14. Januar 2018

Rezension zu „Pearl – Liebe macht sterblich“ von Julie Heiland

Nur die Liebe bringt Erlösung

© Fischer FJB Verlag

Titel: Pearl – Liebe macht sterblich
Autor: Julie Heiland
Seiten: 352
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: HC

Klappentext:
„Die ungestillte Sehnsucht nach Liebe macht sie unsterblich. Aber alles, was sie will, ist endlich zu lieben. Zweihundert Jahre habe ich die Liebe gesucht, wollte sie mehr als alles andere – nie hat sie sich meiner erbarmt. Ich habe noch nie geliebt. Wurde noch nie geliebt.“
Pearl ist eine Suchende. Ihre Sehnsucht nach Liebe ist so groß, dass sie selbst im Tod keine Ruhe gefunden hat und zur Unsterblichkeit verdammt ist. Sie hat nur eine Möglichkeit, erlöst zu werden: sie muss die wahre, aufrichtige Liebe erfahren. Aber der, den sie endlich lieben kann, stellt sich als ihr größter Feind heraus. Wird er ihre Gefühle erwidern und sie befreien oder wird er ihr Schicksal auf ewig besiegeln?“ (Quelle: https://www.fischerverlage.de/buch/pearl_liebe_macht_sterblich/9783841440174 )


Auf dieses Buch bin ich damals bei Stöbern im Internet gestoßen. Ich fand das Cover auf direkt so wunderschön und mysteriös, dass es meine Neugierde sofort geweckt hat. Auch der Klappentext klang wirklich vielversprechend.
Die Storyidee, dass es unsterbliche Menschen gibt, die nur durch den Kuss der wahren Liebe sterblich werden fand ich echt super! Das war für mich eine wirklich neue Idee, auf deren Umsetzung ich nun sehr gespannt war.
Zu Beginn habe ich mich schnell in den wunderschönen Schreibstil der Autorin verliebt. Sie hat Venedig so wunderbar und detailliert beschrieben, dass die Stadt durch die Wörter beim Lesen zum Leben erweckt wurde. Die Autorin schaffte es mit ihren Worten eine einzigartige schöne Stimmung aus leichter Melancholie, Einsamkeit und ein bisschen Hoffnung zu kreieren, in der ich mich beim Lesen richtig fallen lassen konnte. 

Was dieser Schreibstil allerdings meiner Meinung nach auch mitbrachte war die Ruhe. Und die hat meiner Ansicht nach der Geschichte an sich einfach nicht gut getan. Die Geschichte war am Anfang ruhig und sacht und blieb es am Ende immer noch. Gerade die Figurenkonstellation mit den Suchenden, die nach der wahren Liebe suchen und den Jägern, die die Suchenden aufhalten wollen hätte ein großes Potential für jede Menge Action gebracht. Dieses Potential blieb leider bis zum Ende hin ungenutzt, sodass die Geschichte eine sehr romantische Richtung bekam. Es gibt sicher viele Leser, denen genau diese Stimmung zusagt. Ich bin da einfach vom Lesetyp her so ein Actionjunkie. Für mich kann in einem Buch am liebsten auf jeder Seite etwas passieren.
Kommen wir wieder zu etwas Positivem, und zwar der Protagonistin. Pearl ist eine Suchende und hat die Hoffnung auf den erlösenden Kuss noch nicht ganz aufgegeben. Ich fand sie als Charakter wirklich super, da ich ihr ihre Gefühlsschwankungen von ich will am liebsten sterben bis hin zu es gibt Hoffnung alle sehr authentisch fand. Ich habe richtig mit ihr mitgefiebert, vor allem als dann auch noch ein Jäger ins Spiel kommt, den sie interessanter findet als sie vielleicht sollte. Ob Pearl ihren erlösenden Kuss bekommt? Lest es selbst ;) 



 „Pearl – Liebe macht sterblich“ ist ein eher ruhiges und romantisch angehauchtes Buch, mit einer leicht melancholischen Stimmung, dass ich jedem empfehlen kann, der gerne eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte. 

