das auch nicht gestört, wenn ich an irgendeiner Stelle das Gefühl gehabt hätte, dass es eine authentische Gefühlsentwicklung ist, die die beiden Hauptfiguren da durchleben. Stattdessen fallen permanent anzügliche Bemerkungen, die ich beim Lesen als ziemlich „drüber“ empfunden habe. Da hätten weniger in der Menge und dafür besser platzierte Äußerungen mir deutlich besser gefallen. Insgesamt wirkte die Entwicklung der Beziehung zwischen Tristan und Josie sehr unauthentisch und ziemlich überhastet, sodass ich den beiden ihre Gefühle leider nicht abgekauft habe und keinerlei Nähe zu den beiden aufbauen konnte. Was mich außerdem gestört hat, waren die übertriebenen vielen gewollt witzigen Wortgefechte, die für mich aber leider nicht witzig waren und die mir viel mehr ein Augenrollen hervorgerufen haben. Auch einige Wortwiederholungen und wiederkehrende Vergleiche führten bei mir dazu, dass ich zunehmend genervt von der Geschichte war.

Ich habe hier einfach die Balance zwischen Charakter- und Handlungsentwicklung vermisst, da ich fand, dass die Handlungsidee wirklich viel Potential mitgebracht hat.

Wie ich immer sage, Geschmäcker sind unterschiedlich, und das ist auch gut so. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte anderen Lesenden sehr gut gefallen könnte, ein Fall war sie leider nicht.

Dieses Buch hat meinen Geschmack leider nicht getroffen. Ich konnte mit der Geschichte einfach nichts anfangen. Die Handlung kam nicht in Schwung und auch den Figuren und deren Beziehung zu einander konnte ich nichts abgewinnen. Der Fokus lag für meinen Geschmack einfach zu viel auf der gegenseitigen Anziehungskraft und zu wenig darauf, dass sich die Beziehung auf eine natürliche Art und Weise entwickelt oder auch das mal etwas handlungstechnisch voran kommt.

Ich vergebe leider nur 2 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina


20. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 20: Rezension zu „Stars Upon Us. Arena der Elemente“ von B.E. Pfeiffer

Stelle dich der Prüfung der Elemente…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Impress Carlsen Verlag
Titel: Stars Upon Us. Arena der Elemente
Autorin: B. E. Pfeiffer
Seiten: 402 Seiten
Genre: Fantasy 
gelesenes Format: E- Book
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley und insbesondere dem impress Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Die Erdkriegerin Emaya kennt nur ein Ziel: an der Prüfung der Elemente teilzunehmen, um mehr über das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters zu erfahren. Als jedoch nicht sie, sondern ihre sanftmütige Zwillingsschwester für die gefährlichen Duelle ausgewählt wird, fasst sie den waghalsigen Entschluss, unter deren Identität anzutreten und zum Haus der Elemente zu reisen. Dort angekommen zieht Emaya ausgerechnet die Aufmerksamkeit des Alphas der verfeindeten Metallkrieger auf sich. Der gefährlich attraktive Dante scheint mehr über die Hintergründe der Kämpfe zu wissen, als er sollte, und ist gewillt sie einzuweihen – falls Emaya sich bereit erklärt, in der Arena zu seiner Spionin zu werden …“ (Quelle: https://www.carlsen.de/epub/stars-upon-us-arena-der-elemente/978-3-646-60764-2 )

*für mich ein Jahreshighlight*

Ich bin beim Lesen im Laufe der letzten Jahre zunehmend kritischer geworden, sodass es für eine Geschichte nicht mehr so einfach ist, mich umzuhauen und so in den Bann zu ziehen, dass sie für mich als Highlight eingeordnet werden kann.

Doch „Stars upon us. Arena der Elemente“ hat dies mit Leichtigkeit geschafft. An dieser Geschichte liebe ich wirklich ALLES!

