12. August 2017

📚Leseliste August/September 📚


Hallo meine lieben Wunderländer,

ich melde mich nach einer kleinen Bloggerpause wieder, die meiner Klausur und Prüfungsphase geschuldet war. Jetzt habe ich wenigstens so etwas wie Semesterferien (es kommt noch eine Hausarbeit), und kann nun endlich wieder mehr lesen.
Meine Challenge

Ich habe mir nun für die Zeit bis zum 05.09. mal eine Reihe von meinem Sub vorgenommen, die ich gerne bis dahin lesen möchte. Denn mein Sub ist mittlerweile sowas von in die Höhe geschossen dass er mich schon fast erschlägt. Also dachte ich mir: Warum mache ich nicht eine kleine persönliche Challenge für mich daraus?
Und zwar habe ich mir die sieben Bände der Reihe "Die Kinder des Dschinn" von P.B. Kerr ausgesucht. Ich finde die Cover in diesen reflektierenden bunten Farben echt so schön und auch die Klappentexte der Bücher wecken in mir gerade so meine Lust auf Abenteuer! John und Philippa, ich bin bereit für die Abenteuer mit euch!!


Ich habe also nun 25 Tage Zeit für sieben Bücher mit insgesamt 2920 Seiten

Das wird sportlich :D Da bin ich echt selbst gespannt, ob ich das schaffe.
Aktueller Stand: 
Seite 21 von 373 von Band 1!


Ich werde euch immer mal wieder Updates geben wie weit ich so gekommen bin.
Ich bin dann mal lesen, 

Eure Sabrina 

21. Juli 2017

Rezension zu „Wir fliegen wenn wir fallen“ von Ava Reed

Eine Reise die das Herz verändert

© Ueberreuter Verlag

Titel: Wir fliegen wenn wir fallen
Autor: Ava Reed
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein
Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin Ava Reed und dem Ueberreuter Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein ganz herzliches Dankeschön! <3

Klappentext: 
„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.Eine Liste mit zehn Wünschen. Ein letzter Wille. Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen. Die Geschichte von Yara und Noel“ (Quelle:http://www.ueberreuter.de/shop/9783764170721-wir-fliegen-wenn-wir-fallen/)

„Wir fliegen wenn wir fallen“ ist eins der Bücher, dass mir in der letzten Zeit auf anderen Buchblogs und auch in diversen Buchläden immer wieder ins Auge gefallen ist. Dieses wunderschöne Cover lässt mir als absolut coververliebtes Mädchen einfach das Herz aufgehen. Die Farbgebung mit dem dunklen rot sowie die dezenten und sehr feinen Motive wie die Pusteblume, die beiden Personen, der Eifelturm und der Wolf wirken super einladend und haben mich total neugierig auf die Story gemacht. 
Ich begann also mit dem Lesen und schon nach kurzer Zeit hatte mich die Geschichte gepackt, aber so richtig.

In dem Buch geht es um Yara und Noel, die sich eigentlich nicht kennen und dann durch einen traurigen Schicksalsschlag plötzlich vor einer großen Herausforderung stehen, die sie nur gemeinsam bewältigen können. Denn Noels Opa hinterlässt den beiden eine Liste mit zehn Wünschen, die sie erfüllen sollen.
Diese Grundidee fand ich sehr schön, da ich ein Mensch bin, der gerne Listen schreibt, und der eine sehr enge Verbindung zu seinem Großvater hatte. Ich konnte deshalb wirklich schnell eine Verbindung zu beiden Charakteren aufbauen und mich sehr gut in ihre Situation hineinversetzen.
Als Protagonisten haben mir sowohl Yara, als auch Noel von Anfang an gut gefallen. Yara ist ein ruhiges Mädchen, die sehr zurückgezogen ist und eigentlich nur vergessen will. Sie lebt wie in einem Schneckenhaus, in dem sie sich vor der Welt versteckt. Doch genau dort setzt die Liste mit den Wünschen bei ihr an. Denn die Erfüllung dieser Liste bedeutet für sie eine Auseinandersetzung mit der Welt. Ich finde es so toll Yara auf ihrer Reise zu begleiten und zu sehen wie sie sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt.
An dieser Entwicklung ist vor allem auch der zweite Protagonist, Noel, beteiligt. Noel ist eigentlich eher der Typ, der sein Leben nicht so ganz auf die Reihe bekommt und einfach unzufrieden mit sich selbst ist. Er ist immer eher pessimistisch und hat keinen richtigen Antrieb im Leben. Auch er scheint, genau wie Yara, im Laufe der Zeit vergessen zu haben, was es bedeutet glücklich zu sein und das Leben zu genießen. Und genau daran setzt auch bei ihm die Liste der Wünsche an.

Denn gemeinsam begeben sich die beiden auf eine Weltreise, die sie eigentlich gar nicht, und vor allem nicht zusammen, machen möchten. Ich fand es super spannend, die beiden auf dieser Reise zu begleiten und mitzuerleben, welche Erfahrungen sie machen und wie sich die beiden in ihrem Charakter und in ihrer ganz eigenen persönlichen Geschichte weiterentwickeln. 
Der wundervolle Schreibstil hat bei mir dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte einfach bei jeder Aktion der beiden hautnah dabei zu sein. Die Formulierungen waren so malerisch, dass die Szenerien für mich sehr greifbar geworden sind. In meinem Kopf entstanden so schöne Kulissen, die ich nicht so schnell vergessen werde.
Insgesamt kann ich sagen, dass „Wir fliegen wenn wir fallen“ ein Buch ist, dass mich so schnell nicht loslassen wird. Es hat mich sowohl durch den sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, durch die sehr sympathischen Charaktere, sowie durch die ganze Storyidee emotional sehr berührt. 
Und es hat vor allem eins mit mir gemacht: Es hat mich mitgenommen auf meine eigene Reise. Eine Reise, auf der ich viel erlebt, aber auch viel nachgedacht habe. Über das Leben und das glücklich sein. Ich habe mich gefragt was auf meiner Liste stehen würde und ob ich Punkt 10 von Yaras und Noels Liste gerade erfüllen würde. Es ist mir bewusst geworden, dass wir diesen Punkt vor lauter Alltag meist gar nicht wahrnehmen. Was ist Punkt 10, fragt ihr euch jetzt vielleicht…Naja, lest das Buch, dann wisst ihr es. 

Eine wunderschöne und emotionale Geschichte mit einer ganz tollen Message, die den Leser mit auf eine Reise nimmt, die ihn sowohl zum Genießen, als auch zum Nachdenken bringt. Eine Geschichte, die die Sicht auf das eigene Leben verändert und einen daran erinnert, wie wichtig es ist, glücklich zu sein!


Ich vergebe 6 von 5 möglichen Büchern, weil dieses Buch es geschafft hat mich in meinem Leben abzuholen, mich auf eine Reise mitzunehmen und mich dann als Mensch mit einem positiv veränderten Denken wieder abzusetzen! 

    



Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!


16. Juli 2017

Rezension zu „Mein Sommerspaziergang- Ausmalen und durchatmen“ von Rita Berman

Hol dir ein Stückchen Sommer nach Hause

© Bastei Lübbe Verlag

Titel: Mein Sommerspaziergang - Ausmalen und durchatmen
Autor: Rita Berman
Seiten: 77
Genre: Malbuch, Geschenkbuch
Reihe: Nein

Format: Paperback

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bastei Lübbe Verlag  zur Rezension zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext: 
„Strahlend blauer Himmel, Blumen in allen Farben und verwunschene Gärten – lange, warme Sommertage laden besonders zur Zeit im Freien ein! Ob ein Nachmittag am Badesee, ein Spaziergang über duftende Wiesen oder überquellende Obststände auf dem Markt: Überall gibt es viel zu entdecken. Kommen Sie mit und schmücken Sie in diesem Ausmalbuch die schönsten Seiten des Sommers mit neuen Farben!“ (Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/geschenkbuecher/mein-sommerspaziergang/id_5842415 )

Wer mich und meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass ich eine kleine Schwäche für Malbücher habe. Ich finde es immer so schön mir in Ruhe die Farben zurechtzulegen, zu überlegen was welche Farbe bekommt und zu beobachten, wie die Bilder Schritt für Schritt mit der Farbe gefüllt werden.

Ich war auf „Mein Sommerspaziergang“ sehr gespannt, da die Sonne hier zur Zeit eher Mangelware ist und ich neugierig war, ob sich beim Malen vielleicht trotzdem ein Sommergefühl bei mir einstellen könnte. Und was soll ich sagen? Bei diesem Buch haben mich die Motive vom ersten Durchblättern an ziemlich begeistert. Und dabei hatte ich noch nicht mal einen bunten Strich gesetzt.
Die Motive sind so vielseitig und harmonisch. Jedes einzelne greift die Thematik des Sommer ganz individuell auf bietet viele Möglichkeiten sich auszutoben und kreativ zu sein. Von verschiedenen Sonnen, Blumenmotiven, Schafsweiden und Campingplätzen, Meer, Wald und Bergen bis hin zu verwunschenen Gärten ist wirklich für jeden etwas dabei. Der Titel „Mein Sommerspaziergang“ passt hier wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches.
Ich finde, dass die einzelnen Bilder jeweils so einladend sind, dass ich direkt große Lust bekommen hatte direkt loszulegen. Ich habe dann aber doch ein bisschen länger gebraucht um mich zu entscheiden womit ich denn starken möchte. Die Motive haben mir einfach alle so gut gefallen! Als ich mich dann doch entschieden habe konnte ich beim Malen auch so richtig entspannen und habe diese kleine Auszeit wirklich genossen. Ich bekam gute Laune und das erhoffe Sommergefühl stellte sich bei mir auch tatsächlich ein.
Die einzelnen Flächen der Motive haben für mich eine ideale Größe. Sie sind nicht zu groß und auch nicht zu klein, sodass ich beim Malen gut voran kam und mich nicht allzu stark konzentrieren musste. Ich hatte Zeit meine Gedanken schweifen zu lassen und mich an vergangene Urlaube zu erinnern. Das war wirklich schön.

Beim Ausmalen habe ich dicke Fineliner benutzt. Für das Papier war das zum Glück kein Problem. Es hat nichts auf die Rückseite durchgedrückt.
Insgesamt bin ich von der Qualität dieses Buches sehr überzeugt. Es hat ein echt handliches Format, sodass man es auch mal eben zusammen mit ein paar Stiften in den Rucksack stecken und mitnehmen kann. Das Papier ist auch qualitativ sehr hochwertig und von der Dicke der Seiten so, dass man mit allen Stiftsorten problemlos darauf malen kann. 

Ein Muss für alle Ausmal-Fans, gerade jetzt, wo der Sommer ja noch ein bisschen auf sich warten lässt! Dieses Buch macht richtig gute Laune! Es lässt die Sonne scheinen und eignet sich einfach super um sich mal eine kurze Auszeit aus dem Alltag zu gönnen, ohne weit verreisen zu müssen.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!

    


Mehr Infos zum Buch findest du hier

15. Juli 2017

Mein Lesemonat Juni 2017

Mein Lesemonat 


Hallo meine Lieben!
In diesem Monat habe ich es lesetechnisch mal ganz leicht angehen lassen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte nämlich einfach Lust auf dünne Bücher. Da musste ich bei mir im Regal erstmal nach suchen. Das meiste sind bei mir nämlich eher dicke HCs. Letzlich bin ich dann aber doch noch fündig geworden und habe vier Bücher gefunden, von denen ich drei auch beendet habe. Das vierte schaffe ich dann hoffentlich im Juli.
In diesem Monat waren die Bücher alle irgendwie ganz nett, aber jetzt nicht der absolute oberhammer. Aber das kann es ja auch nicht immer geben, oder?


Insgesamt gelesene Seiten diesen Monat: 662

Und hier kommen sie! Darf ich vorstellen? Meine gelesenen Bücher im Juni!



1. Mandy Hubbard: Der Kuss der Sirene 
(HC, deutsch, Ravensburger Buchverlag)

© Ravensburger Buchverlag
Inhaltsangabe:
"Nur Lexi weiß, warum ihr Freund Steven beim gemeinsamen Schwimmen ertrank. Ihr Gesang hat ihn zu weit aufs Meer hinausgelockt. Sie ist eine Sirene, eine Meerfrau. Seit jener Tragödie leidet Lexi unter Schuldgefühlen und führt ein einsames Leben. Nur Cole, Stevens bester Freund, bemüht sich um sie, und schließlich verliebt sie sich in ihn. Doch da tritt Erik auf den Plan. Er ist wie Lexi. Ein Wasserwesen. Und seine Pläne sind so dunkel und unergründlich wie der Ozean ..." (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Mandy-Hubbard/Der-Kuss-der-Sirene-1005493867-w/)

Seitenanzahl: 276

Kurze Meinung: 
Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Ich normalerweise nicht so ein großer Fan von Meerjungfrauen und Sirenen. Aber die Geschichte rund um Lexi und ihr nicht ganz so einfaches Leben haben mich dann doch erstaunlich schnell von sich überzeugen können. Ich bin froh dieses Buch endlich von meinem Sub befreit zu haben. Es lag eindeutig schon zu lange dort! 


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2.  Stewart/Weisman/Brigg: Cathy's Book 
(HC, deutsch, Baumhaus Verlag )


© Baumhaus Verlag
Inhaltsangabe:
"Kann das Leben eigentlich noch viel schlimmer werden? Ja, es kann! Nicht nur dass Cathys Vater völlig unerwartet stirbt, sie in der Schule total die Probleme hat und ihre beste Freundin sauer auf sie ist – jetzt macht auch noch ihr Freund Victor mit ihr Schluss! Cathy ist verzweifelt. Doch dann entschließt sie sich, nach den Gründen für Victors Entscheidung zu suchen." (Quelle: https://www.luebbe.de/baumhaus/suche?q=Cathy%27s+Book) 
Seitenanzahl: 175

Kurze Meinung: 
Bei diesem Buch wusste ich irgendwie bis zu den letzten dreißig Seiten nicht wirklich worum es eigentlich ging und ob das Buch wirklich viel Handlung hatte. Vom Schreibstil hat es mir zwar gefallen, aber irgendwie hat mich dieses Buch verwirrt. Denn ich habe selten über hundert Seiten gelesen und wusste danach immer noch nicht wo die Reise eigentlich hingehen sollte.


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3.  Stewart/Weisman/Brigg: Cathy's Key
(HC, deutsch,Baumhaus Verlag )


© Baumhaus Verlag
Inhaltsangabe:
"Sechs Monate sind vergangen, seitdem Cathy herausgefunden hat, dass ihr Freund Victor unsterblich ist. Und als wäre das allein nicht schon aufregend genug, erfährt sie nun auch noch, dass ihr Vater nicht etwa an einem Herzinfarkt gestorben ist, sondern ermordet wurde. Cathy beschließt, dem Tod ihres Vaters auf den Grund zu gehen, und entdeckt dabei Unglaubliches …" (Quelle: https://www.luebbe.de/baumhaus/suche?q=Cathy%27s+Key) 

Seitenanzahl: 211

Kurze Meinung:
Obwohl ich vom ersten Band nicht ganz so angetan war habe ich mich trotzdem an Band 2 herangewagt. Und dieser Band hat mir auf jeden Fall besser gefallen als sein Vorgänger. Ich habe endlich ein Gefühl für die Geschichte bekommen und es gab auch endlich Handlung, die ich auch als Handlung empfunden habe. Von daher werde ich Band 3, der auch noch hier auf meinem Sub liegt, auch bald mal in Angriff nehmen. 


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Mein Highlight diesen Monat:
Der Kuss der Sirene <3 


Welche Bücher habt ihr im Juni gelesen? 

26. Juni 2017

Rezension zu „Alice – Follow the White“ von Stephanie Kempin

Was haben Zombies mit Alice im Wunderland zu tun? Findet es heraus!

© Papierverzierer Verlag

Titel: Alice - Follow the White
Autor: Stephanie Kempin
Seiten: 328
Genre: Märchenadaption
Reihe: Nein

gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Papierverzierer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ein ganz <3 – liches Dankeschön an dieser Stelle!
„Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie  findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.“
(Quelle: http://papierverzierer.de/Alice-Follow-the-White )

Bei dieser Alice im Wunderland Adaption war ich zunächst ein bisschen skeptisch, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Denn Zombies sind eigentlich gar nicht so mein Ding. Bei diesem Buch konnte mich vor allem das tolle Cover mit den Spielkarten, der Armbrust und dem weißen Kaninchen dazu bringen, mich doch man an die Materie heranzuwagen. Denn irgendwie war ich dann doch sehr neugierig wie man wohl das Zombie – Thema in die Alice im Wunderland Geschichte integriert hat.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir bei diesem Buch mal wieder sehr leicht. Man lernte nach und nach die Protagonistinnen Betty, Alice und Cloe kennen und stieg dann so langsam in die Handlung ein. Der Schreibstil der Autorin war locker und leicht und ließ sich gut lesen, sodass ich mich gut auf die Geschichte einlassen konnte.
Das Buch ist aus zwei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Zum einen aus der Sicht von Alice und zum anderen in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht von Betty. Diese Aufteilung fand ich an sich eine tolle Idee, hatte aber für mich persönlich auch kleine Schwachpunkte. Es kam im Laufe der Geschichte nämlich immer wieder zu Doppelungen in den beiden Sichtweisen, es wurden ähnliche Fragen gestellt und dadurch zog es sich an einigen Stellen einfach. Doch diese langatmigen Stellen hielten sich zum Glück in Grenzen, sodass mein Lesefluss nicht sonderlich erschwert wurde. Ich als Skeptiker in Bezug auf Zombiegeschichten fand besonders Bettys Sichtweise und Gedankengänge sehr hilfreich, da ich sie dadurch einfach besser nachvollziehen konnte.
Von den Protagonistinnen war ich auch insgesamt sehr überrascht, da sie mir alle irgendwie gleich gut gefallen haben. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich die eine lieber mag als die andere. Wenn ich mich entscheiden müsste fände ich glaube ich Cloe am besten, einfach weil mir ihre direkte freche Art sehr gut gefällt.
Die Kombination der drei Charaktere fand ich in dieser Geschichte wirklich gut gelungen, da sie sich gut ergänzten und miteinander harmonisiert haben. Besonders die lustigen Sprüche zwischendurch fand ich echt super, da sie diese Freundschaft nochmal authentischer gestaltet haben. Es gab in der Geschichte natürlich auch den einen oder anderen Nebencharakter, die für mich beim Lesen aber irgendwie nicht so präsent wurden. Ich hatte da manchmal den Eindruck, dass sie einfach gezielt eingesetzt wurden um die Story voranzubringen. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei der Gestaltung der Nebencharaktere gewünscht.
Von der Handlung her hat mir die Geschichte, die ja zunächst eher seicht begann ziemlich gut gefallen. Im Großen und Ganzen geht es in der Geschichte darum, dass die drei Freundinnen auf der Suche nach einem Heilmittel für die „Zombiekrankheit“ sind. Die Suche der Mädchen findet dabei vor allem in zwei großen Settings statt, nämlich das Spiegel-Dämmer-Land und das Märenland. Diese zwei Orte, die sich doch schon deutlich von der Realität unterschieden haben, wurden sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Normalerweise finde ich so längere Beschreibungen eher störend, aber hier fand ich sie wirklich angemessen. Denn durch die genaue Beschreibung waren mir die Handlungsorte beim Lesen die ganze Zeit über bildlich im Kopf und ich konnte mich noch besser auf die Handlung konzentrieren. Die Story hat beim Eintritt ins Spiegel-Dämmer-Land  nämlich immer mehr an Fahrt aufgenommen. Die Spannung wurde dabei leider nicht durchgängig gehalten, sondern kam immer eher phasenweise auf. Das fand ich ziemlich schade, da ich es liebe, wenn die Spannung konstant sehr hoch ist.

Eine wirklich gelungene Adaption, die mich trotz eher untypischem Thema (oder vielleicht gerade deswegen) von sich weitestgehend überzeugen konnte. Die Idee mit den Zombies und der Suche nach dem Heilmittel wurde wirklich sehr gut mit der Alice im Wunderland Geschichte verknüpft, sodass für mich daraus eine runde Sache geworden ist.

Da dieses Buch mich trotz kleinerer Schwächen von sich überzeugt hat vergebe ich 4 von 5 möglichen Büchern!


   

Mehr Infos zum Buch findet ihr hier!