Ich vergebe für dieses Buch gute 3 von 5 möglichen Herzen!

  

Lest fleißig, 
eure Sabrina




13. Januar 2018

Rezension zu „Du+Ich= Liebe“ von Heike Wanner

Liebe passiert einfach <3

© Edel Elements Verlag
Titel: Du+Ich= Liebe
Autor: Heike Wanner
Seiten:
Genre: Liebe
gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin Heike Wanner und dem Edel Elements Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Nika ist siebzehn, temperamentvoll und hat immer einen Plan – bis sie den querschnittgelähmten Ben trifft. Der findet nach seinem schweren Unfall gerade erst zurück in den Alltag und will eigentlich nur seine Ruhe haben. Durch Zufall landet Nika mitten in Bens Leben – und mischt es kräftig auf. Plötzlich ist alles anders: Aus einem ersten Kuss wird die große Liebe und der Traum von einer gemeinsamen Zukunft. Doch dann stellt sich ihnen das Schicksal in den Weg ...“(Quelle: http://edelelements.de/index.php/heike_wanner/)


*Das nenne ich mal gelebte Inklusion*

Wer mich und meinen Blog schon ein bisschen länger kennt weiß, dass ich Geschichten in denen es um Inklusion geht immer besonders spannend finde, da mich die Umsetzung der Thematik immer brennend interessiert. Deshalb war ich auf das Buch „Du+Ich=Liebe“ auch so gespannt, da das Cover und auch der Klappentext ja schon recht deutlich machen, worum es im Kern in der Geschichte geht.

Mir ist der Einstieg in diese Geschichte super einfach gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, sodass ich direkt in die Geschichte einsteigen und die Figuren in Ruhe kennenlernen konnte.
Hier liegt dann auch meiner Meinung nach schon direkt eine große Stärke der Geschichte, nämlich die beiden Protagonisten Nika und Ben.
Die beiden sind auf den ersten Blick zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich, wie ich finde, aber im Verlauf der Geschichte einfach wunderbar ergänzen.
Nika ist von ihrem Wesen sehr nett, offen, freundlich und für ihr Alter sehr verantwortungsbewusst. Ich mochte sie auf Anhieb total gerne. Auch die Art, wie selbstverständlich sie mit Ben und auch seiner Beeinträchtigung umgegangen ist, hat mir aus der fachlichen Sicht wirklich besonders gut gefallen. Denn man mag es vielleicht nicht glauben, doch diese Einstellung Menschen mit Beeinträchtigungen gegenüber ist leider nicht selbstverständlich.
Ebenso gut fand ich Ben von seinem Charakter her. Er war eher in sich zurückgezogen und man hat ihm angemerkt, dass er versucht mit seiner Lebenssituation klar zu kommen, was ihm mal besser und mal schlechter gelingt. Es wurde dabei nichts beschönigt oder dramatisiert, sondern einfach die Situationen beschrieben, wie sie nun einmal waren.
Dadurch wirkte Ben als Charakter sehr authentisch und wie ein Mensch, der einem im täglichen Leben über den Weg laufen könnte. Genauso ist es auch mit Nika und mit der Beziehung, die zwischen den beiden Protagonisten langsam entsteht.
Auch hier besticht diese Geschichte mit einer solchen Natürlichkeit, dass ich beim Lesen oft das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte in der Realität genauso abspielen könnte. Das Tempo, in dem sich die Gefühle entwickelten, war angemessen, sodass die ganze Geschichte für mich als Leserin gut greifbar und die einzelnen Gefühle auch deutlich spürbar wurden.  