Das ganze Worldbuilding ist so phantasievoll und voller Details, die aber alle so gut erklärt sind, dass man sie einfach als natürlich gegeben hinnehmen und sich sehr schnell auf die Welt und die Ausgangslage einlassen kann. Ich fand die verarbeiteten Ideen mit den verschiedenen Stämmen, die jeweils unterschiedlichen Elementen zuzuordnen sind und die gegeneinander in Wettkämpfen antreten sollen einfach toll. In meinen Augen bietet so ein Setting immer ein unheimlich großes Potential, da sich so viele vielfältige Möglichkeiten für Situationen ergeben können, bei denen man als Lesender immer ein Gefühl von „Wow, wieder etwas Neues“ hat und es auf diese Weise auch immer spannend bleibt.
Die Handlung verlief auch genau in diesem Stil die ganze Zeit über. Es gab immer wieder Hinweise auf neue Intrigen, sodass der Lesende sich gemeinsam mit den Figuren auf den Weg macht, um diese Rätsel zu lösen und geheime Geschehnisse aufzudecken. Zeitgleich passieren auch vermehrt actiongeladene Szenen, die mich einfach gefesselt und begeistert haben. Der Schreibstil war dabei die ganze Zeit sehr dynamisch und locker, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die Protagonistin Emaya mochte ich von Anfang an total gerne, da ich es immer toll finde, wenn Figuren Charakterstärke aufweisen. Und die hat Emaya auf jeden Fall. Sie hat ihren eigenen Willen, den sie umsetzt mit allen Konsequenzen, ist aber zugleich auch umsichtig und achtet nicht nur auf ihr eigenes Wohl, sondern auch auf das ihrer Mitmenschen. Das habe ich an ihr sehr bewundert und machte sie für mich zu meiner Lieblingsfigur in dieser Geschichte. Neben ihr spielt auch Dante, der Alpha der verfeindeten Metallkrieger eine zentrale Rolle in der Geschichte. Er ist auf den ersten Blick ein Macho, doch diese Fassade trügt. Im Laufe der Handlung zeigt er zunehmend auch andere Wesenszüge, die ihn für mich ziemlich sympathisch gemacht haben. 
Ich fand es schön zu lesen, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden zunächst verfeindeten Clanmitgliedern zunehmen gewandelt hat. Es gab da durchgängig diese gewisse Spannung zwischen ihnen, die beim Lesen sehr deutlich spürbar war und die im Handlungsverlauf eine andere Richtung einschlugen. Das ist der Autorin wirklich fabelhaft gelungen, die ganzen verschiedenen Emotionen, die zwischen den Beiden in der Luft lagen in Worten festzuhalten und dem Lesenden auf eine sehr eindrückliche Weise zu übermitteln.

Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight. Hier hat wirklich alles für mich gepasst. Die Idee mit den verschiedenen Prüfungen, den Kriegern von verschiedenen Elementen und dem Geheimnis das Emaya vor den anderen verbergen muss war einfach großartig. Insgesamt fand ich das Worldbuilding sehr gelungen, da es komplex und gut durchdacht war, ohne kompliziert zu sein. Auch die Haupt- und Nebencharaktere mochte ich allesamt richtig gerne. Ich mochte Emaya als Protagonistin auf Anhieb, da sie sehr ausdrucks- und charakterstark ist und ich von der ersten bis zur letzten Seite mit ihr mitfiebern konnte. Die Spannung war auf einem konstant hohen Level und der Handlungsverlauf war die ganze Zeit sehr abwechslungsreich. Ich wollte immer wissen, welcher Plottwist mich im nächsten Kapitel wohl erwarten würde. Es blieb bis zum Ende hin spannend, sodass ich die Geschichte förmlich inhaliert habe. Eine absolute Herzensempfehlung an alle Fantasyfans, oder die, die es noch werden wollen. Diese Geschichte ist einfach genial!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina


16. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 16: Rezension zu „Nemesis 1: Von Flammen berührt“ von Asuka Lionera

Finde die Wächter und gewinne das Spiel…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Impress Carlsen Verlag
Titel: Nemesis 1: Von Flammen berührt
Autorin: Asuka Lionera
Seiten: 248 Seiten
Genre: Fantasy
gelesenes Format: E- Book

Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley und insbesondere dem Impress Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Evelyn liebt es zu gewinnen und schreckt vor keiner Herausforderung zurück. Auch nicht, als sie von einer Göttin auserwählt wird, um in deren Namen als Hüterin in einem ewig währenden Wettstreit anzutreten. Von einem Moment auf den anderen befindet sich die impulsive Gamerin mitten in einer fantastischen Welt. Ihre Aufgabe klingt einfach: Finde deine vier Wächter, besiege die feindlichen Hüter und erwecke die Göttin Gaia. Doch was als Spiel beginnt, wird für Evelyn schnell gefährlicher Ernst. Je länger sie an diesem fremden Ort verweilt, desto mehr verschwimmen für sie die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Und dann ist da noch Lucian, der ihr Herz mit seinem intensiven Blick vollkommen aus dem Takt bringt ...“
(Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/nemesis-1-von-flammen-beruhrt/978-3-551-30369-1 )


*so viele coole Ideen vereint*

Dieses Buch konnte mich vor allem durch den Klappentext neugierig machen, denn die Storyidee, dass eine Gamerin sich nicht mehr ausloggen kann und plötzlich in einem Spiel feststeckt und sich daraus ein gefährliches und spannendes Abenteuer entwickelt, bei dem sie vier Wächter finden muss, fand ich absolut genial.

Was die Handlung angeht konnte mich das Buch auch komplett von sich überzeugen!
Das rasante Handlungstempo und die Vielfältigkeit der Welt haben mich wirklich begeistert. Es passiert Vieles Schlag auf Schlag und es gab immer wieder neue Wendungen, neue Orte, Personen und Herausforderungen, dass es durchgängig sehr spannend blieb.
Man merkte hier sehr deutlich, wie viel Phantasie und Kreativität die Autorin in diese Geschichte gesteckt hat. Ich konnte mir alles so gut vorstellen und richtig in die Geschichte eintauchen und hatte einfach viel Spaß an der Welt. Ein bisschen schade fand ich, dass das zugrunde gelegte Gamingsetting mit dem Voranschreiten der Story immer mehr in den Hintergrund gerät und mehr Mittel zum Zweck war. Hier hätte ich mir noch mehr Bezüge gewünscht z.B. irgendwelche Programmierfehler, Bugs, Verbindungsprobleme oder so.
Ich fand es aber insgesamt sehr cool, dass Eve eine sehr erfolgreiche Zockerin ist und damit nicht ins Bild ihrer Eltern passt. Das machte sie für mich zu einem sehr interessanten Charakter, da sie es ihnen zwar irgendwie recht machen will, aber dennoch ihre Leidenschaft lebt.
Eve war in meinen Augen ein echt cooler Charakter. Sie ist eine toughe Frau, die sich nicht alles gefallen lässt und ihren eigenen Kopf hat. An einigen Stellen konnte ich ihre Handlungen und Reaktionen allerdings nicht ganz nachvollziehen, da sie für mich ein bisschen drüber waren. Insgesamt kann ich aber darüber hinweg sehen, weil sie mir einfach so sympathisch ist.

Mit den männlichen Charakteren konnte ich leider nicht so viel anfangen. Ich weiß tatsächlich gar nicht genau, warum ich keinen Zugang zu ihnen finden konnte. Auch wenn sich Lucien viel Mühe gegeben hat, wollte der Funke einfach nicht zu mir rüber springen.

