26. Dezember 2016

Rezension zu „My Dear Sherlock – Nichts ist wie es scheint“ von Heather Petty

 Wenn sich die Hinweise verdichten

© Random House - cbj Verlag

Titel: My Dear Sherlock – Nichts ist wie es scheint
Autor: Heather Petty
Seiten: 336
Genre: Jugendbuch, Roman
Reihe: Ja, Band 2

gelesenes Format: HC

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!
„Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache.
Sherlock und Mori haben ihren ersten Fall gelöst, doch was erst als Spiel gedacht war, wurde zu einer ernsten und für Mori sehr persönlichen Angelegenheit. Nun erhält Mori anonyme Drohbriefe und die Liste möglicher Verdächtiger ist lang. Jemand hat Mori zur Zielscheibe gemacht, es scheint nur eine Frage der Zeit, bevor die Katastrophe hereinbricht. Fest steht aber auch, dass Mori alles tun wird, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun. Und niemand – nicht einmal Sherlock – wird sie davon abhalten können.“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/My-Dear-Sherlock-Nichts-ist,-wie-es-scheint/Heather-Petty/cbj/e484825.rhd)


Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, als ich in den Neuerscheinungen der Verlagsgruppe Random House Bertelsmann gestöbert habe. Da ich ein großer Sherlock Holmes Fan bin, blieb mein Blick natürlich direkt an diesem Buch hängen. Das Cover fand ich interessant, da es die Silhouette von London einen rennenden jungen Mann, vermutlich Sherlock, zeigt, aber ansonsten nicht wirklich etwas über die Story verrät.
Ich wollte es unbedingt lesen, auch als ich erfahren habe, dass es sich bei diesem Buch um Band 2 der Reihe handelt und ich Band 1 leider noch nicht kenne.

Durch den Klappentext wusste ich ja bereits, dass es sich bei Moriarty in dieser Sherlock Holmes Adaption um die Tochter von Moriarty handelt und dass sie in diesen Büchern im Fokus steht. Diese neue Perspektive finde ich als Idee wirklich super originell!
Ich wollte also direkt in die Geschichte einsteigen, wurde aber doch ein wenig gebremst. Normalerweise ist es ja mittlerweile bei Reihen oft so, dass die Folgebände so gestaltet sind, dass noch einmal die Story aus dem ersten Band zusammengefasst wird und dass man zumindest grob weiß, was zuvor geschehen ist. Das wurde in diesem Buch auch versucht. Ich bin meistens eher der Typ Leser, den solche Wiederholungen ziemlich nerven, aber bei diesem Buch hätte ich da einfach gerne noch mehr Infos gehabt als das Buch hergab. Da hätte ich wohl wirklich zuerst Band 1 lesen müssen.
Denn ich habe mich mit dem Einstieg ins Buch echt schwer getan. Ich habe eine Zeit lang gebraucht um mich zurecht zu finden und die aktuelle Lage wirklich zu erfassen. An vielen Stellen hatte ich nach wie vor ein Fragezeichen im Kopf, die sich auch bis zum Ende hin nicht wirklich auflösen wollten. Ich habe das Buch also mit etwas mehr Mühen gelesen als andere Bücher, aber ich habe mich im Laufe der Geschichte damit abgefunden :D
Der Schreibstil war ansonsten wirklich angenehm, sodass sich das Buch recht fix lesen ließ.

In dem Buch geht es vor allem um Mori, deren Vater ein Massenmörder sein soll und um Sherlock Holmes, Moris Freund…Kumpel Freund, Freund Freund…man weiß es nicht so genau, der ihr zur Seite steht, als plötzlich merkwürdige Dinge geschehen und sich die Hinweise verdichten, dass auch Moris Hände mit Blut befleckt sind.
Mori war mir von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen, Gedankengänge und persönlichen Hintergründe verstehen konnte. Sie war dennoch ein wirklich spannender und sehr authentischer Charakter mit dem ich wirklich mitfühlen und mitfiebern konnte!
Und Sherlock ist und bleibt halt einfach Sherlock.  Sehr undurchsichtig und sprunghaft aber auf der anderen Seite irgendwie auch sehr liebenswürdig! Diese Kombination fand ich echt toll!  
Ich finde dass die beiden ein sehr interessantes Paar abgeben, da sie schon sehr gegensätzlich sind, dadurch aber wiederum auch sehr gut ergänzen.
Es gibt im Laufe der Geschichte nämlich so einige Stellen, wo genau dieser Gegensatz zum Tragen kommt. Und das ist das, was mir an diesem Buch mit Abstand am besten gefallen hat: Die Spannung und das Erzähltempo!
Die Handlung ist voll von Ereignissen, die ohne viel Pause aufeinander folgen und es gibt sehr viele spannende Situationen, die mich richtig gefesselt haben! Auch wenn es hier wieder den Minuspunkt für mich gibt, da ich auch in der „aktuellen“ Geschichte den Hinweisen nicht so richtig folgen konnte und viele Zusammenhänge für mich nicht ersichtlich waren.
Bis zum Ende hin bleibt es spannend, wobei das Ende für mich leider ziemlich vorhersehbar war. Es ist auch ein, wie ich finde, typisches Ende von einem 2. Band, denn es gibt zwar einen Showdown, aber eben auch einen riesigen fiesen Cliffhanger! Man muss Band 3 eigentlich wirklich lesen, denn ohne würde ein ziemlich unbefriedigendes Gefühl zurück bleiben.

Ein solider 2. Band einer Reihe, für den man Band 1 aber definitiv vorher gelesen haben muss! Ansonsten wird es schwierig, die Handlungen und Zusammenhänge zu verstehen! 
Leider hatte ich diese Verständnisprobleme auch bei den aktuellen Ereignissen in der Geschichte, was es für mich schwierig gemacht hat, der Story zu folgen.

Mir gefallen aber die Charaktere, die Spannung und der Schreibstil! Deswegen vergebe ich für dieses Buch gute 3 von 5 möglichen Büchern!


  



Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier! 

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