Ein weiterer Aspekt, der mir bei diesem Buch besonders gut gefallen hat, war der Umgang mit dem Thema Behinderung. Ben sitzt zwar im Rollstuhl und man bekommt als Leser auch deutlich mit, dass es Situationen gibt, die für Ben aufgrund seiner Beeinträchtigung schwierig sind, aber man hat nie das Gefühl dass Ben dadurch ein schwacher Charakter ist. Im Gegenteil: Die Autorin legt in dieser Geschichte ganz klar den Fokus auf Bens Charakter. Natürlich hat Ben eine Beeinträchtigung, die ihn und seinen Charakter auch geprägt hat  und natürlich fallen ihm Dinge im Alltag manchmal etwas schwieriger, aber er ist vor allem auch einfach ein Mensch wie jeder andere auch, der gerne so behandelt und ernstgenommen werden will wie jeder andere auch. An dieser Stelle kommt bei diesem Buch auch die Natürlichkeit wieder zum Tragen, da Nika ganz „normal“ mit ihm umgeht und seine Beeinträchtigung einfach als einen Teil von ihm ansieht, aber es nicht groß in den Fokus stellt. Dieser Umgang und diese gelebte Inklusion ist wirklich vorbildhaft und ein sehr gutes, wenn auch nur fiktives Beispiel für eine Inklusion, die funktioniert. 


Ich finde dieses Buch wirklich großartig, da es eine Geschichte ist, wie sie im täglichen Leben genauso passieren könnte. Die Situationen sind alle sehr realistisch und auch die Entwicklung der Gefühle passiert ganz natürlich in einem behutsamen Tempo. Ich bin wirklich begeistert, wie die Autorin das Thema „Inklusion“ in dieser Geschichte verarbeitet hat!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen! 



    

Lest fleißig,
eure Sabrina






12. Januar 2018

Rezension zu „Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic) – Band 1: Buchhaim“ von Walter Moers & Florian Biege

Ein Zamonien-Roman in Bildern

© Random House - Knaus Verlag

Titel: Die Stadt der Träumenden Bücher – Band 1: Buchhaim
Autor: Walter Moers & Florian Biege (Illustrator)
Seiten: 109
Genre: Graphic Novel
Reihe: Ja, Teil 1 von 2


gelesenes Format: HC

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem Heyne fliegt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Buchhaim ist die „Stadt der Träumenden Bücher“, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. […] Band 1, „Buchhaim“, erzählt, wie Hildegunst in die Stadt der Träumenden Bücher kommt, wie es ihn dort in die Katakomben verschlägt, wo Bücherjäger sein Leben bedrohen und er auf das geheimnisvolle Volk der Buchlinge trifft.“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Stadt-der-Traeumenden-Buecher-(Comic)/Walter-Moers/Knaus/e409864.rhd )

Ich befinde mich gerade in einer „Walter Moers“ Phase, in der ich mich nun so langsam an seine Werke heranwage. Die originale Geschichte „Die Stadt der träumenden Bücher“ liegt allerdings noch auf meinem Sub. Ich habe mich schlichtweg nicht getraut, diese Bücher zu lesen, weil der Schreibstil von Moers so besonders und wortgewaltig ist, dass es mich beim ersten kurzen Reinlesen schon ein bisschen erschlagen hat und ich mir die Szenerien nicht so gut vorstellen konnte :D
Da kam für mich diese Graphic Novel zur Geschichte natürlich jetzt wie gerufen. Ich habe mich also dementsprechend riesig gefreut, als ich das Buch erhalten habe. Die Farben des Covers waren einfach unglaublich schön und haben meine Freude noch mehr ansteigen lassen.
Ich war direkt beim Auspacken von der guten und hochwertigen Qualität des Buches überrascht. Das Buch ist ein Hardcover in einem sehr großen Format. Es enthält eine Panorama-Klapptafel und am Ende einen ausführlichen Glossar mit Beschreibungen und Erklärungen zu Figuren und den Eigenheiten der Bücherstadt.
Den Glossar habe ich auch direkt vor Beginn des eigentlichen Lesens genutzt. So kam es, dass ich bei diesem Buch tatsächlich hinten angefangen habe, und mir erst einmal die ganzen Grundinfos geholt habe. Danach fühlte ich mich bereit und konnte so richtig in die Geschichte einsteigen.
Und ich war von Anfang an wirklich verzaubert und überwältigt. Der Illustrator Florian Biege hat es geschafft, mich mit seinen Bildern direkt in die Geschichte rund um den Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz hineinzuziehen. Die Szenarien waren alle mit tollen Farben und so vielen liebevollen Details ausgestattet, dass ich gar nicht genug von den Bildern bekommen konnte. Ich habe mir die Bilder oft sehr lange angesehen und war dabei einfach verzaubert von den Farbkompositionen und auch von der Geschichte. Die Beschreibungen und Sprechblasen fand ich dabei immer wirklich sehr passend. In ein bis zwei Sätzen wurde meiner Ansicht nach alles, was für das Verständnis der Handlung wichtig war, gesagt. Und das finde ich schon bei einem Originalwerk von knapp 500 Seiten eine echte Kunst.
Die Geschichte und der Verlauf der Handlung haben mir wirklich gut gefallen. Ich fand die Welt voller Bücher ebenso wie die ganzen individuellen und einzigartigen Figuren außergewöhnlich und einfach wunderbar. Ich hatte großen Spaß beim Lesen und werde mich jetzt definitiv bald auch an Originalgeschichte heranwagen. Angst davor habe ich keine mehr ;)
Der einzige Kritikpunkt den ich bei diesem Buch habe, ist der stolze Preis von 25€, gerade in Anbetracht dessen, dass man sich noch den 2. Teil der Graphic Novel zulegen muss, um zu wissen, wie die Geschichte am Ende ausgeht. 