Für den Auftakt fand ich den ersten der vier Bände der Nemesis Reihe wirklich gut. Man taucht in eine sehr detailliert ausgedachte Welt ein und erlebt mit Eve ein rasantes, spannungsgeladenes und vor allem auch actionreiches Abenteuer. Die Geschichte hat mich wunderbar unterhalten, sodass ich mich schon sehr auf den 2. Band freue.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

   

Lest fleißig,
eure Sabrina


15. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 15: Rezension zu „Hotel der Magier (Hotel der Magier 1)“ von Nicki Thornton

Checke ein ins Hotel der Magier…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Hotel der Magier 
Autorin: Nicki Thornton
Seiten: 288
Genre: Kinderbuch, Krimi, Magie 
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein herzliches Dankeschön!

Klappentext:
„Gemüse schnippeln, Törtchen aus dem Ofen holen, Gelee umrühren. Küchenjunge Seth hat alle Hände voll zu tun. Denn im abgelegenen Hotel Zur letzten Chance werden besondere Gäste erwartet. Mit ganz speziellen Wünschen und kleinen Geheimnissen. Seth muss sich richtig ins Zeug legen, damit das Willkommensdinner kein Reinfall wird. Doch dann geschieht etwas Schreckliches: Der nette Dr. Thallomius stirbt. Vergiftet durch die Nachspeise – und die hat Seth zubereitet. Auch wenn ihn alle für schuldig halten, Seth hat mit diesem fiesen Mord nichts zu tun. Also muss er selbst ermitteln und mehr über dieses seltsame Treffen der Magier herausfinden.“ (Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/hotel-der-magier-hotel-der-magier-1/978-3-551-52116-3 )


*ein toller Kinderkrimi mit einer guten Portion Magie*

Auf diese Geschichte bin ich zunächst durch das wunderschöne und sehr ansprechende blaue Cover aufmerksam geworden, dass einen direkt neugierig macht und einlädt, ins Hotel der Magier einzuchecken.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir super unkompliziert, da der Schreibstil alle Szenen sehr anschaulich und mit ausreichend Details beschreibt, sodass ich mein Kopfkino problemlos anwerfen und mich sehr gut in die Geschichte hinein fühlen konnte.
Auch wenn die meisten Ereignisse in meinen Augen vorhersehbar waren und die Geschichte einige Logikfehler beinhaltete, hatte ich dennoch eine Menge Spaß und ein sehr angenehmes, leichtes, unterhaltsames und lustiges Leseerlebnis. Ich denke, dass die Logikfehler den jüngeren Lesenden auch nicht so enorm auffallen werden wie mir als Erwachsene, die schon zig Bücher gelesen hat und da auch einfach ein kritischeres Auge drauf hat.
Die Figuren, denen man in diesem verrückten Hotel begegnet haben nicht nur sehr lustige Namen, sondern sind allesamt so urig und einzigartig, dass man sie einfach direkt ins Herz schließen muss. Allen voran Seth, dem Küchenjungen des Hotels. Ihn mochte ich direkt von Anfang an sehr gerne. Gemeinsam mit ihm erlebt man ein tolles und spannendes Abenteuer und erlebt einen Krimi mit einer guten Portion Magie und vielen sehr cool ausgedachten Details. Insgesamt ist „Das Hotel der Magier“ eine sehr schöne Geschichte, die Kinder mit Sicherheit begeistern wird.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!


 

Lest fleißig,
eure Sabrina

14. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 14: Rezension zu „Das Hotel der Erinnerung“ von Chelsea Bobulski

Ein Mysterium jagt das nächste…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag 
Titel: Das Hotel der Erinnerung
Autorin: Chelsea Bobulski
Seiten:  352
Genre: Jugendbuch, Thriller, Mystery
gelesenes Format: Broschiert
Band einer Reihe: Nein

Klappentext:
„Als die 16-jährige Nell mit ihrem Vater in das Grand Winslow Hotel zieht, hofft sie die dunklen Jahre nach dem Tod ihrer Mutter endlich hinter sich lassen zu können. Das opulente Resort scheint der perfekte Ort für einen Neuanfang zu sein. Doch dann tauchen an den Wänden plötzlich mysteriöse Nachrichten auf. Und Nell wird von Albträumen geplagt, die schlimmer sind als je zuvor. Alles deutet auf eine Tragödie hin, die sich vor Jahrzehnten an diesem Ort ereignet hat. Kann Nell mit Hilfe des Hotelangestellten Alec verhindern, dass sich die schrecklichen Ereignisse wiederholen?“ (Quelle: https://www.carlsen.de/mobi/das-hotel-der-erinnerung/978-3-646-93009-2 )


*mehrere Mindblowing-Momente*

Auf dieses Buch war ich sehr neugierig, da der Klappentext auf eine äußerst mysteriöse Geschichte hoffen lässt. Und ich kann sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Angefangen bei dem tollen Schreibstil der Autorin, der so flüssig und angenehm war, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ich kam sofort gut in die Geschichte rein und fand die kreierte Atmosphäre wirklich genial. Bei Lesen hatte ich immer wieder so unbehagliche Gefühle, weil einfach so viele mysteriöse Dinge im Hotel vor sich gehen und man permanent mit rätselt und nach Erklärungen für das alles sucht.

Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen erfährt man etwas aus dem Leben von Lea, einem Mädchen, das 1905 einer Tragödie zum Opfer fiel. Leas Geschichte fand ich sehr spannend, da sie mich sehr berührt hat und ich sie bewundert habe für ihre charakterliche Stärke.
Auf der zweiten Zeitebene lernen wir Nell kennen, die im Jahr 2015 mit ihrem Vater von Hotel zu Hotel zieht und nun im Grand Winslow Hotel neu anfangen möchte. In diesem Hotel gehen aber schon bald merkwürdige Dinge vor sich, die Nell vor viele Geheimnisse und Rätsel stellt. Als Figur mochte ich von Anfang an sehr gerne, da sie in ihren Reaktionen, gerade auf diese mysteriösen und zum Teil auch gruseligen Vorkommnisse, sehr realistisch und authentisch rüberkam. Stellenweise tat sie mir richtig leid, weil sie bei den vielen Geschehnissen auch zeitweise an sich selbst und ihrer Zurechnungsfähigkeit gezweifelt hat. Das hätte glaube ich auch jeder an ihrer Stelle getan. Trotzdem blieb sie stark und hat, gemeinsam mit dem ebenfalls sehr mysteriösen Hotelangestellten Alec, stets nach der Wahrheit gesucht. Alec ist eine Figur, die mir persönlich sehr ans Herz gewachsen ist. Ich mochte diese durchgängig düstere und geheimnisvolle Art, die dem Lesenden durchweg signalisiert hat, dass er hinter seine Fassade so einiges zu verbergen hat.

Und was da nach und nach so ans Licht kam, hat bei mir einige Male während des Handlungsverlaufes Mindblowing-Momente ausgelöst, was ich richtig cool fand. Es war durchgehend so spannend zu verfolgen, wie sich die beiden Handlungsstränge aus der Vergangenheit und der Gegenwart so langsam ineinander verwoben haben. Alles endete dann in einem für mich persönlich sehr spektakulären Finale, wo noch einmal eine Bombe geplatzt ist, die ich nicht hatte kommen sehen.

Dieses Buch kann ich jedem Mystery Fan empfehlen, denn hier kommt man wirklich auf seine Kosten. Von der ersten, bis zur letzten Seite ist die Geschichte sehr gut durchdacht und sehr atmosphärisch erzählt. Die Handlung ist temporeich und durchgehend spannend. Es geschehen viele Plottwists, mit denen man nicht rechnet und die immer wieder ein neues Licht auf die mysteriösen Geschehnisse im Hotel werfen. Man fiebert und rätselt die ganze Zeit mit Nell mit und hält öfters Mal den Atem an.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina