3. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 3: Rezension zu „The Run 1: Die Prüfung der Götter“ von Dana Müller-Braun

Mehr als nur ein einfaches Wettrennen…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: The Run 1: Die Prüfung der Götter
Autorin: Dana Müller-Braun
Seiten: 400
Genre: Jugendbuch, Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Vier Götter wurden einst auf die Erde gesandt, um das Zeitalter der Menschen einzuläuten. Aus schwarzem Sand schufen sie das Reich des Kampfes. Aus goldenem Staub erwuchs die Weisheit. Aus roter Asche wurde der Tod geboren. Und aus blauem Eis das Leben. So die Legende, die noch heute Saris Schicksal bestimmt. Wie alle Achtzehnjährigen muss sie den gefährlichen Lauf durch die vier Reiche der Götter bestehen, bevor sie ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden kann. Dabei ist sie auf die Hilfe eines mächtigen Schattenbringers angewiesen, der ihr Herz ungewöhnlich tief berührt. Aber seine Treue gilt nicht ihr ...“ (Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/run-1-die-prufung-der-gotter/978-3-551-58443-4)


*hier steckt einiges an Potential drin *

Der Klappentext von „The Run“ Band 1 hat mich direkt sehr neugierig gemacht, da ich Geschichten mit Wettkämpfen immer super spannend finde und jedes Mal neugierig auf die Umsetzung bin.

In dieser Geschichte begleiten wir die Protagonistin Sari bei ihrem Lauf der Götter durch ihre vier Reiche, um ein vollwertiges in der Gesellschaft zu werden. Dabei taucht der Lesende in eine wirklich imposante Welt ein. Das grundlegende Worldbuilding ist der Autorin hier wirklich ausgesprochen gut gelungen. Die Welt mit ihrer Kultur, ihrem Magiesystem und die verschiedenen Länder mit den unterschiedlichen Beschaffenheiten ist sehr komplex und detailliert ausgearbeitet, sodass ich beim Lesen gerade zu Beginn sehr beeindruckt von der Grundidee war. Durch einen sehr bildlichen Schreibstil konnte ich mir zunächst alles sehr gut vorstellen und mich schnell auf die Geschichte einlassen.

Die Protagonistin Sari gefiel mir als Charakter auch von Anfang an sehr gut, da sie auf mich sehr fürsorglich, verantwortungsbewusst und mutig aufgetreten ist. Das machte sie für mich zu einer starken und sehr sympathischen Person, die ich gerne auf ihrer Reise begleitet habe.

Womit ich allerdings schon bald meine Schwierigkeiten bekam, war das hohe Erzähltempo. Ich hatte so das Gefühl, dass die Autorin sehr viele wirklich tolle Ideen hatte, die alle auf einmal förmlich in diese Geschichte hinein gesprudelt sind.

Diese Ideen hatten für mich alle sehr großes Potential, welches sich in meinen Augen aber leider nicht wirklich entfalten konnte, da sich die Ideen alle überlagert haben. Ich mag es grundsätzlich sehr gerne, wenn die Handlung Schlag auf Schlag passiert und man immer wieder Neues erlebt. Hier waren es mir allerdings zu viele Ideenumsetzungen auf einmal, die allesamt um die größte Aufmerksamkeit gekämpft und sich gegenseitig übertrumpft haben.

Das hatte zur Folge, dass die Handlung für mich sehr wuselig und hektisch war, sodass ich die Handlung an sich gar nicht richtig verarbeiten und stückweit auch genießen konnte. Ich habe zeitweise einfach die Übersicht vor lauter Detailideen verloren. So habe ich beispielsweise die Parallelen aus der Geschichte aus den alten Schriften der Götter nicht auf die aktuelle Story in der Handlung übertragen konnte. Das hat mich stellenweise ziemlich verwirrt und aus dem Lesefluss gebracht. Hier hätte ich mir persönlich einen höheren Fokus auf einzelne gute Elemente gewünscht, da sie so noch besser zur Geltung gekommen wären.

Ansonsten war der Handlungsverlauf in meinen Augen aber sehr gelungen. Es gab jede Menge Spannung, viel Abwechslung, alleine schon durch die verschiedenen Landschaften und Herausforderungen und Prüfungen und auch die eine oder andere emotionale Szene.


The Run – die Prüfung der Götter ist für mich ein solider und lesenswerter Auftaktband, in dem auf jeden Fall noch viel Potential steckt. Die Geschichte überzeugt durchaus mit einem sehr starken Worldbuilding, einer wirklich interessanten Protagonistin und vielen spannenden Momenten. Das weitere Potential liegt auf jeden Fall in den wirklich zahlreichen bereits verarbeiteten Ideen, denen hoffentlich im 2. Band noch viel mehr Raum gegeben wird, damit sie auf den Lesenden wirken und der Geschichte einfach noch mehr Fokus und ein klareres Profil verleihen.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!

  

Lest fleißig,
eure Sabrina





2. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr.2: Rezension zu „Fabula Magicae – Der Ruf der Bücherwelt“ von Aurelia L. Night

Folge dem Ruf der Bücherwelt…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Impress Carlsen Verlag
Titel: Fabula Magicae – Der Ruf der Bücherwelt
Autorin: Aurelia L. Night
Seiten: 336 Seiten
Genre: Fantasy, Romantasy, Jugendbuch
gelesenes Format: E- Book
Band einer Reihe: Ja, Band 1 

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgalley und insbesondere dem impress Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Für die 16-jährige Mia bricht eine Welt zusammen, als ihr geliebter Großvater plötzlich verstirbt. Doch als ihr sein Vermächtnis überreicht wird, ist sie sofort fasziniert: ein scheinbar uraltes Buch, von dem ein unwiderstehlicher Sog ausgeht, dem sie sich nicht entziehen kann. Als Mia es aufschlägt, geschieht das Unvorstellbare. Sie landet mitten in einer unbekannten Welt voller Magie. Umgeben von Nymphen, Nixen und Elfen, die ihr nach dem Leben trachten, beginnt für die junge Frau ein Kampf ums Überleben. Einziger Lichtblick ist der geheimnisvolle Jäger Liam, der ihr zur Seite steht und sie endlich wieder zum Lachen bringt…“(Quelle: https://www.carlsen.de/amazon-mobi/fabula-magicae-1-der-ruf-der-buecherwelt/104978 )


*ein phantastisch schöner Reihenauftakt*

Wenn ich jetzt nach dem Lesen über diese Geschichte nachdenke, kommt mir folgender Gedanke direkt als erstes in den Sinn: Diese Geschichte zeigt, wozu die Bücherwelt im Stande ist. Sie zieht Menschen in eine Welt voller Fantasie und grenzenloser Möglichkeiten. Voller Wunder und Überraschungen.

Mit wirklich guten Beschreibungen der Situationen und Orte, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, hat die Autorin es geschafft, mir phantastische Bilder in meinen Kopf zu zaubern und meine Fantasie so zu beflügeln, dass ich mühelos in die Geschichte einzutauchen konnte. Der sehr lockere Schreibstil hatte auf mich zusätzlich eine totale Sogwirkung, sodass aus „nur mal eben Reinlesen“ schnell ein paar Lesestunden wurden.
Dabei war ich nicht nur total fasziniert von den ganzen verschiedenen Fabelwesen wie Elfen und Nixen und insbesondere dem geheimnisvollen Löwenadler (absolute Liebe auf den ersten Zeilen), sondern habe die beiden Protagonisten Mia und Liam auch direkt in mein Herz geschlossen.

Mia war mir als Charakter direkt sympathisch, weil sie so eine enge Bindung zu ihrem Großvater hatte und ich mich sehr gut mit ihr identifizieren konnte. Als Charakter fand ich sie einfach sehr authentisch und greifbar. Ich habe ihre Gedanken und Handlungen alle gut nachvollziehen können, gerade auch unter Berücksichtigung der absolut verrückten Situation, plötzlich in einem Buch gelandet zu sein, auf diverse magische Wesen zu treffen und um sein Leben kämpfen zu müssen.