Eine wirklich tolle Graphic Novel mit einer super interessanten Geschichte und wunderschönen Illustrationen! Ein Muss für alle Zamonien Fans! 

Da das Buch mir doch meines Erachtens nach etwas zu teuer ist vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!


   

Lest fleißig, 
eure Sabrina






11. Januar 2018

Rezension zu „Der magische Elfenbund - Zarias Geheimnis“ von Victoria Hanley

Leider für mich keine gut durchdachte Geschichte

© Boje Verlag

Titel: Der magische Elfenbund - Zarias Geheimnis
Autor: Victoria Hanley
Seiten: 443
Genre: Fantasy, Jugendbuch
gelesenes Format: HC

Klappentext:
„Sehnsüchtig erwartet Zaria ihren 14. Geburtstag. Endlich wird sie ihren eigenen Zauberstab bekommen! Schnell wird klar, dass Zaria und ihre Freundin Leona keine gewöhnlichen Elfen sind. Beide sind mit ganz besonderen magischen Kräften gesegnet. Sie sind Violette - etwas, das es seit vielen Generationen nicht mehr gegeben hat. Von ihrer Mentorin Lily soll Zaria zu einer richtigen Elfe ausgebildet werden. Doch Lily will Zarias magischen Kräfte für ihre eigenen Zwecke nutzen. Nicht nur Zaria und Leona geraten bald in tödliche Gefahr!“ (Quelle: https://www.buecher.de/shop/fantasy/zarias-geheimnis-der-magische-elfenbund-bd-1/hanley-victoria/products_products/detail/prod_id/29611958/ )

