14. Oktober 2017

Interview mit Mira Valentin zu ihrem Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“

© Mira Valentin

Hallo meine Lieben,

im Rahmen der FB Veranstaltung "Buchmesseparty für Daheimgebliebene zur FBM 2017" ich hatte heute die besondere Ehre und durfte der Autorin Mira Valentin meine Fragen 
zu ihrer Person, ihrem Autorenleben und ihrem neusten Buch "Der Mitreiser und die Überfliegerin" stellen. Ein bisschen was über Mira konntet ihr ja bereits in meiner Autorenvorstellung erfahren. Ich habe mir nun einige Fragen überlegt, damit auch ihr die Gelegenheit bekommt um Mira noch besser kennenzulernen und mehr über ihr Buch zu erfahren. 
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim lesen :)


Das Interview

Hallo Mira, ich freue mich sehr dass du dir die Zeit nimmst und mir ein paar Fragen zu dir und deinem Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ beantwortest.
Erstmal ein bisschen was zu dir:


1. Zum Einstieg mal ganz klassisch: Beschreibe dich und deine Person doch mal in drei Wörtern :)

Mira: Chaotisch, kameradschaftlich, loyal

2. Womit darf man bei dir und deinen Büchern immer rechnen?

Mira: Es kommen überall Pferde vor, alle Vogelspinnen heißen Gabriel und meistens kommt es anders als man denkt ;-)

3. Warum sollten deine Leser noch gespannt auf deine künftigen Bücher sein? Nenne uns drei wahnsinnig interessante Gründe: 
Mira: Weil meine Protagonisten immer kantig und spannend sind, weil ich euch in tolle Welten entführe und weil die Taschentuchindustrie dann neue Arbeitsplätze schafft. 

4. In der Autorenvorstellung hast du uns ja bereits verraten, dass du neben Autorin auch Mami bist. Wie finden es deine Kinder, dass du Bücher schreibst?

Mira: Meistens finden sie es „total cool“. Aber wenn ich zu lange vor dem Rechner sitze und schreibe, holen sie mich da weg.

5. Hast du beim Schreiben irgendwelche Gewohnheiten oder Rituale, die dir bei deiner Arbeit helfen?

Mira: Eigentlich keine. Ich bin da ziemlich klassisch-langweilig. Ich und mein Rechner – bei völliger Ruhe. Nur so funktioniert’s.

6. Wie kommst du zu den Ideen für deine Bücher?

Mira: Das ist sehr unterschiedlich. Mal entstehen sie aus einer Alltagssituation heraus, mal sehe ich auch ein Bild oder vielleicht sogar ein Premade-Cover, das mich direkt zu einer Geschichte inspiriert.


Jetzt kennen wir dich ja schon ein bisschen besser. Aber dein Buch noch nicht. Das soll sich jetzt schnell ändern. Ich habe dein Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ echt gerne gelesen und habe natürlich auch speziell zum Buch ein paar Fragen. 

© Mira Valentin
1. Erst einmal vorab: Du hast mit diesem Buch in dieser Woche den Kindle Story Teller Award gewonnen! Herzlichen Glückwunsch dazu! Was bedeutet dir dieser Preis? Wie geht es dir damit?
Mira: Ich kann das noch gar nicht richtig fassen. Das ist so ein riesengroßer Preis und ich hätte niemals gedacht, dass ich ihn gewinne. Er bedeutet mir extrem viel – der Ritterschlag im Selfpublishing!

2. Einmal kurz für alle die das Buch noch nicht kennen: Beschreibe bitte „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ in 3-4 Sätzen.

Mira: In dem Buch geht es um einen Jungen, der sich schuldig am Tod seiner Freundin fühlt. Ein Jahr nach ihrem Unfall reist er mit einem Zirkus mit, trifft dort auf echte, authentische Menschen, auf Seelentiere und eine ganz besondere Art von Magie. Ob es aber nun ein Fantasyroman ist oder nicht – das entscheidet der Leser letztendlich selbst.

3. Warum hast du dich bei dieser Geschichte für einen männlichen Protagonisten entschieden?
Mira: Weil ich einfach gern aus der männlichen Perspektive schreibe. Wahrscheinlich war ich in einem früheren Leben selbst mal ein Mann ;-)

4. Wie lange hat der Schreibprozess bei diesem Buch gedauert?

Mira: Genau 10 Tage ;-) Ich saß auf Mallorca am Strand und habe täglich 16 Stunden lang geschrieben.

5. Dieses Buch hat ja, im Gegensatz zu deinen anderen Büchern, eine sehr ernste Grundthematik. Wie bist du auf diese Thematik und die Grundidee der Geschichte gekommen? Hast du zu diesem Thema noch einmal besonders recherchiert?

Mira: Ich habe früher als Journalistin bei einem Jugendmagazin gearbeitet und daher sehr oft mit Jugendlichen und dem Thema Selbstverletzung zu tun gehabt. Daraus und aus persönlichen Erfahrungen habe ich mein Wissen bezogen.

6. Besonders der Zirkus und Tiere, insbesondere die Pferde, spielen in diesem Buch ja eine große Rolle. Was für eine Verbindung hast du zu diesen Motiven?

Mira: Ich bin seit jeher ein großer Fan vom Zirkus, liebe Pferde abgöttisch, stehe aber auch zwiegespalten zu der Wildtierproblematik. Das alles hat für mich eine besondere Art von Magie. Und die wollte ich in dem Buch spürbar machen.

7. Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Botschaft die diese Geschichte an den Leser vermitteln soll?

Mira: Sei authentisch und du selbst!

8. Mir hat Julie als Charakter im Buch ja persönlich am besten gefallen.
Wen von den vielen Charakteren im Buch würdest du am liebsten mal treffen und warum?

Mira: Den Mitreiser selbst. Weil er für mich der tiefgründigste und bewundernswerteste Charakter ist – er schafft es, sich aus dem Sumpf seiner Depression zu befreien, ohne sich dabei selbst zu verlieren.

9. Ein kleiner Ausblick: Gibt es schon neue Projekte, an denen du arbeitest? Wenn ja, kannst du uns schon ein kleines bisschen dazu verraten?

Mira: In etwa zwei Monaten erscheint der zweite Teil meiner Enyador-Saga. Das ist eine High-Fantasy-Geschichte voller Drachen, Elben, Dämonen und ganz besonderer Menschen. Nächstes Jahr ist der dritte Teil geplant.


Das klingt ja nach einer Menge Schreibarbeit. Ich bin schon sehr gespannt auf das tolle Ergebnis! Und damit sind wir auch schon am Ende unseres Interview. Ich bedanke mich ganz ganz herzlich, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast und jetzt hoffentlich noch mehr Leute neugierig auf dein Buch geworden sind. 

Seid ihr jetzt neugierig auf "Der Mitreiser und die Überfliegerin" und wollt noch mehr über Mira Valentin als Autorin erfahren? Dann schaut doch mal auf ihrer Autorenseite und auf Facebook bei ihr vorbei :)

http://regina093.wixsite.com/author-blog

https://www.facebook.com/TalenteReihe/?fref=ts




#Daheimgeblieben #fbm17 #Buchmesseparty #MiraValentin #Bücherwunderland



13. Oktober 2017

Rezension zu „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin

Fällst du oder lernst du zu fliegen?


© Mira Valentin
Titel: Der Mitreiser und die Überfliegerin
Autor: Mira Valentin
Seiten: 290
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein

gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin Mira Valentin zur Verfügung gestellt. Dafür ein ganz <3- liches Dankeschön‼

„Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?
Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt.“
(Quelle: https://www.amazon.de/Mitreiser-die-%C3%9Cberfliegerin-Mira-Valentin-ebook/dp/B072QSY7PW/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1503567443&sr=8-1&keywords=mitreiser )

Ich denke die meisten von euch kennen Mira und ihre Bücher, wie die Talente Reihe und die Legende von Enyador bereits, oder haben zumindest mal etwas von ihr gehört. Mir hat die Talente Reihe von ihren Werken her besonders gut gefallen, weshalb ich auf ihr neustes Werk nun besonders neugierig war.
„Der Mitreiser und die Überfliegerin“ lässt bereits durch die wirklich wunderschöne Covergestaltung und auch den Klappentext durchsickern, dass diese neue Geschichte rund um den 18 jährigen Milan in der Welt des Zirkus spielt. Die Faszination, die ich schon als Kind in einem Zirkus gespürt habe, kam also schon vor dem Lesen zu mir. Doch ich hatte auch so im Gefühl, dass dieses Buch anders sein würde, als die Bücher, die die Autorin bisher verfasst hat. Und ich sollte Recht behalten.

In der Geschichte begleiten wir Milan, der zu Beginn der Geschichte schwer am Tod seiner besten Freundin Jo zu knacken hat. Und zwar so richtig. Also so richtig richtig. Die Stimmung ist sehr bedrückend und es tut mir unfassbar leid wie Milan unter seinen Schuldgefühlen und seiner Depression leidet.
Diese gedrückte Stimmung hält sich auch zunächst hartnäckig während des Geschichtsverlaufes. Selbst als Milan ein Teil des Zirkus Salto wird, die sehr nette Trapezkünstlerin Julie kennenlernt und mit dem Zirkus von Ort zu Ort zieht kommt trotz Zirkussetting, dass für mich mit Ballons, Popcorn, bunten Kostümen, Farben und Fröhlichkeit verbunden ist, erst einmal keine wirklich heitere Stimmung auf.
Erst im Verlauf der Geschichte ändert sich Milans Gemüt und die drückende Stimmung nimmt immer mehr ab und die Zirkusstimmung mehr und mehr zu. Das liegt vor allem an Julie. Sie ist vom Charakter her eine gute Ergänzung zu Milan.
Milan ist ein sehr unsicherer Junge, an dem oft Selbstzweifel und Schuldgefühle nagen. Julie kann sich so etwas nicht erlauben, wenn sie oben in schwindelerregender Höhe unter der Zirkuskuppel schwebt. Sie ist ein sehr bodenständiges Mädchen, die freundlich und hilfsbereit ist, aber auch mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Sie ist immer für Milan da, ohne aufdringlich zu sein. Ich mochte sie von allen Charakteren am liebsten.

Ich finde dieses Buch wirklich besonders, da es ein wirklich sehr ernstzunehmendes Thema, nämlich Depressionen und selbstverletzendes Verhalten, offen anspricht und verarbeitet.
Es zeigt sehr authentisch, welche Gedankengänge und welche Schuldspiralen nach einem traumatischen Erlebnis entstehen können, und wie schwierig es ist, sich daraus zu befreien.
Die Autorin schafft es mit ihrer Wortwahl die Stimmung sehr genau zu erfassen und zu zeigen, dass es ein langer Weg und ein Kampf ist, sich aus diesem Sumpf der negativen Gedanken zu befreien, und dass es immer wieder Rückschläge gibt, die diesen Weg lang und steinig machen.
Sie zeigt aber auch, dass es möglich ist, sich zurück ins Leben zu kämpfen. Und dass man manchmal ungewöhnliche Wege geht, auf denen man sich selbst vielleicht gar nicht sucht, sich dann aber doch findet. Und das finde ich, ist eine wirklich tolle Botschaft.

Der Schreibstil von Mira Valentin gefiel mir auch hier bei dieser Geschichte wirklich ausgesprochen gut. Er ist locker und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Trotz ernstem Grundthema gibt es in diesem Buch auch sehr viele schöne und lustige Situationen, die zeigen, wie schön das Leben sein kann. Man begegnet im Zirkus vielen Tieren und kann dabei besonders die große Leidenschaft der Autorin zu Pferden wiedererkennen.

Eine super schöne, aber auch sehr tiefgründige Geschichte über die Suche nach sich selbst und eine Reise bei der man als Mitreiser viel fürs eigene Leben lernen kann.

Ich vergebe für dieses Buch 5 von 5 möglichen Büchern!

    



Mehr Infos zum Buch findest du hier!


#Daheimgeblieben #fbm17 #Buchmesseparty #MiraValentin #Bücherwunderland


Autorenvorstellung: Mira Valentin




©  Mira Valentin
Hallo meine liebsten Wunderländer, 

es ist endlich soweit! Heute startet für euch die Buchmesseparty für Daheimgebliebene zur FBM, für alle die nicht hinfahren konnten. Um nichts verpassen schaut ihr am besten bei der Veranstaltung auf Facebook vorbei. Dort haben viele Blogger_innen und Autor_innen jedem Menge tolle buchige Beiträge, wie z.B.  Autoren- und Buchvorstellungen, Gewinnspiele, Interviews, Autorenworkshops und noch vieles mehr für euch vorbereitet. 

Bei mir stelle ich euch heute eine wirklich tolle Autorin vor! Mira Valentin, die diesjährige Gewinnerin des Kindle Story Teller Awards! 
Ich denke, dass den meisten von euch dieser Name ein Begriff sein wird. Von ihr stammen nämlich folgende Bücher:

✤Die Talente-Saga im Impress Verlag:
               ➵Das Geheimnis der Talente
               ➵Das Bündnis der Talente
               ➵Der Krieg der Talente
               ➵Prequel zur Saga: Das Schicksal der Talente
✤Die Legende von Enyador
✤Der Mitreiser und die Überfliegerin


Falls ihr sie noch nicht kennt, ist das auch kein Problem, denn dann lernt ihr sie nun kennen :) Um zu erfahren wer eigentlich genau hinter diesen wundervollen Geschichten steckt, habe ich Mira gebeten, mir ein paar Sätze zu vervollständigen. 

Mein Name ist…Mira Valentin
Ich bin... 40 Jahre alt.
Ich wohne…in Buchenau an der Lahn.
Ich schreibe seit… ich 12 Jahre alt bin.
Mein Schreib- Debüt… war eine Kurzgeschichte über Außerirdische – eben damals mit 12 ;-)


Miras Autorenleben:

1. Das Leben als Autorin… ist oft wunderschön, manchmal enorm kräftezehrend, aber immer spannend.
2. Während des Schreibprozesses… trinke ich gelegentlich Rotwein.
3. Wenn ich mal gerade kein Buch schreibe… ziehe ich mit Freunden um die Ecken, treibe Sport und kümmere mich um meine beiden Kinder.
4. Wenn ich mein neu erschienenes Buch zum ersten Mal in der Hand halte… dann streichle ich es erst ausgiebig, fotografiere es von allen Seiten und lese es in den nächsten Tagen noch einmal quer.
5. Wenn mir eine neue Idee für eine Geschichte einfällt,… trage ich die erst einmal ganz lange mit mir rum und lasse sie reifen.
6. Das Schreiben von Büchern fasziniert mich, weil… es mich verändert. Ich werde dadurch freier, kreativer und offener für die Welt.
7. Jungen Buchautor_innen würde ich auf den Weg geben, … dass sie möglichst viele bekannte Orte, Handlungen und Dinge einbauen sollen. Alles, was man gut kennt, kann man auch besonders anschaulich beschreiben.
8. Um eine gute Schreibatmosphäre zu haben brauche ich... totale Ruhe.
9. Beim Schreiben 
stört mich ..Kindergeschrei.
10. Während ich schreibe inspirieren mich... meine eigenen Kopfkino-Filme.

Natürlich ist Mira nicht nur Autorin, sondern auch Leserin. Deshalb habe ich ihr auch dazu einige Satzteile gegeben, die sie mir vervollständigen sollte.

Miras Buchleben:

1. Das Buch, mit dem meine Leseleidenschaft begonnen hat: Die unendliche Geschichte von Michael Ende
2. Das spannendste Buch, das ich je gelesen habe: Die Tribute von Panem von Suzanne Collins
3. Das langweiligste Buch, dass ich je gelesen habe: Shades of Grey von E. L. James
4. Das dickste Buch, dass ich je gelesen habe: Die Arena von Stephen King
5. Das Buch dass mich nachhaltig zum Nachdenken angeregt hat: Die Säulen der Erde von Ken Follett
6. Das Genre, aus dem ich am liebsten Bücher lese: Fantasy

Und noch ein paar Zahlen zur Miras buchigem Leben:

1. Geschätzt 300 Bücher besitze ich.
2. Zwei Bücher lese ich so ca. in einem Monat.
3. Um die 15 Bücher liegen momentan auf meinem Sub.
4. Null bis zehn Stunden verbringe ich am Tag mit einem Buch in der Hand.
Je nachdem, ob ich gerade in einer Schreib- oder Lesephase stecke.



Ich hoffe ihr konntet nun einen guten Eindruck bekommen, wie Miras Leben mit Büchern und dem Schreiben so aussieht.  Wenn ihr noch mehr über Mira und ihre Bücher wissen wollt, dann schaut mal bei ihrer Autorenseite oder auf ihrer FB Seite vorbei und schreibt ihr einfach. Sie beißt nicht ;) 

http://regina093.wixsite.com/author-blog

https://www.facebook.com/TalenteReihe/?fref=ts

Mehr zu ihrem neusten Buch "Der Mitreiser und die Überfliegerin" gibt es nachher in einem weiteren Beitrag!



#Daheimgeblieben #fbm17 #Buchmesseparty #MiraValentin #Bücherwunderland

6. September 2017

Rezension zu „Alissa im Drunterland“ von Fabienne Siegmund

Wenn es nicht mehr im Lavendel hummelt

© Papierverzierer Verlag
Titel: Alissa im Drunterland
Autor: Fabienne Siegmund
Seiten: 76
Genre: Märchen
Reihe: Nein

gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Papierverzierer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ein ganz <3 – liches Dankeschön an dieser Stelle!
„Alissa träumt ihr Leben lang von einer mysteriösen Wendeltreppe, die ihr oft sogar am Tag erscheint, wenn sie nur kurz blinzelt. Sie hat sie auch in ihrem Skizzenbuch verewigt und so oft hineingezeichnet, dass sie glaubt, jedes Detail zu kennen. Eines Tages erscheint ihr ein mysteriöser Mann in der Spiegelung der Straßenbahn. Und genauso verwunderlich taucht vor ihr ein Laden auf, der einem Uhrmacher gehört. Ehe sich Alissa versieht, landet sie hinter dem Uhrengeschäft auf ebenjener Treppe, die sie seit Jahren kennt. Sie führt hinab nach Drunterland, in eine magische Welt, die so viel mit der Wirklichkeit zu tun hat, dass auf Alissas Entscheidungen schwere Auswirkungen 
folgen könnten. Schlimmer als jeder Schmetterlingsflügelschlag.“ (Quelle: http://papierverzierer.de/Alissa-im-Drunterland )


Ich bin ein großer Fan von Märchenadaptionen und war hin und weg vom Klappentext dieses Buches. Jedes Mal bin ich bei einer Adaption aufs Neue gespannt, wie das Originalmärchen wohl umgesetzt, welche Elemente aufgegriffen und welche verändert werden. 
In dieser Märchenadaption geht es, in Anlehnung an das Märchen von Alice im Wunderland um Alissa, eine Nachfahrin von Alice. Sie bekommt die Aufgabe, das Drunterland zu retten, da es nicht mehr im Lavendel hummelt. Übrigens einer meiner absoluten Lieblingsstellen im Buch! 
Auf ihrer Reise begegnet sie allerhand fabelhaften und wundersamen Wesen, die dem Leser seltsam bekannt vorkommen und die dennoch irgendwie auch wieder ganz anders sind. Denn im Drunterland ist es einfach anders als im Wunderland, aber nicht weniger phantastisch und verrückt. 

Was mir an diesem Buch so sehr gefällt, ist dass die Autorin Fabienne Siegmund es auf vergleichsweise wenigen Seiten schafft, eine wunderbare malerische Welt zu erschaffen, in die ich als Leserin direkt von der ersten Sekunde eintauchen und mich bis zum Schluss darin verlieren konnte. Dieses Gefühl von einem Zauber und von der Andersartigkeit dieser beschriebenen Welt wird von der Autorin mit einer sehr facettenreichen, detaillierten und bildlichen Wortwahl transportiert. Es ist beim Lesen so, als hüllt die Atmosphäre des Drunterlandes den Leser ein und gibt ihn erst nach der letzten Seite wieder frei. Ich fand diese Atmosphäre beim Lesen wirklich ganz außergewöhnlich! 

Ebenso gut haben mir Alissa sowie die anderen einzelnen Charaktere gefallen, die allesamt sehr liebevoll gestaltet und gut beschrieben waren. Besonders Alissa als Protagonistin mit ihrer Begabung für die Kunst hat mir sehr gut gefallen. Sie war mir von Anfang an sympathisch und durchaus ein authentischer Charakter. Generell fand ich die Figuren alle sehr individuell und mit wenigen Worten doch so treffend skizziert, dass sie für mich greifbar wurden. 
Die Geschichte schritt von wundersamer Situation zu noch wundersameren Situationen voran und verzauberte mich beim Lesen. Das lag bei diesem Buch weniger an der Spannung, denn die brauchte es auch nicht. Viel mehr im Vordergrund standen hier die bildgewaltigen Beschreibungen und absurden Lösungen für Problemstellungen. 

Eine wundervolle und bezaubernde Märchenadaption, die ich wirklich jedem Fan von Alice im Wunderland und jedem Märchenfan empfehlen kann. Der Leser erlebt hier eine Atmosphäre, die sehr faszinierend ist und einfach besonders ist. 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!

    


Mehr Infos zum Buch findest du hier!

3. September 2017

Rezension zum Hörbuch „Aquila“ von Ursula Poznanski

Du weißt nicht was Wahrheit oder Lüge ist – denn du kannst dich nicht erinnern

© Random House - Der Hörverlag
Titel: Aquila
Autor: Ursula Poznanski
Format: Hörbuch
1CD, Laufzeit: 12h 

Sprecher: Laura Maire
Genre: Jugend, Spannung
Reihe: Nein

Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem Hörverlag zur Verfügung gestellt! Dafür schon mal ein <3- liches Dankeschön!


„Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlich verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort diese Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?“
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Aquila/Ursula-Poznanski/der-Hoerverlag/e524283.rhd )

Wer mich schon ein bisschen kennt, der weiß, dass ich ein großer Fan von Ursula Poznanski bin. Ich finde ihren Schreibstil wirklich packend und ihre Geschichten immer unheimlich gut durchdacht und aufbereitet. Es stand für mich deshalb schnell klar, dass ich auch ihr neustes Werk unbedingt lesen bzw. hören wollte.
Die Wahl fiel dieses Mal auf das Hörbuch, weil ich gerade schon einige Bücher und ein Hörbuch immer gut für die Lesepausen geeignet ist.

Bereits kurz nach dem Reinhören merkt man schnell den tollen Schreibstil von Ursula Poznanski. Man startet direkt ohne große Vorerklärungen und ellenlange Beschreibungen mitten in der Geschichte. Ich fand das wirklich gut, denn so passt es auch zum Inhalt der Geschichte. Man lernt nämlich Nika kennen, eine junge Studientin, die gerade ein Auslandssemester in Sienna in Italien absolviert. Sie wacht morgens plötzlich in ihrem WG Zimmer auf und kann sich an die letzten zwei Tage nicht mehr erinnern.
Der Hörer ist am Anfang ebenso ahnungslos und begibt sich gemeinsam mit Nika auf die Suche nach ihren Erinnerungen. Schnell wird klar, dass da wohl noch so einiges passieren wird, denn es verschwinden Menschen, Drohungen und ein großes Rätsel tauchen auf und irgendwie scheint sich die Schlinge um Nikas Hals immer mehr zuzuziehen noch bevor sie weiß, wo sie da eigentlich hineingeraten ist.
Die Storyidee finde ich wirklich sehr spannend und auch die Umsetzung gefällt mir richtig gut. Denn es bleibt bis zum Schluss sehr spannend und als Hörer fiebert man so richtig mit.
Das liegt vor allem auch daran, dass Nika ein relativ unkomplizierter Charakter ist. Ich wurde sehr schnell  mit  ihr warm wurde und konnte direkt Sympathien für sie entwickeln. Sie war mit ihrer überforderten Art angesichts der Geschehnisse wirklich sehr authentisch. Während ihren Nachforschungen zu den letzten zwei Tagen zeigte sie aber auch immer wieder ihre starken Charakterzüge. Sie ist nämlich auch ein Mädchen, die weiß was sie will und dir ihre Pläne auch in die Tat umsetzt und die nicht locker lässt, bis sie die Antworten hat, nach denen sie sucht.
Was mir allerdings an ihren Charakterzügen im Laufe der Geschichte nicht so gut gefiel, waren ihre Naivität und ihr unüberlegtes Handeln. Ich konnte zu Beginn viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen, denn meiner Meinung nach ergaben sich aus vielen negativen Situationen Weitere, die so gar nicht hätten entstehen müssen. Doch dann hätte es vermutlich diese Geschichte auch nicht gegeben, wenn ihre Handlungen besonnener gewesen wären.
Ob es ein Happy End für Nika gibt müsst ihr selbst natürlich lesen bzw. hören. Ich kann euch nur versichern, dass dieses Hörbuch durchweg sehr spannend ist und auch bis zum Ende hin spannend bleibt. Es werden zwar Rätsel gelöst, doch mit jeder Antwort scheinen auch gleichzeitig fünf neue Fragen aufzutauchen. Diese bleiben dann zum Glück aber nicht unbeantwortet. Spätestens am Ende werden alle Fragen beantwortet und alle diffusen Situationen so aufgelöst, dass ein rundes Bild der Geschehnisse entsteht.

Gelesen wird dieses Hörbuch von Laura Maire.
Ich finde, dass Lauras Stimme  ausgesprochen gut zu diesem Hörbuch passt. Sie gibt Nika zu ihrer Stimme auch einen tollen Charakter und verleiht ebenso vielen Nebencharakteren, auf die man im Laufe der Geschichte trifft, durch ihre Stimmfarbe und die Sprechweise ganz individuelle Wesenszüge. Besonders die italienischen Akzente sind ihr dabei gut gelungen. So wurden für mich auch die Atmosphäre des Settings in Sienna sowie die Stimmung in den einzelnen Situationen noch einmal deutlich realistischer und greifbarer. Man konnte Nikas Gefühle und Stimmungen sehr gut miterleben und war einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde voll dabei.

Ein wirklich toll erzähltes Hörbuch mit einer sehr spannenden Geschichte, die den Hörer packt und erst am Ende wieder loslässt. Für mich hat alles gepasst, bis auf Nikas unüberlegte Handlungen, die mich einfach stellenweise zu sehr genervt haben. 


Ich vergebe 4 von 5 möglichen Hörbüchern!

   

Mehr Infos und eine Hörprobe findest du hier!