Liam hingegen war eher eine geheimnisvolle Person, wo man direkt gespürt hat, dass er ein Geheimnis mit sich trägt.

Zusammen haben die beiden für mich ein tolles Team abgegeben, da sie sich ziemlich gut ergänzt haben. Die Verbindung zwischen ihnen war für mich insgesamt sehr schön zu verfolgen, da ein leichtes Knistern durchaus zu spüren war, die Autorin den Beiden aber ausreichend Zeit gegeben hat sich kennen zu lernen und auf eine realistische Entwicklung von Gefühlen Wert legte.

Der Handlungsverlauf ist eine gute Mischung aus Spannung und Romantik, wobei ich hier fand, dass die Szenen allesamt sehr schön zu lesen waren, aber doch recht oberflächlich geblieben sind. Hier hätte ich mir gewünscht, an der einen oder anderen Stelle noch tiefere Emotionen übermittelt zu spüren. Vielleicht kommt das in den Folgebänden noch stärker zu tragen. Zur Hand genommen werden sollte der Folgeband auf jeden Fall, alleine schon, weil die Geschichte mit einem Cliffhanger endet.

Fabula Magicae – Der Ruf der Bücherwelt ist ein sehr gelungener Auftaktband einer mehrteiligen Fantasyreihe. Wer dem Ruf dieser Welt folgt, wird in eine zauberhafte Welt voller magischer Wesen eintauchen und gemeinsam mit zwei tollen Protagonisten eine Geschichte voller Spannung und Romantik erleben.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina




1. Dezember 2021

Adventskalendertürchen Nr. 1: Rezension zu „Disney – Twisted Tales: Elsas Suche (Die Eiskönigin)“ von Walt Disney, Jen Calonita

Irgendwie bekannt, und doch ganz anders…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Disney – Twisted Tales: Elsas Suche (Die Eiskönigin)
Autor*in: Walt Disney & Jen Calonita
Seiten: 320
Genre: Disney, Jugendbuch 
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: alleinstehender Band der Twisted Tales Reihe

Klappentext:
„Nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern muss Prinzessin Elsa sich schneller in ihre Rolle als Königin von Arendelle fügen als gedacht. Und auf magische Weise gehen damit lang verschüttete Erinnerungen einher. Erinnerungen an ein ihr bekannt erscheinendes Mädchen. Wer ist dieses Mädchen, das ihr so schmerzhaft und innig vertraut vorkommt? Elsa macht sich auf die Suche nach ihr und beginnt eine gefährliche Reise, um einen schrecklichen Fluch zu lösen – und um zu finden, was ihr seit Jahren fehlt.“ (Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/disney-twisted-tales-elsas-suche-die-eiskonigin/978-3-551-28047-3 )

*ein interessanter Perspektivwechsel*

Bei diesem Buch war ich direkt vom ersten Moment an total verliebt in das tolle Cover. Es ist alles farblich perfekt abgestimmt: das Weiß und Blau, die Schneeflocken und Elsas Silhouette der Original Disney Figur. So ist das Cover direkt ein richtiger Eyecatcher und hat zugleich einen hohen Wiedererkennungswert, denn ich denke nahezu alle Disneyfans erkennen Elsa auf den ersten Blick an ihrem Zopf.

Vorab ist es noch wichtig zu erwähnen, dass ich beide Filme von Frozen – Die Eiskönigin gesehen habe, da ich so quasi ein gewisses Vorwissen zu den Charakteren und der Handlung mitbringe.

In dieser Twisted Tale Geschichte liegt der Twist darin, dass Elsa und Anna nicht zusammen aufwachsen und dass auch Elsas Fähigkeiten ihr selbst noch nicht bekannt sind. Dieser Twist war für mich sehr interessant und ich war gespannt, wie sich die Geschichte wohl von den Filmen unterscheiden würde. Mal einer der seltenen Fälle, wo der Film zuerst dagewesen ist und man nun ein zumindest grundlegend darauf basierendes Buch damit gewisser Weise vergleicht.