Da ich seit längerer Zeit mal wieder Lust auf ein Buch hatte, in dem Elfen eine Rolle spielen, habe ich dieses Buch von meinem Sub befreit. Ich fand das der Klappentext nach einen wirklich spannenden Abenteuer klang. Auch das Cover wirkt so dynamisch, magisch und mysteriös.
Ich habe sehr gut in die Geschichte und die Welt der Elfen eingefunden. Besonders originell fand ich dabei immer die kurzen Informationstexte aus den „Chroniken“ vom Elfenland, das so etwas wie ein Lehrbuch für junge Elfen darstellt. Oft hatten die Informationen dann auch etwas mit dem folgenden Kapitel zu tun, sodass man zu Beginn eines Neuen immer sehr neugierig wurde. Die Kapitel waren alle immer recht kurz, sodass man gut beim Lesen voran kam. Auch der Schreibstil war zu Beginn der Geschichte sehr angenehm.
Wir lernen am Anfang Zaria, ein Elfenmädchen und ihre Freunde kennen, die nun das zauberfähige Alter erreicht haben. Zaria war mir eigentlich recht sympathisch, doch das hielt bei mir leider nicht so lange an.
Sehr oft tat sie Dinge, die für mich völlig unlogisch waren. Sie handelte nicht nur naiv, unreif und unüberlegt, sondern schlichtweg ohne für mich ersichtliche Gründe. Zumindest wurden mir ihre Gedankengänge überhaupt nicht klar.
Wo wir auch bei dem Punkt angelangt sind, warum mir das Buch leider nicht gefallen hat. Ich habe im Buch, so merkwürdig das vielleicht auch klingen mag, einfach die Geschichte an sich vermisst. Für mich gab es in dem Buch einfach keine stringente Handlung und keinen Handlungsfluss. Es wirkte für mich von Kapitel zu Kapitel immer mehr so, als waren einzelne Szenen einfach hintereinander geschrieben worden. Ohne irgendwelche erklärenden und logischen Übergänge. Als ich dachte „Okey, jetzt fragt sie bestimmt nach und lüftet ihr großes Familiengeheimnis“, geht sie plötzlich und macht was Bedeutungsloses! Das war für mich so unnachvollziehbar, dass ich mehrfach beim Lesen den Kopf geschüttelt habe. Ich konnte Zaria als Charakter leider so gar nicht nachvollziehen.
So kam es dann auch, dass sich das Buch für mich ab der Hälfte so dermaßen in die Länge gezogen hat und ich mich die letzten hundert Seiten wirklich durchkämpfen musste. Es kam für mich trotz Kampfszenen keine wirkliche Spannung auf.
Einen Pluspunkt hat die Geschichte allerdings für mich, und das waren die Charaktere von Zarias Freunden. Ich mochte besonders Leona und Meteor wirklich gerne. Leona war vorlaut und aufmüpfig, Meteor freundlich und einfach wie ein perfekter bester Freund. Ich fand die beiden wirklich authentisch und konnte ihnen deutlich mehr abgewinnen als Zaria.


Dieses Buch hat für mich sehr vielversprechend begonnen und dann leider sehr stark nachgelassen. Für mich war es einfach keine runde Geschichte, da es für mich einfach zu viele Handlungen gab, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Für mich war das Buch leider nichts. Ich vergebe für den Schreibstil und die Grundidee an sich 2 von 5 möglichen Herzen! Schade :(

 


Lest fleißig, 
eure Sabrina


10. Januar 2018

Rezension zu „Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden“ von Emily Barr

Wenn du dich jedes Mal neu erinnern musst…

© Fischer FJB Verlag
Titel: Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden  
Autor: Emily Barr
Seiten: 352
Genre: Jugendbuch

gelesenes Format: HC

Klappentext:
„Flora Banks Leben ist wie ein tausendteiliges Puzzle in allen Farben des Regenbogens. Jeden Tag muss sie es erneut zusammensetzen. Sie muss sich daran erinnern, wer sie ist und was los ist. Manchmal stündlich. Nichts, was seit ihrem 10. Geburtstag passiert ist, bleibt ihr im Gedächtnis. Doch auf einmal ist da diese eine Erinnerung in ihrem Kopf. Und sie bleibt, verschwindet nicht wie die anderen Details aus ihrem Leben. Es ist die Erinnerung daran, wie sie nachts am Strand einen Jungen geküsst hat. Bewaffnet mit Handy, Briefen von ihrem Bruder aus Paris, einem prallgefüllten Notizbuch und tausenden von Zettelchen macht sich Flora Banks auf eine Reise, die sie letztendlich zu sich selbst führt. Denn zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie jetzt entscheiden, wer sie wirklich sein will.“ (Quelle: https://www.fischerverlage.de/buch/jeder_tag_kann_der_schoenste_in_deinem_leben_werden/9783841440075 )

