6. November 2019

Rezension zu „Die Schönste im ganzen Land“ von Serena Valentino

Spieglein, Spieglein an der Wand… 


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Die Schönste im ganzen Land
Autorin: Serena Valentino
Seiten: 224
Genre: Jugendbuch, Märchen
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Das Märchen von Schneewittchen und ihrer bösen Stiefmutter ist weltbekannt. Nicht bekannt ist hingegen, warum die Königin in ihrem Wesen so böse geworden war. Immer schon gab es viele Vermutungen: weil sie die Schönheit der Stieftochter nicht ertrug. Oder weil sie eifersüchtig auf die verstorbene, erste Frau des Königs war? In diesem Märchen werden erstmals die wahren Gründe erzählt...“ (Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/disney-villains-1-die-schoenste-im-ganzen-land/102007)

* Wie aus Figuren Disney-Bösewichte wurden* 

Die Vorgeschichten zu den Disney-Bösewichten, das ist wohl der Traum eines jeden Disney Fans. Ich war auf jeden Fall direkt super neugierig auf die Geschichten und insbesondere auf die von Schneewittchen, da dieser Disney-Klassiker neben Dornröschen bei mir in der Kindheit auf Dauerschleife durch den Videorekorder lief.

Die Cover dieser Reihe finde ich unglaublich schön. Sie sind alle zwar schlicht und düster gehalten, aber gerade kreiert für mich schon vor dem Lesen eine besondere Atmosphäre.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht schnell gelungen, auch wenn ich so meinem Probleme mit dem Schreibstil hatte. Ich kam mit dieser Mischung aus Märchen- und moderner Sprache einfach nicht so gut zurecht. Da hätte ich lieber etwas einheitlicheres gelesen.

Von der Geschichte habe vor Beginn des Lesens nicht so viel erwartet, da ich die Grundlage der Geschichte einfach schon kannte. Ich wurde in dieser Hinsicht dann beim Lesen auch weder überrascht noch enttäuscht, denn ich habe genau das bekommen, was ich bereits erwartet habe. Nämlich die Geschichte von Schneewittchen aus der Sicht der bösen Königin. 
Was ich an der Handlung hier ein bisschen schade fand, war die Langatmigkeit, die in vielen Szenen gesteckt hat, und dass bei Szenen, die ich nicht unbedingt als notwendig für die Handlung ansehen würde. Ein etwas höheres Erzähltempo hätte da der Geschichte vielleicht ganz gut getan. Dennoch fand ich es wirklich schön, mal wieder in einen alten Disney-Klassiker einzutauchen und die märchenhafte Stimmung im Buch einfach wie damals als Kind zu genießen.

Die Handlung war sehr nah am Disneyfilm angebunden und gut durchdacht, sodass ich gut nachvollziehen konnte, wie sich die Königin als Charakter entwickelt hat und warum sie am Ende so geworden ist, wie wir sie aus dem Original kennen. Hier wäre ich gerne irgendwie noch ein bisschen mehr überrascht worden und hätte noch mehr Neues erfahren, aber so war es auch in Ordnung. Dafür hatten mehrere andere Disneyfiguren ihre kleinen Nebenrollen, was ich nicht erwartet aber richtig süß fand. Es rundet die Disney-Welt einfach noch mehr ab und macht sie zu einem kleinen eigenen Universum, wo die Geschichten miteinander interagieren und nicht bloß nebeneinander bestehen.

Eine wirklich schöne und gut durchdachte Vorgeschichte zu dem Disney-Klassiker Schneewittchen, die eng an den Disney Film angebunden ist. Auch wenn es nicht viel Neues gab kann ich dieses Buch dennoch jedem Disney-Fan empfehlen. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina

5. November 2019

Rezension zu „Das Labyrinth des Faun“ von Cornelia Funke und Guillermo del Toro

Traust du dich hinein, ins dunkle Labyrinth des Faun? 




© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Fischer Verlag
Titel: Das Labyrinth des Faun
Autorin: Cornelia Funke und Guillermo del Toro
Seiten: 320 Seiten
Genre: Jugendbuch, Fantasy
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Nein


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?“
(Quelle: https://www.fischerverlage.de/buch/cornelia_funke_guillermo_del_toro_das_labyrinth_des_fauns/9783737356664 ) 


*Konnte leider nicht an den Film herankommen* 

Als ich gehört habe, dass der Film „Pans Labyrinth“ eine Buchadaption bekommt schlugen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine war äußerst interessiert, gerade auch weil Cornelia Funke und Guillermo del Toro als weltbekannte Autoren sich des Projektes angenommen haben. Doch gleichzeitig schlug mein anderes Herz einen Ton voller Skepsis an, da der Film einfach super düster ist und eine besondere Atmosphäre beim Schauen vermittelt, die einmalig ist. Ob das wohl im Buch auch so rüberkommen würde? Ich habe mich überraschen lassen.

Das Cover des Buches hat mir auf jeden Fall echt richtig gut gefallen. Es wirkt düster und zeigt Ofelia als Protagonistin, sowie einige bezeichnende Elemente aus der Geschichte. Besonders diejenigen, die den Film kennen, haben hier direkt die ersten Anhaltspunkte für Erinnerungen. Auch zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paar illustrierte Seiten, die das Buch für mich noch einmal interessanter gemacht haben.

Die ersten Seiten des Buches waren für mich gut zu lesen, auch wenn ich den Schreibstil jetzt nicht Funke hätte zuordnen können. Die Sätze ließen sich allesamt gut lesen und es gab ausreichend Beschreibungen, um sich die Szenen vorzustellen. Allerdgins habe ich hier diese malerische und skizzierende Wortwahl vermisst, mit denen Funke sonst ihre Bücher zum Leben erweckt. Einzig die Szenen im Labyrinth und im Wald haben hier bei mir ein Kopfkino ausgelöst.

Es entstand für mich an dieser Stelle zudem das von mir zuvor bereits befürchtete Problem mit der Atmosphäre. Das Buch war von Anfang an sehr düster und bedrückend, doch so wirklich konnte mich diese Stimmung beim Lesen nicht erreichen, auch wenn die Zeit, zu der die Geschichte spielt dies durchaus hergibt. Da hatte die Filmvorlage bei mir einfach deutlich mehr ausgelöst.

Ansonsten finde ich aber die Verschriftlichung der Handlungen im Film gut gelungen. Ich konnte der Geschichte gut folgen und auch die unterschiedlichen Perspektiven kamen bei mir sehr gut an. Als Leser hat man alle wichtigen Schlüsselszenen wiedergefunden und konnte am Ende alle Handlungsstränge zu einer runden Geschichte vereinen.

Besonders die Hauptgeschichte rund um Ofelia fand ich spannend. Dieses Mädchen musste wirklich sehr viel mitmachen und hat sich für mich im Laufe der Geschichte auch in gewisser Weise entwickelt. Sie musste schwierige Entscheidungen treffen und mit diesen leben und beängstigende und unschöne Situationen meistern.

In Bezug auf Ofelia und auch die anderen Charaktere als Buchfiguren bin ich allerdings leider auch eher enttäuscht. Ich habe mich dem kleinen Mädchen einfach nicht nahe gefühlt und kam ihr auch im Laufe der Geschichte nicht näher. Diese Distanz hielt mein Mitfiebern dementsprechend leider auch in Grenzen. 

Meist ist es ja so, dass die Buchvorlage um Längen besser ist, als der Film. In diesem Fall ist es auch so, aber halt für den Film. An die Filmvorlage kommt das Buch leider nicht an. Für mich kam einfach die Atmosphäre nicht genug rüber. Und gerade das hätte ich den beiden Autoren durchaus zugetraut. Trotzdem ist es an sich eine solide Geschichte, die eine interessante Story und interessante Erzählperspektiven aufweist. 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! 