Der Einstieg in die Geschichte geschieht super unkompliziert, da der Schreibstil sehr einfach gehalten ist, wodurch sich das Buch sehr zügig und entspannt lesen ließ. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade auch die jüngeren Frozen Fans mit diesem Erzählstil gut zurecht kommen werden.

Man trifft direkt auf Anna und Elsa und kurz darauf auch auf alle anderen altbekannten Figuren, die auch die bekannten Charakterzüge aufweisen. Anna ist ein sehr quirliges, fröhliches und aufgewecktes Mädchen, Elsa ist eher ruhig und kontrolliert und Olaf wie immer ein Sonnenschein. Allerdings begegnet man den Figuren nun in anderen Zusammenhängen und Situationen wieder. Für mich war das stellenweise wirklich interessant, da ich überrascht war, dass die neu zusammengewürfelten Situationen erstaunlich gut miteinander harmoniert haben.

Die Handlung orientierte sich insgesamt aber erstaunlich stark an der Originalhandlung vom Disneyfilm Frozen, lediglich die Reihenfolge der Geschehnisse wurde verändert. Zum Teil waren die Szenen nahezu identisch mit denen im Film, was mich beim Lesen schon etwas irritiert hat. Hier hätte ich mir im Nachhinein einfach einen noch stärkeren Twist gewünscht, der vielleicht das Ende nicht so vorhersehbar macht. Denn so kommen definitiv zwar alle Anna und Elsa Fans auf ihre Kosten, große Überraschungen oder Aha Momente gab es allerdings nicht.

Mir machte es trotzdem großen Spaß, tiefer in die Charakterzüge von Elsa einzutauchen, da der Fokus der Geschichte bei ihr liegt. Ich fand es sehr spannend, sie als Figur besser kennen zu lernen.

Eine tolle Twisted Tale Geschichte, die ich allen Fans von Anna und Elsa sehr empfehlen kann. Es war wirklich schön, den Charakteren wieder zu begegnen und zu sehen, wie die Geschichte auch hätte verlaufen können. Auch wenn man weiß was kommt, oder vielleicht gerade deswegen, ist die Geschichte super unaufgeregt und bietet einfach ein total schönes Leseerlebnis.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen!

   

Lest fleißig,
eure Sabrina



30. November 2021

Ankündigung: Adventskalender 2021 - Carlsen Edition



Hallo ihr Lieben,

Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht schon mitbekommen:


Morgen startet mein Adventskalender in der Carlsen Edition!


Das heißt es wird jeden Tag auf meinem Blog und auf meinem Instagram Kanal @komm_mit_ins_buecherwunderland eine Vorstellung und Rezension zu einem Buch aus dem Carlsen Verlag @carlsenverlag geben. 
Es wird eine bunte Mischung sein aus neuen Büchern, echten Carlsen Klassikern und Schätzen aus dem @impressebooks Bereich.

Ich freue mich schon sehr auf die gemeinsame Adventszeit mit euch! 
Schaut bei mir auch gerne auf Instagram in meiner Story vorbei. Dort wird es ab morgen auch jeden Tag ein kleines Unpacking von meinem Bücher-Adventskalender geben. :) 

Bis dahin, lest fleißig und macht euch einen schönen Abend :)

17. November 2021

Rezension zu „One of us is next“ von Karen M. McManus

Wahrheit oder Pflicht? Verweigerst du, hat es Folgen…


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Wunderraum Verlag
Titel: One of us is next
Autorin: Karen M. McManus
Seiten:  448 Seiten
Genre: Jugendbuch, Thriller
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 2

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und insbesondere dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Es ist ein Jahr her, seit Simon Kelleher starb. Maeve ist in der elften Klasse an der Bayview High. Über Simons Tod und dessen Folgen wird kaum mehr geredet. Da taucht ein anonymes Wahrheit-oder-Pflicht-Spiel auf, das die gesamte Schülerschaft in Atem hält. Jeder, der nicht mitspielt, wird bloßgestellt. Doch als Maeve an der Reihe ist, weigert sie sich, mitzumachen — das virtuelle Spiel, ausgerichtet von »DarkestMind«, lässt bei ihr alle Alarmglocken läuten. Und dann sind sie plötzlich wieder da: die Schaulustigen. Die Reporter. Die Polizei. Denn es hat wieder einen Toten gegeben …“ (Quelle: https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/ONE-OF-US-IS-NEXT/Karen-M-McManus/cbj-Jugendbuecher/e556514.rhd )