*Das Buch war für mich so anstrengend, wie für Flora ihr ganzes Leben sein muss*

Bei diesem Buch war ich sofort in das schöne mädchenhafte Cover verliebt und fand auch den Klappentext ziemlich interessant.
Besonders die Grundidee hat mir gefallen, da es um ein Mädchen geht, die die sich seit ihrem 10. Geburtstag nicht mehr wirklich an Dinge erinnern kann. Manchmal hält ihr Gedächtnis für ein paar Stunden, doch dann vergisst sie alles und muss sich mithilfe von Notizen und Zetteln immer wieder aufs Neue klar machen, wer sie ist, wo sie ist und was sie in den letzten Stunden getan  hat. Ich war sehr gespannt, wie diese Idee umgesetzt sein würde.
Schon nach den ersten paar Kapiteln wurde mir klar, dass dieses Buch wirklich anstrengend für mich sein würde. Denn die Geschichte wird aus der Ich – Perspektive von Flora erzählt und man erfährt als Leser wie es ist, sich die gleichen Informationen ständig neu vor Augen zu führen. Man liest so oft wer Flora ist, wie alt sie ist, und woran sie sich erinnern kann und woran nicht. Ich muss sagen, dass mir dieses stilistische Mittel es leider sehr schwer gemacht hat mich mit der Geschichte anzufreunden. Die Geschichte ist etwas Besonderes, gar keine Frage. Man lernt durch Flora nämlich, dass man trotz einer Einschränkung sein Ziel niemals aus den Augen verlieren darf, selbstbewusst durch die Welt gehen und seinen eigenen Zielen und Träumen folgen soll.
Nur leider hat mir der Erzählstil wirklich zu sehr genervt, als dass ich beim Lesen positive Emotionen empfinden und mit Flora mitfiebern konnte, obwohl die Geschichte durchaus das Potential dazu gehabt hätte.
Flora selbst war mir als Charakter aber recht sympathisch. Sie ist einfach, bedingt durch ihren Gedächtnisverlust auf dem Stand einer Zehnjährigen, und wirkt auch entsprechend naiv, unerfahren und kindlich. Das merkt man vor allem an ihren sprunghaften und oft sehr undurchdachten Gedankengängen.
Auch die Geschichte an sich konnte mich leider erst zum Ende hin etwas positiver stimmen. Es passierte einfach, auch durch die vielen Wiederholungen, nicht wirklich viel in der Geschichte und es zog sich unendlich in die Länge, bis es dann mal ein bisschen temporeicher wurde. Es gab die eine oder andere Wendung, die ich sehr gut fand, und mit der ich auch nicht gerechnet habe, dennoch konnte mich die Geschichte leider insgesamt nicht wirklich überzeugen. 

Diese Geschichte war leider nicht wirklich meins, da mir persönlich der Schreibstil einfach zu anstrengend war. Die vielen Wiederholungen waren in den ersten drei Kapiteln noch ein geniales Stilmittel, doch dann nervten sie mich nur noch, sodass ich den Spaß an der Geschichte leider verloren habe. Ich fand Flora aber ganz gut und auch die Grundidee an sich war wirklich schön. Wahrscheinlich hätte mir eine andere stilistische Umsetzung die Story deutlich näher gebracht. So vergebe ich leider nur 2 von 5 möglichen Herzen. 

 

Lest fleißig, 
eure Sabrina



9. Januar 2018

Rezension zu „Aschenkindel – Das wahre Märchen“ von Halo Summer

So hätte es auch gewesen sein können


© HarperCollins Verlag


Titel: Aschenkindel – Das wahre Märchen
Autor: Halo Summer
Seiten: 276
Genre: Märchenadaption 
gelesenes Format: TB

Klappentext:
„Jedes Mädchen wäre dankbar, auf den Ball des Kronprinzen gehen zu dürfen. Schließlich will er sich dort eine Braut aussuchen. Doch Claerie Farnflee ist nicht wie andere Mädchen. Lieber bewohnt sie ein muffiges Turmzimmer, schuftet wie eine Dienstmagd und erträgt die Launen ihrer Stiefmutter, als sich an einen dahergelaufenen Prinzen zu ketten. So denkt sie – bis zu dem Tag, an dem sie im Verbotenen Wald einen Fremden trifft, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt …“ (Quelle: https://www.harpercollins.de/buecher/liebesromane/aschenkindel-das-wahre-marchen)