  

Lest fleißig, 
eure Sabrina 


2. Oktober 2019

Rezension zu „Das Biest in ihm“ von Serena Valentino

Wie der Prinz zum Biest wurde… 


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Das Biest in ihm
Autorin: Serena Valentino
Seiten: 224
Genre: Jugendbuch, Märchen
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 2


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext: „Wie wurde aus dem schönen Prinzen das furchterregende Monster? Das Märchen von der Schönen und dem Biest kennen alle. Warum jedoch verändert sich der von seinem Volk einst so geliebte Prinz zu einem verbitterten, zurückgezogen lebenden Biest? Sein königlich vergoldetes Leben in Prunk und Schönheit zerfällt und er wird zutiefst böse - zu seinem eigenen Leid. In dieser Geschichte wird das Märchen erstmals aus Sicht des Prinzen erzählt.“ (Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/das-biest-in-ihm/101994) 

*Weniger neue Infos als erhofft* 


Bereits als Kind habe ich Disneyfilme geliebt und schaue sie auch heute immer noch liebend gerne. Gerade die bösen Charaktere fand ich damals schon immer sehr interessant, weil sie den Geschichten erst so richtig Spannung verliehen haben. Ihr könnt euch also vorstellen, wie sehr ich mich auf die Bücher der „Disneys Villains“ gefreut habe und wie gespannt ich war, die Hintergrundgeschichten der Bösewichte zu erfahren.

Gestartet habe ich also mit dem Biest aus die Schöne und das Biest, auch wenn das Biest für mich persönlich jetzt nicht der klassische Disney-Bösewicht ist. 

Die Idee hinter dieses Büchern besteht ja darin, dem Lesenden nahezubringen, warum die Charakterzüger der Bösewichte so „böse“ sind. Und genau hier habe ich auch von Anfang an die größte Skepsis beim Biest gehabt, weil der Originalfilm die Hintergrundgeschichte des Biestes ja bereits grob beleuchtet und erklärt, wie der Prinz zum Biest wurde. Diese Filmvorlage zeigte sich beim Lesen leider, wie erwartet, auch sehr stark im Verlauf der Geschichte, sodass mir das meiste aus der Geschichte bereits bekannt war und es für mich bis auf wenige Details auch nicht wirklich etwas Neues gab.
Gut gemacht fand ich die Geschichte er drei merkwürdigen Feenschwestern, die scheinbar überall ihre Finger mit im Spiel haben und die Freundschaft des Prinzen zu Gaston als neue Elemente der Geschichte. Von solchen Details hätte ich gerne noch mehr Ausschmückungen gehabt. Auch die Charaktere hätten für mich noch näher beleuchtet werden können, sodass man noch mehr Facetten von ihnen kennen lernen kann.
Der Schreibstil war sehr flüssig und einfach, sodass sich das Buch sehr gut lesen ließ.




Als Auftaktband der Reihe hätte ich mir einen eher unbekannten Charakter gewünscht, von dem man die Vorgeschichte noch nicht kennt. Denn so gab es für mich nur wenig Neues zu entdecken, was aber denke ich in den anderen Bänden anders sein wird. Ich bin auf jeden Fall gespannt wie sich die Geschichten bei den anderen Bösewichten gestalten. 

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! 



  

Lest fleißig, 
eure Sabrina 



23. September 2019

Rezension zu „Awakening Terra #1“ von Jennifer Alice Jager

Wenn die Natur sich wehrt… 

© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Arena Verlag

Titel: Awakening Terra #1
Autorin: Jennifer Alice Jager
Seiten: 256
Genre: Jugendbuch, Dystopie
gelesenes Format: Broschiert
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Arena Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Nur vier Jugendliche können das Ende der Menschheit und den drohenden Untergang noch verhindern. Der nervenzerfetzende Auftakt der gewaltigen Endzeitreihe über den Kampf von Mensch gegen Natur. Naturkatastrophen wüten auf der ganzen Welt. In Addys Heimatstadt Orsett zerstören Pflanzen alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt. Auf der Suche nach der Ursache trifft Addy einen Jungen, in dessen Nähe die Natur noch viel verrückter zu spielen scheint. Was er ihr offenbart, ist noch schlimmer als das, was die Pflanzen ihrer Heimatstadt angetan haben. Denn dies war erst der Anfang. Terra Mater, die Erde selbst, will dem Tun der Menschen ein Ende setzen und eine bessere Welt erschaffen – ohne sie. Ihr erstes Ziel: die Kraftwerke des Energiekonzerns Elekreen. Dazwischen: Millionen von Menschen, die sie bereit ist zu opfern. Nach einer Vision ahnt Addy: Das Schicksal der Welt liegt in ihren Händen und in denen von drei anderen Jugendlichen, von denen sie ganze Kontinente trennen.“ (Quelle: https://www.arena-verlag.de/artikel/awakening-978-3-401-60492-3 )


*Ein erschreckendes Zukunfts-Szenario, das definitiv zum Nachdenken bringt* 


Mit der ‚Fridays for future‘-Bewegung ist das Thema Klimawandel und Klimaschutz in den vergangenen Monaten immer präsenter geworden. Wie wichtig es ist, den Schutz der Natur ernst zu nehmen zeigt die Autorin Jennifer Alice Jager auf eine sehr eindrückliche Weise in ihrer neuen Reihe.

Der Auftaktband „Awakening Terra #1“ zeigt in einem dystopischen Szenario sehr eindrücklich, welche Folgen eine Missachtung dieses wichtigen Themas mit sich zieht. Der Schreibstil der Autorin ist hier, wie auch bereits in ihren anderen Werken, sehr pointiert und kreiert mit einer sehr treffenden Wortwahl zwar eine grüne, aber dennoch eher düstere Endzeitatmosphäre. Diese Atmosphäre ist dabei durchgehend von einer knisternden Spannung durchzogen, sodass man als Leser stets gespannt ist, was wohl als nächstes passieren wird. Das die Geschehnisse dabei meist nicht positiv ausfallen, wenn die Natur plötzlich beginnt, sich gegen die Menschen zu wehren, ist hier nahe liegend. Natürlich ist hier auch Phantasie im Spiel, aber gerade das zeigt, wie ich finde, einfach noch einmal in einer verdeutlichten Form, wie es mal vielleicht in einer leicht abgewandelten Form mit unserer Erde zu Ende gehen könnte, wenn man sich des Klimaschutzes jetzt nicht annimmt.

Ich finde es wirklich großartig, dass die Autorin es schafft, dass das Buch zum einen für den Leser eine spannende actionreiche Geschichte transportiert, ihm aber auch zeitgleich vor Augen führt, wie wichtig und thematisierungswürdig der Klimawandel ist. Die Verarbeitung des Themas innerhalb der Geschichte ist der Autorin hier wirklich gut gelungen. Ich bin da wirklich sehr gespannt, wie die Geschichte in den Folgebänden weitergehen wird.


Dieser Auftaktband gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Man hat eine tolle Geschichte mit einer sehr tiefgründigen und wichtigen Grundthematik, die den Leser zum Nachdenken bringt. Ich vergebe daher sehr gute 4 von 5 möglichen Herzen. Ein Herz lasse ich mir noch offen, damit noch eine Steigerung mit den Folgebänden möglich ist. 

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina


27. August 2019

Rezension zu „Das Exodus-Projekt“ von Dan Smith



Ein Abenteuer am Ende der Welt… 



© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Chicken House Verlag
Titel: Das Exodus-Projekt
Autor: Dan Smith
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: HC
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Zak hatte sich ein Abenteuer gewünscht. Aber nach einer Bruchlandung mitten in der Antarktis geht es für ihn und seine Familie um viel mehr. Denn die Forschungsstation, für die seine Eltern arbeiten, ist vollkommen verlassen. Und draußen ist es bitterkalt. Als Zak sich auf den Weg macht, um Hilfe zu suchen, spürt er ein seltsames Unbehagen. Fast so, als würde ihn jemand beobachten. Und dann macht Zak eine furchtbare Entdeckung: Das Exodus-Projekt ist außer Kontrolle geraten! Sie müssen von hier verschwinden und zwar schnell. Doch wo ist eigentlich seine Familie abgeblieben?“
(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/das-exodus-projekt/96142 ) 

*Alleine im Eis* 

Das Buch hat mich beim Stöbern direkt neugierig gemacht, da der Klappentext schon nach purem Abenteuer klang. Insbesondere das Setting mit der einsamen Forschungsstation im Eis ist wirklich mal was anderes für mich gewesen.

Ich habe mich schon nach den ersten paar Seiten sehr schnell in der Geschichte zurecht gefunden und konnte mich direkt auf den Protagonisten Zak und die Handlung einlassen. Der Schreibstil war dabei wirklich angenehm, da die Beschreibungen kurz, aber völlig ausreichend waren. Dadurch lag der Fokus hier stets auf dem Geschehen, das auch in jedem Kapitel immer weiter voranschritt ohne langatmig zu werden.

Zak fand ich dabei als Hauptfigur sehr sympathisch, da er ein neugieriger und willensstarker Junge war, der auch in brenzligen Situationen meistens einen kühlen Kopf bewahrt hat. Und das musste er auch, denn an spannenden und actionreichen Situationen fehlte es in der Geschichte nicht. Es passierte wirklich unglaublich viel und das sehr zügig hintereinander, sodass der Spannungsbogen stets aufrecht gehalten wurde. Das fand ich wirklich toll!

Meine Kritik bezieht sich zum einen auf die Charakterzüge der einzelnen Figuren, die mir stellenweise doch etwas zu einfach gehalten waren. Ich wusste oftmals ziemlich genau wie die Personen agieren würden, wodurch es für mich nur wenige Überraschungen gab. Zum anderen kam mir das Ende dann irgendwie doch ein bisschen zu plötzlich, auch wenn es mir von der Art her sehr gut gefallen hat.




Ich dann dieses Buch allen kleinen und auch großen Abenteurern empfehlen, die sich auf eine spannende Expedition in eine einsame Eiswüste begeben und ein tolles Abenteuer erleben wollen. Denn bei dieser Geschichte ist Action und auch die eine oder andere Überraschung garantiert! 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina



25. August 2019

Rezension zu „Glück & Los“ von Dagmar Bach



Diese Sache mit den Wünschen… 



© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Fischer KJB Verlag
Titel: Glück & Los
Autor: Dagmar Bach
Seiten: 389
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: HC
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Lovelybooks und dem Fischer KJB Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, das wär’s! Früher war Lina überzeugt, dass sie das kann und eine echte Glücksbringerin ist: Um sie herum gingen urplötzlich geheime Wünsche in Erfüllung. Doch das ist schon lange her. Und was genau es war, das die Wünsche wahr werden ließ, hat Lina nie herausgefunden. Schade eigentlich, denn nun hat sie selbst einen riesengroßen Wunsch: Sie will sich endlich, endlich richtig verlieben, mindestens auf den ersten Blick! Wild entschlossen versucht sich Lina wieder an der Sache mit den Wünschen. Leider enden all ihre Experimente im größten Chaos ...“
(Quelle: https://www.fischerverlage.de/buch/dagmar_bach_glueck_und_los/9783737341455) 


*Bunt, facettenreich, leicht und schön* 

Ich habe mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da ich zwischendurch gerne lockere und lustige Jugendbücher lese, bei denen ich einfach die Zeit vergessen und vor mich hin schmunzeln kann. Und genau das habe ich bei diesem Buch auch bekommen.