*für mich mal wieder ein absolutes Highlight*

Als ich mitbekommen habe, dass es einen Folgeband zu „One of us is lying“ geben wird, bin ich vor Freude wirklich ausgeflippt. Denn für mich war Band 1 bereits eines meiner Jahreshighlights gewesen. Die Geschichte hatte mich damals direkt packen können und von Anfang bis zum Ende begeistert.

Natürlich habe ich mich ganz kurz mal gefragt, ob da Band 2 wohl mithalten könnte, doch schon nach den ersten paar Seiten wusste ich: Ja, definitiv! Dieses Buch ist absolut genial! Der Schreibstil war so, wie ich ihn in Erinnerung hatte, nämlich super leicht und flüssig sodass die Handlung gut voran kam.

Es war außerdem am Anfang direkt super cool, die ganzen Charaktere wieder zu treffen. Da zwischen Band 1 und 2 etwas Zeit liegt, sind die Figuren etwas älter geworden und haben sich charakterlich ein wenig weiter entwickelt. Das war toll zu beobachten und machte die ganze Story noch viel realistischer und die Figuren auch sehr authentisch. Besonders über Maeve als Protagonistin habe ich mich sehr gefreut, da ich sie im ersten Band bereits sehr gerne mochte. Als Protagonistin hat sie mir sehr gut gefallen. Maeve war mir sympathisch und dadurch, dass ich Band 1 gelesen habe, war es so, als treffe ich eine alte Freundin wieder. Ich konnte ihren Charakter wiedererkennen, fand es aber auch gut, dass sie durch ihr etwas höheres Alter etwas reifer geworden ist.

Was die Handlung angeht, kann man vor der Autorin nur den Hut ziehen, denn das war wirklich ein ganz großes Kino. Es lag direkt von der ersten Seite an so ein Knistern in der Luft, das etwas Unheilvolles zu erwarten ist. Dieses Gefühl beim Lesen, was einen im ersten Band schon den Atem anhalten lässt, war sofort wieder da. Ich habe richtig mitgefiebert und fand die Story genauso fesselnd wie Band 1, wenn nicht sogar noch besser. Es gab eine grandios packende Handlung voller Spannung, Intrigen, Verdächtigungen und Misstrauen, sodass es wirklich aufregend war zu lesen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, so dringend wollte ich wissen, wie es weitergeht, wer hinter »DarkestMind« steckt, und ob das Spiel irgendwie aufzuhalten ist.


Mich konnte One of us is next von der ersten Sekunde packen und restlos begeistern. Ich fand es so genial, wie dieser zweite Band an den Vorgänger angeschlossen hat. Die zwischenzeitliche charakterliche Weiterentwicklung der Figuren war sehr authentisch und realistisch und legte die perfekte Basis für eine atemberaubend spannende Story! Mich hat die Handlung sofort gepackt und bis zur letzten Seite gefesselt. Dieser Sog, den die Geschichte voller Intrigen, Unterstellungen und Vermutungen beim Lesen auf mich hatte war einfach genial. Das haben wirklich noch nicht viele Bücher bei mir geschafft. Deshalb ist dieses Buch für mich ein absolutes Highlight!

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!

    

Lest fleißig,
eure Sabrina



9. November 2021

Rezension zu „Das Gottesspiel“ von Danny Tobey

Wie weit gehst du, um deine Ziele zu erreichen?