Bei diesem Buch war ich direkt in dieses wunderschöne Cover verliebt. Es wirkt verträumt, romantisch und passt in meinen Augen wirklich sehr gut zu einer Märchenadaption.
Wie der Name des Buches es vielleicht schon erahnen lässt, handelt es hierbei um eine Adaption von Cinderella bzw. Aschenputtel. Auf die Geschichte an sich war ich vor dem Lesen wirklich sehr neugierig, da die Geschichte den 
"Kindle Storyteller Award 2016" gewonnen hat und ich auch so schon viel Gutes über diese Märchenadaption gelesen hatte.  Und als Fan von solchen Adaptionen war dieses Buch für mich ein Muss. Ich bin immer gespannt, was die Schriftsteller aus der Originalgeschichte machen und wie sie die Charaktere und die Plottwists verändern. 

Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein und fand mich sehr einfach in der Welt von Claerie, dem Aschenkindel zurecht. Mit einem lockeren, flüssigen und amüsanten Schreibstil malte die Autorin förmlich eine magische Welt, in der Claerie lebt. Mir hat diese magisch angehauchte Welt wirklich ausgesprochen gut gefallen, da sie zwar zauberhafte Elemente enthalten hat, aber nicht überladen war.
Schnell wird zu Beginn deutlich, dass wir es bei der Protagonistin Clearie mit einem Mädchen zu tun haben, die sich charakterlich deutlich von ihrem originalen Vorbild abhebt. Sie ist störrisch, selbstbewusst und ein wenig aufmüpfig. Ich fand es sehr amüsant, Cinderella mal mit solchen Charakterzügen zu erleben. Auf der anderen Seite zeigte sie aber auch oft ihre fürsorgliche und verständnisvolle Art, wodurch sie einen wirklich vielschichtigen Charakter bekam, bei dem sich alle Eigenschaften aber sehr gut ergänzt haben. Als Protagonistin war sie mir deshalb von Anfang an sehr sympathisch.
Ich konnte gut mit ihr mitfühlen, vor allem als ich dann im Buch ihrer guten Fee und ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern begegnet bin. Ihre Charaktereigenschaften sind allesamt ein bisschen anders als im Original, was ich aber auch gut fand.

In der Geschichte an sich geht es darum, dass Claerie auf den Ball des Prinzen gehen soll, um ihn dort kennen zu lernen. Claerie hat aber eigentlich gar kein Interesse am Prinzen, da sich ihr Herz bereits für jemand anderes entschieden zu haben scheint. Es entsteht eine kleine Dreiecksgeschichte, die sich aber auf einem sehr angenehmen Level bewegt hat, sodass sie gut zur Geschichte gepasst hat.
Was ich an dem Verlauf der Geschichte so gut gemacht finde, ist dass die Grundhandlung dem Original zwar recht nahe kommt, die Details in der Handlung trotzdem sehr unerwartet sind. Für mich kamen einige Wendungen wirklich überraschend und ich habe mich über die ein oder andere sehr gefreut. Das einzige was nicht so überraschend war, war für mich das Ende. Aber es passt gut zum Rest der Geschichte und macht die Geschichte richtig rund. Was ich an diesem Buch ein bisschen schade fand, war dass am Anfang der Geschichte Vampire erwähnt wurden, sie im Laufe der Geschichte aber keine Rolle mehr gespielt haben. Dabei hätten gerade sie das Potential für ein bisschen aufkommende Action geboten. Die habe ich im Buch leider etwas vermisst.



Wer das originale Märchen von Cinderella kennt, wird Aschenkindel auch auf jeden Fall mögen. Für mich war es eine sehr seichte und schöne Geschichte für Zwischendurch, die ich jedem Fan von Märchenadaptionen empfehlen kann!

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina