17. Dezember 2018

Rezension zu „Spiel der Macht- Die Schatten von Valoria 1“ von Marie Rutkoski


Was tust du, wenn sich deine Welt ganz plötzlich völlig auf den Kopf stellt? 


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Spiel der Macht- Die Schatten von Valoria 1
Autor: Marie Rutkoski
Seiten: 368
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein…“
(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/spiel-der-macht-die-schatten-von-valoria-1/96036 )

*Eine geniale 180-Grad Wendung* 

Als ich das Buch das allererste Mal in den Händen gehalten habe, habe ich meinen Mund vor Stauen erstmal eine ganze Weile nicht wieder zu bekommen. Das Cover Denn der Schutzumschlag ist einfach sowas von schön, und wenn man dann erst einmal sieht was darunter ist, kippt man völlig aus den Socken. Das Buch sieht aus als wäre es rundum von roten Rosenblütenblättern bedeckt! Ich war echt sowas von schockverliebt und dieses Gefühl hielt weiter an. Bevor die Geschichte beginnt, bekommt man auf der ersten Seite eine wunderschöne und sehr detaillierte Karte von Valoria und den umliegenden Gebieten präsentiert. Auf dieser Karte verstecken sich auch beim zweiten Hinsehen viele kleine Anspielungen auf Elemente aus der Handlung, die aber erst beim Lesen offensichtlich werden. Das fand ich richtig cool.

Und auch die Geschichte an sich konnte mich absolut von sich überzeugen. Der Klappentext verrät an dieser Stelle nahezu nichts über die eigentliche Handlung, weshalb ich nun auch nicht näher drauf eingehen möchte um nicht zu spoilern.

Ich kann aber so viel verraten. Im Laufe der Geschichte gibt es eine ziemlich große Wendung, die die ganze Welt von Kestrel einmal komplett um 180 Grad dreht und auf den Kopf stellt. Dieser Plottwist hat mir echt gut gefallen, weil es für mich einfach mal was Neues war, und ich liebe ja innovative Storyideen.

Kestrel hat mir während der Geschichte als Protagonistin ausgesprochen gut gefallen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die rundum authentisch rüberkommt. Sie hat als Tochter des Generals so ihre Lasten zu tragen, besitzt aber trotzdem einen eignen starken Willen und ist ausgesprochen klug. Im Laufe der Geschichte lernt man sie aber auch als sehr zurückgezogene Person kennen, die über viele Dinge nachdenkt und nichts an sich heranlässt. Gerade das machte sie für mich zu einem spanenden Charakter.

Arin, der Sklave, den Kestrel auf dem Markt ersteigert, ähnelt Kestrel in der Hinsicht ebenfalls. Er ist sehr verschlossen und hat eine sehr frustrierte Grundhaltung, die ihn zu einer ebenso spannenden Figur werden lässt. Man merkt ihm richtig an, wie sehr ihn Wut, Enttäuschung und seine Vergangenheit prägen und wie sehr er versucht, sich angesichts seiner Sklavenposition zu beherrschen. Auch hier lernt man im Laufe der Geschichten noch viele weitere Seiten von ihm kennen, die das Bild, was er Leser von ihm bekommt zum Ende hin noch einmal verändert.

Insgesamt hat mir hier die Chemie zwischen den beiden sehr gut gefallen, weil es zunächst alles sehr sehr distanziert und förmlich zwischen den beiden war und es seine Zeit brauchte, bis sich ihr Verhältnis zueinander nach und nach langsam verbessert. Ich hatte auf jeden Fall großen Spaß die Geschichte der beiden zu verfolgen. Dies wurde unter anderem auch durch den tollen und flüssigen Schreibstil der Autorin begünstigt. Man tauschte beim Lesen in eine neue, und wirklich äußerst gut durchdachte Welt ein, in der sowohl die gesellschaftlichen als auch die vorherrschenden politischen Strukturen sehr gut verständlich dargestellt wurden, ohne dass es langweilig zu lesen war. Das machte die ganze Geschichte für mich stimmig. 


Nach langer Zeit mal wieder ein Buch, dass mir richtig gut gefallen hat. Ich mochte Arin und Kestrel richtig gerne und hatte großen Spaß die Geschichte der beiden zu verfolgen. Ich freue mich jetzt sehr auf den 2. Band und hoffe dass dieser nochmal eine Schippe drauflegen kann. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen! 