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Heyne Verlag 
Titel: Das Gottesspiel 
Autor: Danny Tobey
Seiten: 560 Seiten
Genre: Roman
gelesenes Format: E Book
Band einer Reihe: 
Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem Heyne Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„»Wenn du gewinnst, werden all deine Träume wahr. Wenn du verlierst, bist du tot.« Diese Botschaft erhält Charlie, als er sich für das Gottesspiel anmeldet, das angesagteste Virtual-Reality-Game der Welt. Es wird von einer Künstlichen Intelligenz kontrolliert, die Charlie und seinen Freunden immer neue Aufgaben auf ihre Smartphones und ihre VR-Brillen schickt: Mal müssen sie eine virtuelle Hydra erlegen, mal ein altes Ritual zu Ehren eines längst vergessenen Gottes durchführen. Doch dann werden die Aufgaben, die die KI ihnen stellt, immer gefährlicher, und Charlie erinnert sich wieder an die Botschaft zu Beginn des Spiels. Was kann ihm eine KI schon antun? Wenn er im Spiel stirbt, hat das keine Auswirkungen auf sein Leben in der realen Welt – oder?“ (Quelle: https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Das-Gottesspiel/Danny-Tobey/Heyne/e545046.rhd)

* sehr gut umgesetzte VR-Thematik *

Wenn es um Geschichten geht, in denen Virtual-Reality-Games ein Thema sind, bin ich immer sofort Feuer und Flamme. Bücher wie „Ready Player One“ und „Erebos“ konnten mich in der Vergangenheit meist von der ersten Seite an direkt packen. Ich liebe es einfach zu erleben, wie grenzenlos plötzlich die Möglichkeiten auf der einen Seite sind, wenn man eine VR-Brille aufsetzt. Auf der anderen Seite erlebt man aber auch, wie gefährlich solche Spiele sein können. Gerade wenn diese Spiele Auswirkungen auf die Realität haben. Aus diesem Grund war ich auf „Das Gottesspiel“ sehr neugierig, weil es jedes Mal für mich sehr spannend ist, wie das Virtual-Reality-Game Thema in der Geschichte verarbeitet wird.

An dieser Stelle kann ich bereits sagen: Die Umsetzung fand ich wirklich richtig stark. Ich fand das „Gottesspiel“, dem sich die nerdige Freundesgruppe rund um Charlie und Kenny stellen, sehr gut durchdacht. Die Aufgaben wurden von Mal zu Mal spannender und alle Fäden, die in verschiedenen Handlungssträngen zunächst recht wirr verlaufen sind, liefen am Ende alle zu einem großen Ganzen zusammen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war vorhandene Spannung und das hohe Erzähltempo, dass verhinderte, dass die Geschichte in die Tiefe gegangen ist. Dadurch wirkte die Spannung auf mich zwar vorhanden, aber eben nur sehr oberflächlich. Ich konnte es einfach nicht so richtig fühlen, wie ich es gerne gewollt hätte.

Auch zu den Charakteren fehlte mir dementsprechend die Bindung. Die Charaktere fand ich alle okay und auch ihre, zum Teil sehr erschreckenden Entwicklungen, die sie charakterlich mit Fortschritt des Spiels gemacht haben, war sehr authentisch und glaubhaft dargestellt. Insgesamt waren es mir persönlich aber zu viele Handlungsstränge mit zu vielen verschiedenen Figuren, sodass ich durchaus zwischendurch durcheinander kam, wer denn nun gerade spricht und wer gerade welche Aufgabe und welches Ziel verfolgt. 
Außerdem wurde hier bei dem Highschool Setting für meinen Geschmack doch etwas zu tief in die Schublade mit den Stereotypen und Klichees gegriffen. Es gab die „klassischen“ Gruppierungen der Sportler, der Nerds, der Mädchen, die ihren dazugehörigen Klichees was Verhalten und Sprech, Handel- und Denkweise leider zu sehr entsprachen. Hier hätte ich gerne mehr Individualität bei den Figuren gespürt.


Das Buch kann ich allen empfehlen, die Fans von Geschichten mit Virtual-Reality-Games sind. Denn was diese Idee angeht, war die Geschichte wirklich toll ausgearbeitet! Die Schwächen lagen für mich in der etwas zu kurz kommenden Tiefe der Handlung und bei den vielen unübersichtlichen Charakteren. Wer ein gutes Namens-Gedächtnis hat, sollte damit aber denke ich keine Schwierigkeiten haben. ;)

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!

  

Lest fleißig,
eure Sabrina