Man begleitet während dieser Geschichte die fünfzehnjährige Protagonistin Lina durch ihren Alltag, der einfach herrlich ungewöhnlich gewöhnlich war. Der alltägliche Schulwahnsinn, wo Lina unfassbar schlecht „Nein“ zu Aufgaben sagen kann, eine liebevolle, chaotische Patchwork-Familie mit eineiigen Zwillingen als neue Brüder und dann ist da natürlich noch die Sache mit dem Wünsche erfüllen.

Diese ganzen Ansätze führen direkt zu Beginn der Geschichte zu einem turbulenten Start der Geschichte und sorgen auch im Verlauf immer wieder für viele neue spannende Handlungsverläufe. Das hat mir echt super gut gefallen, da ich richtig Spaß beim Lesen hatte und immer gespannt drauf war, was wohl als nächstes passieren würde.

Ich denke auch, dass insbesondere die Familienkonstellation wirklich gut gewählt war, da es hier mal eine Patchworkfamilie gegeben hat, die bis auf einige Kleinigkeiten ziemlich gut funktioniert. Solche Darstellungen von Familien sind gerade in der heutigen Zeit denke ich sehr wichtig um den Leser_innen der Zielgruppe zu zeigen, das Trennungen und Scheidungen nicht immer im Bösen geschehen müssen und dass auch Neuanfänge Potentiale und Chancen bieten.

Auch die Protagonistin Lina ist für die meisten Jugendlichen denke ich eine sehr vorbildliche und damit in meinen Augen sehr gut gelungene Protagonistin. Sie ist stets eine sehr sympathische Hauptfigur, weil sie einfach immer nett, freundlich, hilfsbereit und vor allem harmoniebedürftig ist. Sie hat allerdings auch einige sehr kindische Angewohnheiten, die für mich nicht so recht zu ihrem Alter passen wollte.

Das Verhalten von ihrem nur ein Jahr älteren Bruder Mats und den gleichaltrigen Zwillingen hat für mich an vielen Stellen ebenfalls nicht zu deren Alter gepasst, weil sie sich meiner Ansicht nach viel zu erwachsen benommen haben. Vor allem Mats. Er wirkte auf mich durch seine Reife und seinen Beschützerinstinkt deutlich älter. Ansonsten mochte ich ihn und die Zwillinge und auch sonst alle anderen Nebencharaktere, wie die einzelnen Hausbewohner, wirklich gerne. Sie waren alle sehr liebevoll skizziert, sodass man sich von allen ein gutes Bild machen konnte, auch wenn sie vielleicht nur kurze Auftritte während der Geschichte hatten.

Insgesamt kann ich den Schreibstil der Autorin echt loben, denn sie hat es geschafft eine Geschichte mit einer Leichtigkeit zu erzählen, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Der Verlauf der Handlung war dabei an keiner Stelle langweilig oder langatmig, sodass ich mich stets sehr gut unterhalten gefühlt habe. Man hat allerdings schon gemerkt, dass es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer neuen Reihe gehandelt hat. Denn gerade dass Wünsche erfüllen, was ja in dieser Geschichte eine zentrale Thematik darstellt, wurde sehr behutsam eingeführt und nicht zu sehr in den Mittelpunkt gerückt. Hier hat die Autorin den Fokus zunächst mal stärker auf die einzelnen Figuren gelegt ohne dabei jedoch die Handlung zu vernachlässigen, was ich wirklich ausgesprochen gut fand. Ich denke da wird dann im nächsten Band einiges mehr zum Wünsche erfüllen kommen. Und ich kann euch eins sagen: Da freue ich mich jetzt schon drauf!

Eine wunderschöne, locker flockige Geschichte für Teenies, die ich Jung und Alt empfehlen kann. Man findet zwischen den Seiten das Leben mit Höhen und Tiefen und vor allem die vielen bunten Facetten des Lebens, die das Leben vielseitig und spannend machen: Freundschaft, Liebe, Familie, Schule…und ein kleines bisschen Magie. 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen! 

    


Lest fleißig, 

eure Sabrina