   


Lest fleißig, 
eure Sabrina 



13. Dezember 2018

Rezension zu „Dämonentage“ von Nina MacKay


Bis die Sonne aufgeht vergeht eine Menge Zeit… 


© Piper Verlag

Titel: Dämonentage
Autor: Nina MacKay
Seiten: 400
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgallery und dem Piper Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Wer überleben will, muss sich verstecken. Die 17-jährige Adriana wird in eine ominöse, jedoch offenbar sichere Villa eingeladen. Mit Freunden, unter denen auch ihr heimlicher Schwarm Eloy ist, will Adriana die Dämonentage dort verbringen. Doch etwas scheint anders als sonst. Mehrere Alpha-Dämonen schließen sich zusammen und gehen erstmals organisiert gegen Menschen vor. Was wollen sie von Adriana? Und warum ist der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen? Am Ende der ersten Dämonennacht muss Adriana eine Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal verändern wird.“
(Quelle: https://www.piper.de/buecher/daemonentage-isbn-978-3-492-28183-6 )




*Eine neue Idee, die toll umgesetzt wurde und Lust auf mehr macht* 


Auf dieses Buch bin ich zufällig durchs Stöbern aufmerksam geworden und wurde direkt vom Kappentext gefesselt. Mich hat die Grundidee der Geschichte ganz entfernt an die „The Purge“ Filme erinnert, auch wenn hier anstelle für einen Tag direkt für fünf Tage bzw. Nächte der Außnahmezustand herrscht und hier keine Menschen aufeinander losgehen, sondern Dämonen aus der Hölle emporsteigen um Menschen zu jagen und zu fressen. Ich fand diese Storyidee jedenfalls direkt sehr innovativ und war dementsprechend ziemlich neugierig.

Der Klappentext verrät ja bereits, dass es in der Geschichte vor allem um Adriana geht, deren Schicksal sich in der ersten Dämonennacht ziemlich stark verändert. Ich mochte Adriana als Protagonistin hier wirklich gerne, da sie einen starken Grundcharakter hat, was ich per se immer super finde. Für mich war sie von Anfang an ein wirklich spannender Charakter, da sie in ihren gedanklichen Monologen immer wieder kleine Anspielungen auf vergangene schicksalshafte Ereignisse in ihrem Leben macht, ohne jedoch konkret zu werden. Diese Wagheit schafft anfänglich eine gewisse Distanz, die aber so gut konstruiert ist, dass man als Leser nur noch neugieriger auf Adriana wird.

Ich mochte außerdem an ihr, dass sie stets sehr planvoll vorgeht und sich sehr reif und erwachsen benimmt. Sie ist sehr besorgt um ihre Freunde und ihre Mitmenschen, was zwar ihre Entscheidungen beeinflusst, sie aber auch zu einem absolut sympathischen Charakter macht. Auch in brenzligen Situationen bewahrt sie zudem trotz Panik immer irgendwie noch ein bisschen was von ihrem Verstand anstelle einfach panisch wie ein hysterisches Huhn im Kreis zu rennen, was ich sehr positiv finde, da sie keinen Prinzen braucht, der sie in jeder Situation rettet. Dabei hat sie es zwischenzeitlich durchaus mit dem einen oder anderen schaurigen Charakter zu tun. Und ja, natürlich steht sie den Dämonen nicht ganz alleine gegenüber und braucht auch ab und an mal die Hilfe von anderen. Aber dennoch gibt sie sich und ihre Fähigkeiten dabei nie selbst auf, und das finde ich gerade bei weiblichen Protagonistinnen eine sehr wichtige Eigenschaft.

Den Gegenpart zu Adriana bildet Cruz als männlicher Protagonist. Ein Halbdämon, der irgendwie anders ist als der Rest der Dämonen. Ich fand ihn als Figur klasse, weil er für einen Dämon einfach super sympathisch rüber kam und er nicht so der Machotyp war, sondern Adriana auf Augenhöhe begegnet ist. Hier hat die Chemie zwischen den beiden einfach von Anfang bis Ende gestimmt.

Ein weiterer positiver Punkt, bei dem auch von vorne bis hinten alles stimmig ist, ist das Worldbuilding. Denn diese Mischung zwischen der realen Welt und der Welt rund um Luzifer und die Hölle ist hier sehr gut durchdacht und auch sehr anschaulich beschrieben worden. Es gibt beispielsweise unterschiedliche Clans und verschiedene Dämonentypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Diese Details zeigen einfach so deutlich, wie viel Arbeit und Mühe in dieser tollen Geschichte steckt.

Mit dem Verlauf der Geschichte bin ich an sich zufrieden, auch wenn sich einige der Settings im Laufe der Geschichte wiederholen. Adriana versteckt sich irgendwo, ein Dämonenclan kommt, belagert sie und sie kommt irgendwie aus der Situation raus. Das passiert an verschiedenen Orten einige Male. Hier wäre ein bisschen mehr Abwechslung schön gewesen. Außerdem merkt man gerade zum Ende hin, dass es sich bei diesem Buch um einen Auftaktband einer Reihe handelt. Denn es endet quasi mitten in der Handlung, kurz vor einem entscheidenden Punkt in der Geschichte. Es ist zwar kein so krasser Cliffhanger, trotzdem möchte man gerne wissen, wie es weitergeht. 

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, da ein toll ausgedachtes Ausgangsszenario wunderbar umgesetzt und in der Story sehr gut genutzt wird, dass der Leser immer wieder in spannende Situationen hineingezogen wird. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen, und der Schreibstil sowieso. Ich empfehle das Buch allen, die gerne spannende Geschichten mit einer Mischung aus Fantasy und realer Welt lesen.    


Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen! 


   



Lest fleißig, 
eure Sabrina 


28. November 2018

Rezension zu „Love Curse – Lieben verboten“ von Rebecca Sky


Lerne deinen Fluch als Gabe zu nutzen…




© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Random House -heyne fliegt Verlag
Titel: Love Curse – Lieben verboten
Autor: Rebecca Sky
Seiten: 384
Genre: Roman
gelesenes Format: broschiert
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem heyne fliegt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Stell dir vor, du kannst jeden Jungen, jeden Mann mit nur einem Kuss dazu bringen, sich Hals über Kopf in dich zu verlieben. Von der ersten Berührung an wird er alles für dich tun. Alles. Nur ein Traum? O nein, verborgen vor der Welt existiert seit Jahrhunderten eine Gruppe mächtiger Mädchen und Frauen, die als Nachfahrinnen des Liebesgottes Eros genau diese Gabe besitzen. Und sie nutzen, um die Geschicke der Menschen zu lenken. Eine von ihnen ist die 16-jährige Rachel. Gemeinsam mit ihrer schönen und skrupellosen Freundin Marissa bereitet sie sich auf das Leben als Eros-Nachfolgerin vor. Doch dann trifft sie Ben und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Sie würde ihn so gerne küssen – aber dann wäre er ihr verfallen und könnte sie nicht mehr aus freiem Willen lieben. Als ein uralter Feind von Eros auftaucht und Marissa ausgerechnet Ben zu ihrem nächsten Opfer erwählt, muss Rachel eine schreckliche Entscheidung treffen ...“
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Love-Curse-Lieben-verboten/Rebecca-Sky/Heyne-fliegt/e534519.rhd


*Eine Geschichte, in der viel Potential steckt* 

Beim Lesen des Klappentextes gefiel mir dieser Mix aus Fantasy und Liebesgeschichte auf Anhieb richtig gut und war gespannt auf die Geschichte.

Doch ich hatte irgendwie große Probleme, in das Setting und die Handlung an sich hinein zu finden. Dabei war der Schreibstil der Autorin richtig super. Schön locker und flockig, es kann also nicht daran gelegen haben.

Mein Problem waren dieses Mal ganz klar die Charaktere, insbesondere die Protagonistin Rachel. Sie war mir zwar von Anfang an sympathisch, aber irgendwie zu durchschnittlich. Und dabei hat sie als Nachfahrin des griechischen Liebesgottes Eros so eine mächtige Fähigkeit. Ich fand es hier sehr interessant, dass Rachel mit sich gehadert hat und sich weigert, ihre Fähigkeit anzunehmen und anzuwenden. Aber irgendwie fehlte ihr trotzdem das gewisse Etwas, um sie für mich als Protagonistin interessant zu machen. Da fand ich Ben als weitere Hauptfigur deutlich besser. Er ist einfach so ein süßer und sympathischer junger Mann, den man einfach gerne haben muss. Mir haben besonders seine Fürsorglichkeit und seine besonnene Art gefallen, da sie einen guten Kontrast zu Rachels eher wechselhaftem Charakter und auch zum Charakter der dritten Hauptfigur, Marissa, darstellen. Marissa war mir von Anfang an sehr unsympathisch, da sie mit ihren Kräften nicht verantwortungsbewusst umgeht und dies als moralisch völlig in Ordnung betrachtet.

Ich glaube, ihr Charakter war mir in dem Zusammenspiel mit der nahzu immer zweifelnden Rachel dann einfach ein bisschen too much. Da konnte Ben dann auch nicht mehr so viel rausreißen.

Die Story an sich hat mir aber ganz gut gefallen, da es eine gute Mischung aus romantischen und spannenden Szenen gab und auch immer ein bisschen moralisches Drama dabei war. Schade fand ich es nur, dass das Ende so offen gehalten war und einige Fragen, die sich im Laufe der Geschichte ergeben haben nicht geklärt haben. Hier ist der Anschluss mit einem weiteren Band also in Zukunft definitiv möglich. 

Die Geschichte war für mich etwas Nettes für zwischendurch, da mir die Handlung an sich wirklich gut gefallen hat und ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Leider machten es mir die Charaktere dieses Mal ziemlich schwer, irgendwelche tiefgreifenden Sympathien zu entwickeln und so richtig mitzufiebern. 

Ich vergebe gute 3 von 5 möglichen Herzen! 

 

Lest fleißig, 
eure Sabrina





27. November 2018

Rezension zu „Fluch der schwarzen Dahlie“ von Natalie Winter

Ermittlungen in der Welt der paranormalen Wesen 

© Dryas Verlag
Titel: Fluch der schwarzen Dahlie
Autor: Natalie Winter
Seiten: 280
Genre: Paranormaler Liebesroman
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Ja, Band 2

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgallery und dem Dryas Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Ryder Grey ist alles andere als begeistert von seiner Versetzung nach L.A., wo er als Shifter Cop paranormale Wesen jagen soll. Kaum angekommen, muss er undercover in einer Mordserie ermitteln, deren Täter offensichtlich den berüchtigten Mord an der "Schwarzen Dahlie" kopiert. Im Zentrum des grausamen Geschehens steht ein Club, den alle Opfer regelmäßig besuchten. In der bildhübschen Barkeeperin und Tochter der Barbesitzerin Cara de Luca findet Ryder eine Verbündete. Auch sie will den Mörder fassen, und gemeinsam stürzen sie sich in die Ermittlungen. Aber Cara verbirgt etwas vor Ryder. Und nicht nur sie hat ein Geheimnis.“ (Quelle: https://www.dryas.de/fantasy-romance/fluch-der-schwarzen-dahlie



*Krimi mit Fantasy- Touch – Eine originelle Kombination* 

Als Fantasyfan hat mich der Klappentext dieses Buches direkt angesprochen. Nur vom Cover her wäre es mir vermutlich nicht aufgefallen, denn dazu ist es für meinen Geschmack etwas zu schlicht. Ich brauche da ja immer viel Drama. :D

Eine kleine Anmerkung vorab: Diese Geschichte ist der zweite Teil einer Reihe.

Ich habe also mal wieder einen Folgeband gelesen ohne den Ersten zu kennen. Das war aber, wie ich fand absolut in Ordnung, denn die Einführung in die Welt der Gestaltwandler geschah storyintegriert während der ersten Kapitel. Das war echt super, denn so kam die Geschichte voran und man bekam so nebenbei alle Infos die man gebraucht hat um die Handlung zu verstehen. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm, sodass man gut voran kommt und sich beim Lesen eine spannungsvolle Atmosphäre entwickelt.

Inhaltlich geht es auch direkt ziemlich spannend los. Ryder Grey soll einen Undercover Auftrag durchführen, um einen Serienmörder zu fassen, der sich gerade in der Welt der Gestaltwandler herumtreibt und gerade die weiblichen Wesen in Angst und Schrecken versetzt. Denn die Opfer des Mörders sind durchweg weiblich.

Und Ryan ist nicht der einzige, der auf diesen Fall angesetzt ist. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf die Cara, die ebenfalls hinter dem Mörder her ist.

Die beiden tun sich also im Laufe der Geschichte zusammen, um den Mörder zu fassen. Hierbei geben die beiden, wie ich finde, ein sehr interessantes Paar ab. Ryder ist ein sehr sympathischer Protagonist, der sehr ambitioniert, freundlich und nicht auf den Mund gefallen ist. Cara ist ebenso eine starke Hauptfigur, die vor allem durch den Konflikt, der in ihrem Inneren tobt, interessant wird. Die Dynamik zwischen den beiden ist demnach zwiegespalten. Denn einerseits arbeiten beide an einem gemeinsamen Ziel, trauen sich auf der anderen Seite aber auch irgendwie nicht so echt über den Weg und halten mit den Informationen, die sie bekommen auch gerne mal hinter dem Berg. Dies birgt natürlich einiges an Konfliktpotential, was der Geschichte aber durchaus zugutekommt. Denn so bleibt es bis zum Ende hin spannend, ob sich die beiden endlich irgendwann vertrauen und dem Mörder so auf die Spur kommen. 

Die Geschichte war insgesamt echt nett, aber nichts super Außergewöhnliches. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne Storys mit gut durchdachten Charakteren und ein bisschen Spannung lesen wollen. Für mich kommt diese Geschichte in die Kategorie „mal was für Zwischendurch“. 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! 


  

Lest fleißig, 
eure Sabrina


25. November 2018

Rezension zu „Mary Poppins“ von Pamela L. Travers


Das Buch ist so anders als erwartet… 



© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Verlagsgruppe Oetinger 
Titel: Mary Poppins
Autor: Pamela L. Travers
Seiten: 192
Genre: Roman
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Verlagsgruppe Oetinger (Dressler Klassiker) zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Hat etwa der Wind sie hergeweht, oder wie sonst soll sie so plötzlich vor der Haustür aufgetaucht sein? Jane und Michael wissen ganz genau, da geht irgendetwas nicht mit rechten Dingen zu, als das neue Kindermädchen Mary Poppins bei ihnen anklopft. Eitel ist sie und sehr energisch, aber dafür hat sie viel beachtlichere Vorzüge: Sie kann das Treppengeländer hinauf rutschen, mit Tieren sprechen, in Bildern verschwinden und noch vieles mehr. Im Kirschbaumweg 17 bricht eine Zeit unglaublicher Abenteuer an.“
(Quelle: https://www.oetinger.de/buch/mary-poppins/9783791500904


*Buchvorlage und Film – Ein Unterschied wie Tag und Nacht* 

Ich glaube, nahezu jeder kennt den wunderschönen bunten Disneyfilm, in dem Mary Poppins, das nette Kindermädchen vom Himmel herabgeschwebt kommt und die Welt der beiden Kinder Michael und Jane ganz schon auf den Kopf stellt. Sie zeigt ihnen eine Welt, in der sie auf Karussellpferden ein Wettrennen reiten, in Bildern Spazieren gehen, auf Dächern tanzen und von Pinguinen mit Tee und Keksen versorgt werden.

Ich liebe diesen Film und war deshalb einfach so gespannt auf die Originalvorlage für so einen tollen Film. Da kam mir diese Neuauflage hier gerade recht. Das Cover ist einfach so wunderschön und macht sich echt toll im Regal! Und auch mal abgesehen vom Cover war dieses Buch eine echt Überraschung für mich, wenn auch eher in eine andere Richtung.

Vorab: Ja, man sollte das Buch für sich genommen nehmen und es nicht mit dem Film vergleichen. Ich tue es aber trotzdem, da sich gerade hier, wie ich finde die größten Überraschungen zeigen. Denn es ist eines der Bücher, bei denen mir die Verfilmung deutlich besser gefällt.

Und das lag für mich ganz klar an der Figur Mary Poppins selbst. Ich konnte es beim Lesen wirklich gar nicht glauben, dass sich die Mary Poppins im Buch so krass von der Film Mary Poppins unterscheidet. Denn im Buch ist Mary Poppins eine für mich durch und durch unsympathische Person. Sie ist furchtbar eingebildet und eitel, ernst, denen Kindern gegenüber sehr kühl und distanziert und schlägt oft auch den Kindern gegenüber einen zickigen, überheblichen und einfach unverschämten Ton an. Ich war beim Lesen wirklich durchweg fassungslos, da die Kinder Jane und Michael eigentlich als sehr nette und gut erzogene Kinder beschrieben wurden.

Ich habe dann auch ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass es die Autorin bezüglich der Darstellung der Mary Poppins im Film aufgrund ihrer Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit nicht einverstanden war. Aber vermutlich hätte sich ein Film mit einer so unsympathischen Hauptfigur einfach schlecht verkauft.

Für mich war es jedenfalls eine ziemlich krasse Erfahrung beim Lesen, quasi die „wahre, ursprüngliche“ Mary Poppins mal kennenzulernen. Und wenn ich die Wahl hätte würde ich dieser hier im Buch definitiv lieber aus dem Weg gehen.

Der Rest des Buches hat mir aber gut gefallen. Der Schreibstil war sehr einfach gehalten und passt vom sprachlichen Ausdruck her in die Entstehungszeit dieses Buches. Die Kapitel waren wie viele kleine kurze Geschichten aufgebaut, in denen die eine oder andere absonderliche Situation geschieht. Es tauchen bekannte Figuren, wie Onkel Albert, Bert oder der Vogelfrau auf, es gibt aber auch viele kleine neue Abenteuer mit neuen Figuren, die im Film nicht zu sehen sind. An dieser Stelle fallen die Beschreibungen der Personen leider nur sehr oberflächlich und beiläufig aus, sodass sie keine eigene Dynamik entwickeln und nur kurz im Gedächtnis bleiben. 

Mich hat dieses Buch wirklich überrascht, einfach weil ich hier eine ganz andere Mary Poppins kennengelernt habe. Dies hat das Lesen für mich etwas erschwert, da ich nur schwer mit diesem permanent negativen Charakter der Protagonistin und meinem bisherigen Bild zu dieser Figur zu kämpfen hatte. Ansonsten hat mir das Buch recht gut gefallen, da mich die einzelnen Geschichten gut unterhalten haben. 



Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! 

  

Lest fleißig, 
eure Sabrina





18. November 2018

Rezension zu „Höllenkönig“ von James Abbott

Das Höllengefängnis ist nur der Anfang… 


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Random House -penhaligon Verlag
Titel: Höllenkönig
Autor: James Abbott
Seiten: 608
Genre: Roman, Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem penhaligon Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt die Höllenfeste – ein unmenschliches Gefängnis, in dem die schlimmsten Verbrecher der Welt in lebenslanger Haft eingekerkert sind. Doch es sind nicht die Wachen, die die Macht über das Gefängnis in den Händen halten. Es ist der geheimnisvolle Höllenkönig, der die rivalisierenden Häftlinge kontrolliert. Was niemand weiß: Höllenkönig Xavier ist der einzige Verbrecher, der sich freiwillig in Ketten legen ließ. Welches entsetzliche Geheimnis hütet er – und was steht in der geheimen Botschaft, die den Höllenkönig plötzlich seine Ketten sprengen lässt?“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Hoellenkoenig/James-Abbott/Penhaligon/e525810.rhd )



*Eine solide Geschichte, die mich aber nicht ganz packen konnte* 

Bei diesem Buch hat mich mal nicht vorrangig das Cover, auch wenn das wirklich cool ist, sondern der Klappentext total angesprochen. Denn die Idee, die hinter diesem Buch steckt, ist für mich einfach mal was Neues gewesen. Und ich liebe es Geschichten zu entdecken, die in neue Richtungen laufen und die man nicht in abgewandelter Form schon x-mal gelesen hat. Dies hier war so eine Geschichte.

Zu Beginn landet man direkt in der Handlung, die dann auch zügig an Fahrt aufnimmt. Man lernt den Höllenkönig Xavier kennen, der eine Botschaft erhält, die ihn dazu führt, aus dem Höllengefängnis auszubrechen. Xavier gefiel mit zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch ganz gut. Er war für mich ein eindrucksvoller Charakter, auch wenn ich ihn mir mangels ausführlicher Beschreibungen nicht wirklich gut vorstellen konnte.

So war es im Buch übrigens mit vielen Dingen. Es gab zwar Beschreibungen von Orten und Personen, aber die waren für meinen Geschmack einfach viel zu oberflächlich und zu sparsam. Ich hatte nicht so richtig das Gefühl, dass ich in Xaviers Welt eintauchen und darin versinken kann. Vielmehr hatte ich das Gefühl als würde ich alles eher aus der Ferne beobachten. Das fand ich ein schade, da ich so auch keine wirkliche Beziehung zu Xavier und den anderen Charakteren aufbauen konnte. Was mir allerdings gut gefallen hat, waren die vielen Kämpfe und Schlachten. In diesen Szenen bewies der Autor wiederum ein gutes Händchen für den richtigen Umgang mit treffenden Worten. Es wirkte alles sehr gut durchdacht, sodass mir diese Szenen wirklich gut gefallen haben.

Der Rest der Geschichte wies an sich eine gute Mischung aus ruhigen und handlungsgeladenen Passagen auf, sodass man als Leser zwischendurch immer mal wieder aufatmen konnte.

Dennoch bin ich mit diesem Buch irgendwie bis zum Ende hin nicht so richtig warm geworden. Die Geschichte war in Ordnung, aber ich hatte irgendwie nicht das Bedürfnis, unbedingt wissen zu müssen, wie die Handlung fortgesetzt wird. Es fehlte mir dann doch insgesamt an einer Spannung, die mich mitreißt und mich begeistert. 


Eine solide Geschichte, die für meinen Geschmack einfach noch lebendigere Charaktere und mehr Spannung gut vertragen hätte. Denn die grundlegende Idee zu diesem Buch ist einfach super und hat in jedem Fall genug Potential dafür. 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!
  
  


Lest fleißig, 
eure Sabrina 


16. November 2018

Rezension zu „Die Tochter des Magiers- Die komplette Trilogie“ von Torsten Fink


Zu viel Intrige und zu wenig Magie



© Randomhouse - blanvalet Verlag
Titel: Die Tochter des Magiers- Die komplette Trilogie 
Autor: Torsten Fink
Seiten: 1.120
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja, alle 3 :D

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem blanvalet Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Sie ist eine Sklavin, doch in ihren Adern fließt das Blut mächtiger Magier! Maru ist von Geburt an eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in der Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie eines Tages an den skrupellosen Grabräuber Tasil verkauft wird – der Maru als Marionette in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch der uralte Dämon Utukku entwickelt Interesse an der jungen Frau. Denn Utukku hat erkannt, dass in den Adern der Sklavin das Blut der mächtigen Magier der Sümpfe fließt …“
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Tochter-des-Magiers-Die-komplette-Trilogie/Torsten-Fink/Blanvalet-Taschenbuch/e532249.rhd )


*Viel Wirbel um ein bisschen Magie*

Als dieses Buch bei mir ankam dachte ich erstmal, dass ich für dieses Buch wohl ein ganzes Jahr brauchen würde. Immerhin handelt es sich bei meiner Ausgabe um die große Trilogie in einem Band: 1. Die Diebin, 2. Die Gefährtin, 3. Die Erwählte mit stolzen 1116 Seiten.

Ich habe mich trotzdem mal an das Buch herangewagt und es aufgrund von negativen Einflüssen dann doch ziemlich schnell beendet. Klingt komisch? Dann erzähle ich euch jetzt mal was da genau passiert.

Und zwar hatte ich bei diesem wirklich interessanten Klappentext hohe Erwartungen an die Geschichte und habe mich richtig auf viel Action und jede Menge Magie gefreut. Bekommen habe ich davon allerdings nur maximal einen kleinen Funken. Es wurde fast gar nicht gezaubert, und auch um die Protagonistin Maru ging es irgendwie erstaunlich wenig. Es ging nämlich vor allem um große Intrigen, die Marus „Onkel“ Tasil spinnt um da, wo er hinkommt Unruhe zu stiften. Maru ist dabei nur für kleinere Botengänge zuständig, aber das war in meinen Augen alles eher unspektakulär.

Ich habe da echt gedacht, dass sich Maru zu einer großen Magierin mit tollen Kräften entwickelt, aber Pustekuchen. Stattdessen tut sie alles, was ihr Onkel ihr sagt und zeigt für mich einfach kaum charakterliche Stärke.

Auch was die anderen Charaktere angeht konnte ich irgendwie mit keinem der Figuren etwas anfangen. Und dabei gab es wirklich eine ganze Menge von ihnen. Vielleicht lag es aber auch gerade daran, dass ich mit keinem von ihnen warm werden konnte, da viele einfach so kommen und gingen, ohne sich in meinem Gedächtnis festzusetzen. Selbst Maru war für mich ein eher langweiliger Charakter, da sie sich über die ganzen Seiten kaum weiterentwickelt hat.

Und dabei hat dieses Buch durch die Grundgeschichte so viel Potential für eine Entwicklung. Der Autor hätte seinen Fokus einfach viel stärker auf Maru als Figur legen sollen und die Geschichte mehr um sie persönlich, als um das Königreich in dem sie lebt, spinnen sollen. Denn so erscheint sie mir mehr als Mittel zum Zweck, um eine Geschichte voller Intrigen zu erzählen.

Ein weiterer Punkt, mit dem ich ganz arge Probleme hatte, waren die vielen abendländisch angehauchten „Fremdworte“, mit denen man als Leser direkt zu Anfang schon bombardiert wird. Es gibt zwar vorne einen Glossar, aber die Worte waren sich oft so ähnlich, dass es mich beim Lesen ziemlich behindert hat. Abei war der Schreibstil ansonsten echt gut gewesen. Die Beschreibungen der Szenerien waren sehr ausführlich und sehr eindrucksvoll.

Kommen wir zum nächsten Punkt, den die Geschichte für meinen Geschmack leider verschenkt hat, und zwar die Schwächen beim handlungsverlauf. Leider konnte mich dieser auch nicht wirklich von sich überzeugen, da es für mich persönlich einfach nicht spannend genug war. Deshalb habe ich die Seiten auch später nur noch überfolgen und hatte nie das Gefühl, großartig etwas verpasst zu haben. Aus diesem Grund war ich dann auch mit dem Buch so zügig durch.

Eine positive Sache hat dieses Buch allerdings: das Worldbuilding. Hier hat sich der Autor wirklich viele Gedanken über Schauplätze, die Kultur und Religion und über die politischen Gegebenheiten und Rituale gemacht. Es gibt sogar Karten in dem Buch, die die Welt, in der die Geschichte spielt sehr anschaulich darstellen.


Bei diesem Buch wurden meine Erwartungen leider ziemlich enttäuscht, da die Geschichte mich weder von den Charakteren noch von der Handlung überzeugen konnte. Mir fehlte die Spannung, der unerwarteten Wendungen und vor allem die aktiv gelebte Magie. Hier ist der Titel des Buches meiner Meinung nach ziemlich irreführend. 

Ich vergebe leider nur 2 von 5 möglichen Herzen!

 

Lest fleißig, 
eure Sabrina 




Rezension zu „Die schwarze Zauberin“ von Laurie Forest

Eine phantastische Welt in der aber noch mehr passieren dürfte

© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Harper Collins
Titel: Die schwarze Zauberin
Autor: Laurie Forest
Seiten: 560
Genre: Fantasy, Jugendbuch
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Harper Collins Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Die 17-jährige Gardenierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardenier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.“
(Quelle: https://www.harpercollins.de/buecher/young-adult/die-schwarze-zauberin-harpercollins-ya



*Warum hat dieses Buch so viele Seiten??* 

Dieses Buch ging eine zeitlang sehr viel durch die Social Media Welt, weil es aufgrund von dargestellten Moralvorstellungen und Weltanschauungen innerhalb der Geschichte einfach total polarisiert und sehr konträre Lager an Meinungen hervorgerufen hat. Ich wollte mir deshalb selbst ein Bild machen und habe mich entschlossen es zu lesen, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

Und ich muss vorab mal ein riesiges „Sorry“ an den Harper Collins Ya Verlag loswerden, von dem ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, dass diese Rezension erst jetzt so spät erscheint. Aber ich habe für dieses Buch sage und schreibe 7 (!) Anläufe gebraucht um das Buch zu lesen.

Ich weiß auch nicht warum ich solche argen Probleme mit diesem Buch hatte. Denn der Schreibstil war wirklich gut und ließ sich echt flüssig lesen. Auch das Worldbuilding ist in dieser Geschichte ein ganz großes Kino. Diese Welt, die die Autorin geschaffen hat war wirklich von vorne bis hinten gut durchdacht. Es gibt sehr wortgewaltige Beschreibungen von eindrucksvollen Landschaften und komplexen politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten. Kritisch diskutiert wurden hier an dieser Stelle vor allem die im Buch herrschenden Vorstellungen von Rassen, die sich Anderen gegenüber überlegen fühlen. Ich kann gut nachvollziehen, dass andere Leser diese im Buch herrschenden Einstellungen kritisch sehen, da gerade bei einer solchen Thematik eine kritische Reflexion durch den Leser erforderlich ist. Ich persönlich lehne diese Einstellungen ab, konnte aber beim Lesen der Geschichte damit leben, dass es eben in dieser fiktiven Welt so zugeht.

Was mich an dieser Geschichte am meisten gestört hat, war zum einen die Protagonistin Elloren, die sich für mich im Laufe der Geschichte einfach kaum weiterentwickelt hat. Sie hatte ihre Ansichten von ihrem Volk und von anderen Völkern und hat diese Einstellung trotz der Geschehnisse kaum verändert. Auch von Charakter her war sie mir von Anfang an eher unsympathisch, gerade auch weil sie so gedacht hat, wie sie eben gedacht hat.

Zum Anderen hat mich an dieser Geschichte gestört, dass es, gerade aufgrund dieser immensen Seitenanzahl für meinen persönlichen Geschmack einfach zu wenig Handlung gab. Ich habe echt stellenweise sogar nur die Dialoge gelesen, weil sich die Geschichte so in die Länge gezogen hat und mit meiner Meinung nach unnötigen Szenen in die Länge gezogen wurde. Ich denke man hätte durchs Kürzen der Geschichte alle kurz und knackig auf 300-400 Seiten auf den Punkt bringen könnte. Denn so hatte ich aufgrund der vielen Längen einfach das Gefühl, dass quasi nichts passiert ist. Und das fand ich richtig schade, denn dadurch hat mich die Geschichte nie richtig packen können und stellenweise sogar gelangweilt. 



Diese Geschichte ist vom Schreibstil und vom Worldbuilding wirklich stark und äußerst gut durchdacht. Allerdings konnte der Storyverlauf mich einfach nicht wirklich überzeugen, da es für mich einfach zu viele Seiten und dafür verhältnismäßig zu wenig Handlung gab. 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! 
  
  

Lest fleißig, 
eure Sabrina



6. Oktober 2018

Rezension zu „White Maze – Du bist längst mittendrin“ von June Perry


Was ist real und was nur ein Spiel? 



© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Arena Verlag
Titel: White Maze – Du bist längst mittendrin
Autor: June Perry
Seiten: 376
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von dem Arena Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt – dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?“ (Quelle: https://www.arena-verlag.de/artikel/white-maze-978-3-401-60372-8


*Eine aktuelle Thematik super umgesetzt* 

Für mich als großen Fan von Konsolenspielen aller Art hat mich gerade die Thematik von White Maze total angesprochen. Ich finde es immer großartig, wenn aktuelle Themen, wie hier die zunehmende Digitalisierung und auch die Weiterentwicklung von Spielen hin zur Virtual Reality, in Bücher aufgenommen und auf eine spannende Art und Weise verarbeitet werden. In diesem Fall zeigt dieses Buch sehr eindrücklich, wie gefährlich es sein kann, wenn die fiktive Realität bald so real wird, dass man kaum noch unterscheiden kann, was nun echt ist und was nicht.

Gerade die Protagonistin Vivian bekommt das hautnah zu spüren. Denn sie verliert in diesem Spiel nicht nur ihre Mutter, sondern muss sich einer Herausforderung stellen, die alles in den Schatten stellt was sie bisher erlebt hat. Denn nun sind tausende Menschen in Gefahr, die nur sie retten kann. Eine ganz schön große Aufgabe, die Vivian mehr oder weniger gut gelingt. Sie gibt sich in jedem Fall große Mühe, auch wenn ihr im Laufe der Geschichte die „Lösungen“ für Rätsel und Probleme oftmals einfach wie glückliche Zufälle in die Hände fallen.

Als Figur an sich, mochte ich sie an sich deshalb auch nicht ganz so gerne. Sie war mir am Anfang viel zu tussig und konnte mir bis zum Ende hin nicht ausreichend zeigen, was wirklich in ihr steckt. Gerade am Ende gab es die ein oder andere Szene, wo ich bei ihrer Naivität nur die Hände über dem Kopf zusammen schlagen konnte. Da waren mir die diversen Nebencharaktere schon lieber, auch wenn ich sie allesamt ein wenig blass fand.

Umso besser fand ich aber die Story an sich. Es war eine tolle Mischung aus ruhigen und spannenden Szenen, die mich bis zur letzten Seite bei der Stange gehalten haben. Auch wenn ich einige Wendungen zwischendurch habe kommen sehen, hatte ich trotzdem durchweg Spaß an der Handlung. Ich fand es toll, wie eine Verbindung zwischen Spiel und Realität geschaffen wurde und auf eine, wie ich finde, sehr eindrückliche Art gezeigt wurde, welche Risiken und Gefahren es mit sich bringt, wenn man sein Leben immer stärker von der Technik beeinflussen lässt. An dieser Stelle regt dieses Buch wirklich an, sich mal etwas gründlicher mit seinem eigenen Medienverhalten und seinen Daten die man so preisgibt auseinanderzusetzen. 



Die Geschichte war von der Handlung her einfach packend und hatte für mich einen sehr hohen Unterhaltungswert, auch wenn ich die Protagonistin persönlich nicht leiden konnte. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne Settings liest, in denen es um Virtual Reality geht. Denn in dieser Hinsicht ist die Geschichte wirklich super raffiniert ausgearbeitet.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen! 

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina