29. November 2023

Rezension zu „Harry Potter - Seidenschnabel - Das offizielle Buch mit 3D-Puzzle Fan-Art“ von Warner Bros. Consumer Products GmbH

Erfahre mehr über Seidenschnabels Weg von der Zeichnung bis hin zur Animation


© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Harry Potter - Seidenschnabel - Das offizielle Buch mit 3D-Puzzle Fan-Art
Autor: Warner Bros. Consumer Products GmbH
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Seidenschnabel ist der berühmteste und beliebteste aller Hippogreifs. Hippogreifs gehören zu den stolzesten magischen Wesen der Zaubererwelt. Mit besonderem Fokus auf Harrys Seidenschnabel bietet dieses Buch einen spannenden Blick hinter die Kulissen, wie Hippogreifs für die Harry-Potter-Filme zum Leben erweckt wurden. Als exclusives Extra gibt es ein mitgeliefertes Do-it-yourself-3D-Puzzle aus Holz mit eurem eigenen Seidenschnabel!“
(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/harry-potter-seidenschnabel-das-offizielle-buch-mit-3d-puzzle-fan-art/978-3-8455-1907-4 )


Seidenschnabel, der stolze Hippogreif, dessen Gunst Harry zunächst einmal erlangen muss, hat mich in den Filmen immer schon sehr fasziniert. Ich konnte mir schon gut vorstellen, dass da viel Arbeit in der Erschaffung und Animation dieses Wesens gesteckt hat, aber wie viel Arbeit das gewesen ist, war mir bis dato nicht klar gewesen. Hier ist dieses wirklich interessant und spannend, denn es zeigt, wie der Hippogreif hinter den Kulissen in einem sehr langwierigen Prozess entstanden ist und schlussendlich so animiert wurde, wie wir ihn nun aus den Filmen kennen.

Das 3D Puzzle, wo man sich die Figur „Seidenschnabel“ selbst für sein Bücherregal zusammenbauen konnte, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe schon ein paar Erfahrungen mit solchen Puzzeln, und war daher sehr zufrieden, was das Design, die Anleitung und den Aufbau an sich anging. Das Holz ist sehr hochwertig und stabil, sodass sich die teile gut gelöst haben und auch beim Zusammenstecken keinerlei Probleme gemacht haben. Die Farben der einzelnen Teile sahen ebenfalls toll und hochwertig aus, sodass sich das Endergebnis wirklich sehen lassen kann. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dieser wunderschönen Figur.



Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!



Lest fleißig,
eure Sabrina



27. November 2023

Rezension zu „Die magische Krone von Lyoness (Lyoness 1) von Sandra Regnier

Die Verantwortung, die Lyoness zu retten, lastet auf ihren Schultern…


© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Die magische Krone von Lyoness
Autor: Sandra Regnier
Seiten: 384 Seiten
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Mythen und Magie waren schon immer Teil von Lyoness, Wahlheimat der sagenumwobenen Großen Drachen, die das Inselreich seit jeher beschützen. Doch seit der Machtübernahme der Druiden ist jegliche Zauberei verboten und nur der herrschenden Klasse erlaubt. Für die 20-jährige Sara und ihre magiebegabten Freunde ein schweres Schicksal, das sie dazu zwingt im Untergrund zu leben. Bis zu dem Tag, an dem alles anders kommt und die Macht der Druiden gekippt wird – und zwar ausgerechnet durch die selbstlose, unscheinbare Sara. Nun will das Volk sie zur Herrscherin und Sara ist alles andere als bereit. Dabei muss sie sich beeilen, denn der Schutz der Insel bröckelt. Doch sie ahnt nicht, dass noch eine viel größere Gefahr aufzieht …“ (Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/die-magische-krone-von-lyoness-lyoness-1/978-3-551-58469-4 )


Als ich im Vorfeld zu dieser Reihe die „Pan-Trilogie“ gelesen habe, fand ich diese richtig gut. Deshalb war ich nun sehr neugierig auf das Prequel „Lyoness“ und fand es sehr schön, noch einmal in dieses Universum einzutauchen.

Direkt zu Beginn der Geschichte ging es sehr turbulent los wobei ich hier gerne ein kleines bisschen mehr Vorlauf gehabt hätte, um die Charaktere ein wenig kennen zu lernen, gerade weil es auf der Insel Lyoness viele verschiedene Formen von Magie gibt, und die Gruppe der Hauptfiguren damit reich gesegnet zu sein schien. So war es alles zunächst sehr rasant, bis die Druiden gestürzt und die Protagonistin Sara eher unfreiwillig zur Herrscherin wird.

Sara fand ich als Protagonistin sehr sympathisch, konnte aber objektiv nicht nachvollziehen, warum das Volk sie als Anführerin haben wollte. Klar, gewisse Aspekte haben dafür gesprochen, aber ihre Charakterzüge waren die ganze Zeit über geprägt von Wankelmut und Unsicherheit.

Das haben ihre Freunde zum Glück zu einem großen Maße kompensiert, da sie ihr stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Alleine hätte sie die Führung nicht lange halten können, da ihr die Führungsrolle nicht wirklich gelegen hat, zumindest hatte es den Anschein. Da bin ich sehr gespannt, was der zweite Band zu bieten hat und ich hoffe auf eine große charakterliche Entwicklung.

Außerdem hoffe ich sehr, dass man die anderen Figuren, wie Gwyned, Bran, Riona, Sive und Keenan im zweiten Band noch besser kennen lernt. Alle Figuren waren mir grundlegend sympathisch und haben sich extrem gut ergänzt, gerade, was ihre magischen Fähigkeiten anbelangt. Dennoch blieb zwischen mir und den Figuren stets eine gewisse Distanz, sodass ich niemanden hatte, zu dem ich eine tiefere Verbindung aufbauen konnte. Dadurch haben mich der ein oder andere Plottwist zwar überrascht, aber nicht so sehr mitgenommen und berührt.

Was mir richtig gut gefallen hat, war der Schreibstil der Autorin. Es war alles so leicht verständlich und zugleich sehr bildlich beschrieben, sodass ich mir alles super vorstellen konnte und mich auch im Aufbau der Welt und des Magiesystems sowie bei den historischen Hintergründen der Insel schnell zurecht gefunden habe.

Den Verlauf der Handlung würde ich insgesamt als sehr seicht beschreiben. Alles plätscherte nach dem super turbulenten Anfang eher so dahin, auch wenn an sich viel, zum Beispiel in Form von einigen Reisen, passiert ist. Es gab jedoch nur wenige kurze Spannungsmomente, die eine spannende Gesamtatmosphäre aber nicht erzeugen konnten, auch wenn diese einzelnen Szenen wirklich actiongeladen und extrem gut geschrieben waren. Hier hoffe ich auch sehr auf den zweiten Band.


Für mich ist „Die magische Krone von Lyoness“ ein solider Auftaktband zu einem Abenteuer im magischen Inselkönigreich Lyoness mit einem wirklich tollen und sehr gut durchdachten Worldbuilding. Die Geschichte hat noch sehr viel Potential, sowohl was die Tiefe und die Entwicklung der Figuren und ihrer Charaktereigenschaften, als auch was die Spannungsintensität angeht. Hier hoffe ich sehr, dass Band 2 noch eine Schippe drauf legt.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina



10. November 2023

Rezension zu „Skogen Dynasty“ von Caroline Wahl

Es ist nicht immer leicht, herauszufinden, was man will…


© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Loewe Intense Verlag
Titel: Skogen Dynasty
Autorin: Caroline Wahl
Seiten: 432 Seiten
Genre: New Adult 
gelesenes Format: E-Book und Hörbuch
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Loewe Verlag, der Bloggerjury, Lübbe Audio und Netgalley zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Er will seinem Erbe entfliehen. Sie will ihres finden. Pferderennen in Ascot, Studium in Cambridge, Formel 1 in Monaco: Aleksander Skogen führt ein Luxusleben. Bis er nach einem skandalösen Video für eine Weile untertauchen muss. Gezwungenermaßen nimmt er daher an einer Trekkingtour durch die Wildnis Norwegens teil. Geführt wird diese von Norah, deren Leben so ziemlich das komplette Gegenteil von Sanders ist. Was passiert, wenn die beiden kollidieren? Können Sie der Wucht des Aufpralls standhalten oder werden ihre so unterschiedlichen Welten von Grund auf erschüttert?“
(Quelle: https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/skogen_dynasty_crumbling_hearts_band_1-10957/ )


Auf diese Geschichte war ich aus vielen Gründen sehr neugierig. Zum einen, weil das ganze Geschehen in der Natur von Norwegen und während eines Hiking-Trips spielt und ich ein ähnliches Setting damals bei einem anderen Buch absolut geliebt habe. Dann fand ich es super spannend, wie die beiden doch sehr unterschiedlichen Charaktere, der Keksdynastie-Erbe Sander und die Hiking-Führerin Norah, wohl miteinander agieren. Dementsprechend neugierig habe ich dann auch begonnen und das Buch recht zügig verschlungen, wobei ich es teilweise gelesen und teileweise als Hörbuch gehört habe.

Kurz zum Hörbuch: Die beiden Sprecher waren wie gemacht für die Figuren. Sie passten perfekt und haben die Emotionen mit ihren Stimmen und ihrer Sprechgeschwindigkeit immer genau getroffen, sodass es wirklich toll gewesen ist, der Geschichte zu folgen.

Insgesamt fand ich den Schreibstil der Autorin wirklich super. Es war ein richtiges Wohlfühlerlebnis mit ausreichenden Landschaftsbeschreibungen und vor allem sehr vielen zwischenmenschlichen Interaktionen, vor allem vielseitigen Dialogen, die einfach Spaß gemacht haben beim Lesen.

Denn das fand ich an dieser Geschichte besonders toll: Die Gespräche zwischen Sander und Norah. 
Es hat mir so unglaublich gut gefallen, dass beide einfach keine Klichees bedient haben und so natürlich und auf Augenhöhe miteinander gesprochen haben. Sie waren aufrichtig und ehrlich zueinander, haben Unstimmigkeiten sehr zeitnah angesprochen und auch miteinander besprochen, sodass es kein unnötiges Drama und keine Missverständnisse gegeben hat. Vielmehr haben die beiden sich einfach kennen gelernt und konnten verschiedene Facetten am anderen entdecken. Das habe ich echt geliebt.
Beide waren mir auch von ihrem Charakter her sowas von sympathisch und wie vorhin schon gesagt, absolut authentisch. Sie hatten Ecken und Kanten, waren nicht perfekt und zeigten immer wieder neue, sehr liebenswerte Charakterzüge. Gerade im Umgang mit den jüngeren Mitgliedern der Hiking-Gruppe sind die beiden zuckersüß umgegangen.

Ich könnte jetzt auch gar nicht sagen, wen von den beiden ich lieber mochte, denn sie waren beide richtig tolle Persönlichkeiten.

Die gesamte Zeit der Handlung habe ich sehr gerne mit den beiden verbracht. Es war mir ein großes Vergnügen, die Anbandlungen zwischen den beiden mit zu verfolgen und zugleich die unterschiedlichen Charakterentwicklungen und Überlegungen bezüglich ihrer eigenen individuellen Zukunftsvorstellungen mitzuerleben.

Das einzige, was ich gerne noch viel mehr in der Geschichte gehabt hätte, wären Situationen, die sich um das Hiking und die persönlichen Entwicklungsprozesse, die eine solche mehrtägige, durchaus anstrengende Wanderungen mit sich bringen, drehen. Hier gab es zwar ein paar Gedankengänge bei Norah und Sander, aber die wirklich tiefgreifenden Fragen und Gedanken, für die man bei einer solchen Tour meist Zeit findet, kamen irgendwie nie so richtig auf. Gerade Sander hat sich da eher um andere gekümmert, als seine eigenen Gedanken intensiver zu verfolgen. Ich glaube vor allem diese Gedankengänge, die zwar später kamen, hätte ich zu einem früheren Zeitpunkt erwartet und es spannend gefunden den Denkprozess aktiver mitzuerleben.
Insgesamt tat es der Geschichte aber keinen Abbruch. So war es für mich ein wirklich schönes Hör- und Leseerlebnis mit zwei wirklich tollen Figuren, die ich ziemlich vermissen werde, weil sie einfach so authentisch und nahbar waren, und mir sehr ans Herz gewachsen sind.


Diese Geschichte war für mich eine echte positive Überraschung, denn sie wurde zu einem absoluten Wohlfühlerlebnis beim lesen und hören. Ich habe mich von der ersten Seite an in Norah und Sander als Figuren verliebt, weil sie einfach so unfassbar authentisch und sympathisch waren. Zwei Charaktere, die sich auf Augenhöhe begegnet sind, ungezwungen miteinander kommuniziert und vor allem kein unnötiges Drama erzeugt, sondern vernünftig Unstimmigkeiten geklärt haben. Ich fand es toll, ihren Weg inmitten der norwegischen Wildnis zu verfolgen und denke, dass sie mir in der nächsten Zeit definitiv erst einmal fehlen werden.

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina

30. Oktober 2023

Rezension zu „Sweet Poison. Tödliche Magie“ von Kate Jans

Nur dein Gift kann ihn noch aufhalten…



© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Impress Carlsen Verlag
Titel: Sweet Poison - Tödliche Magie
Autorin: Kate Jans
Seiten: 382 Seiten
Genre: Urban Fantasy
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag und Netgalley zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Wie alle Mitglieder des Clans »Grüner Efeu« besitzt Anastasia die magische Gabe, Gift zu erzeugen. Und obwohl sie dadurch eine unglaubliche Macht in ihren Händen hält, weigert sie sich seit einem tragischen Unfall vor sechs Jahren, ihre Kräfte erneut einzusetzen. Als aber ein Serienkiller die Magierwelt in Aufruhr versetzt, ist ausgerechnet Ana eine der Auserwählten, die ihn fassen soll. Sie ist nicht nur gezwungen, in das gefährliche Manhattan zu reisen, sondern auch mit Elias zusammenzuarbeiten, der sie abgrundtief zu hassen scheint. Doch ausgerechnet er löst ein Prickeln bei ihr aus, dem sie sich einfach nicht entziehen kann …“ (Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/sweet-poison-todliche-magie/978-3-551-30494-0 )


Dieses Buch hat mich ein bisschen zwiegespalten zurückgelassen, da ich irgendwie das Gefühl hatte, dass mir etwas zum Highlight fehlt, aber ich einfach nicht genau für mich einordnen konnte, welcher Funke da nicht final übergesprungen ist.

Denn grundlegend hat dieses Buch alles, was einen Urban-Fantasy-Fan-Herz höher schlagen lässt: Das Magiesystem ist gut durchdacht, sehr innovativ und super die die Welt der Menschen eingefügt. Die Handlung ist von der ersten Seite an spannend und es gibt viele Wendungen, die einen packen und immer wieder überraschen. Auch der Schreibstil ist ein echter Pluspunkt, da dieser so locker und angenehm war, sodass ich mir Manhattan und die Umgebung sehr gut vorstellen und der Story gut folgen konnte. Das Erzähltempo war auch genau richtig und sehr dynamisch, damit man alle Situationen gut erfassen konnte, ohne irgendwo in der Story festzustecken. Auch das Ende hat mir gut gefallen, da alles aufgeklärt wurde, und sich insgesamt ein rundes Handlungsbild ergeben hat.

Ich glaube, womit ich schlussendlich meine Probleme hatte, waren die zwei Hauptfiguren. Anastasia, als weibliche Protagonistin war mir zwar grundlegend sympathisch und in meinen Augen auch authentisch, aber irgendwie konnte ich trotzdem keine wirkliche Nähe zu ihr aufbauen. .

Elias, die männliche Hauptfigur, mochte ich leider überhaupt nicht. Mir hat es gar nicht gefallen, wie er mit Anastasia umgesprungen ist. Ich habe es ihm bis zum Ende nicht abgekauft, welche Gefühle er für Anastasia entwickelt hat, auch wenn seine Handlungen irgendwie erklärt wurden. Für mich passte das trotzdem nicht zusammen, sodass er aufgrund seiner Lügen keine Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte.


Ein spannender Urban Fantasy Einzelband voller magischer Momente und unerwarteter Wendungen, der mich sehr gut unterhalten konnte. Mit dem männlichen Protagonisten bin ich leider so gar nicht warm geworden, dazu hätte er definitiv viel netter zu Anastasia, der im Gegensatz zu ihm echt sympathischen Hauptfigur sein müssen.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina


27. Oktober 2023

Rezension zu „Weil.“ Von Martin Muser

Wenn plötzlich alles aus dem Ruder läuft…


© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Weil.
Autor: Martin Muser
Seiten: 128 Seiten
Genre: Jugendthriller
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Eigentlich fängt alles ganz harmlos an: Fünf Jugendliche fahren in ein Haus auf dem Land, um dort fürs Abi zu lernen. Auf dem Weg nehmen sie einen jungen Anhalter mit, der ihnen schon bald auf die Nerven geht. Kurzerhand lassen sie ihn an der nächsten Tankstelle stehen, seine Tasche werfen sie später einfach aus dem Fenster. Ein verhängnisvoller Fehler. Denn am nächsten Morgen steht der Anhalter plötzlich vor ihrer Tür – in Begleitung zweier junger Männer. Sie dringen ins Haus ein und fangen an, die Jugendlichen zu tyrannisieren. Ein perfides Spiel um Macht, Gewalt und Angst beginnt … Martin Musers packendes Jugendbuchdebüt, düster und beklemmend!“
(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/weil/978-3-551-58493-9)


Auf „Weil.“ War ich sehr neugierig, da dieser Jugendthriller um Gegensatz zu den meisten anderen Geschichten mit rund 120 Seiten doch sehr kurz war und ich mir die Frage gestellt habe, ob man auf so wenigen Seiten genug Spannung erzeugen kann.

Um es kurz zu machen: kann man definitiv. Der Schreibstil war packend, schnörkellos und dadurch sehr spannungsgeladen und temporeich. Es wurde auf wenigen Seiten viel Atmosphäre kreiert und die Handlung schritt ohne große Umschweife voran und konfrontierte den Lesenden mit einigen moralischen Fragen, die doch ganz schön an die Substanz gehen können.

Ich jedenfalls habe mich beim Lesen oft gefragt, wie ich wohl in einer solchen Ausnahmesituation reagiert hätte, habe manche Handlungen versucht nachzuvollziehen und hatte insgesamt die meiste Zeit ein Gefühl von Machtlosigkeit und Ohnmacht, die mich begleitet hat. Dieses Gefühl war zunächst noch interessant, wurde für mich dann aber doch irgendwann vorrangig unangenehm, sodass ich tatsächlich froh war, als die Geschichte irgendwann endete. Auch wenn das Ende für mich nicht gerade befriedigend war. Aber so ist das halt einfach manchmal im Leben.

Was die Charaktere anging, wurde ich leider sehr enttäuscht. Ich fand, dass man hier am deutlichsten gemerkt hat, wie kurz die Geschichte dann doch war, und dass hier vor allem die Atmosphäre und die Spannung im Vordergrund standen. Die Figuren sind mir zu fern geblieben, da es einfach zu viele waren und für genügend Tiefe schlichtweg die Zeit zu kurz war. Mir war zudem niemand sonderlich sympathisch, sodass ich das ganze Geschehen in dem Ferienhaus eher aus der Entfernung betrachtet habe. Hier hätte ich gerne etwas weniger Spannung und mehr Verschnaufpausen und dafür mehr Charaktertiefe und auch Entwicklung gewünscht.


Ein sehr atmosphärischer, kurzweiliger und super spannender Jugendthriller, bei dem die Figuren allerdings für mein Empfinden zu kurz gekommen sind.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina


23. Oktober 2023

Rezension zu „The Maze Cutter - Das Erbe der Auserwählten (The Maze Cutter 1) von James Dashner

70 Jahre nach dem Brand…


© Sabrina Boger;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: The Maze Cutter - Das Werbe der Auserwählten
Autor: James Dashner
Seiten: 352 Seiten
Genre: Dystopie
gelesenes Format:  Broschiert
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Nur auf einer kleinen Insel, wo Isaac mit seinen Freunden lebt, ist scheinbar noch alles in Ordnung. Bis eines Tages ein rostiges Schiff am Ufer anlegt. Mit einem Haufen Leichen an Bord und einer Frau, die verzweifelt auf der Suche nach Isaac und seinen Freunden ist. Denn nur mit deren Hilfe ist es möglich, ein Heilmittel gegen den Brand zu entwickeln. In all den Jahren ist nicht nur das Virus mutiert, auch die Cranks haben sich verändert: Sie sind schlauer, schneller und gefährlicher als jemals zuvor …“ (Quelle: https://www.carlsen.de/softcover/maze-cutter-das-erbe-der-auserwahlten-maze-cutter-1/978-3-551-58501-1 )


Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich die Mazerunner –Trilogie vor einer gefühlten Ewigkeit gelesen habe. Ich habe es quasi als kleines Experiment angesehen und die Filme vorher nicht noch einmal angeschaut, weil ich einfach sehen wollte, ob sich dieses Buch auch losgelöst von den anderen lesen lässt. Das geht meiner Ansicht nach sehr gut, wobei es hin und wieder Bezüge zu der ursprünglichen Geschichte gibt. Maze Cutter spielt 70 Jahre nach der Mazerunner-Trilogie, und es gibt nur einen Charakter, den man noch kennt. Das fand ich nicht schlimm, da ich mich auch nicht mehr so ganz genau an alle Charaktere erinnern konnte. Der Schreibstil war wie erwartet flüssig und sehr angenehm, sodass ich gut in die Handlung eintauchen konnte und zügig voran gekommen bin.

Was mir bei dieser Geschichte leider etwas schwer gefallen ist, war es, den Überblick über die 4 Erzählstränge von Minho, Alexandra, Isaac und Jackie zu behalten. Gerade, weil ich den Strang von Alexandra auch super verwirrend fand. Ich konnte aus dem Gerede über Gottheiten und Pilger einfach kein plausibles Bild erzeugen. Stattdessen waren da zig Fragen und große Verwirrung, die auch bis zum Ende hin nicht mal ansatzweise aufgeklärt wurden. Vielleicht passiert das dann in Band 2.

Die anderen drei Erzählstränge waren da für mich schon deutlich einfacher zu verfolgen, wobei ich Jackie tatsächlich am besten fand, sowohl als Figur, als auch was die Handlung anging. Mit Minho konnte ich nicht wirklich viel anfangen, ihn fand ich einfach komisch.

Was die Action und Spannung angeht, die mir damals bei den Mazerunne-Büchern so gut gefallen hat, konnte Maze Cutter leider nicht wirklich mithalten. Ich hatte das Gefühl, dass hier der Fokus auch viel darauf lag, die Veränderungen und den aktuellen Stand der Welt nach 70 Jahren darzustellen, sodass die Handlung an sich für mich nicht ganz so dynamisch war, wie ich es erhofft hätte.


Für Fans der Mazerunner-Trilogie ist es sicherlich super spannend mitzuerleben, was in der Welt nach 70 Jahren nach dem Brand so vor sich geht, wobei diese neue Trilogie nach der ersten Reihe wirklich ein großes Erbe anzutreten hat.. Für mich persönlich konnte der Auftakt dieser neuen Reihe nicht die gleiche Begeisterung auslösen, wie damals die Geschichte rund um Newt. Bei „Maze Cutter“ war mir die Geschichte insgesamt ein bisschen zu verwirrend und hat zu viele Fragen offen gelassen, sodass ich mich nicht zu 100 % auf die Geschichte einlassen und die verschiedenen Charaktere nah genug kennen lernen konnte. Hoffentlich klären sich einige der Fragen im nächsten Band auf.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!


Lest fleißig,
eure Sabrina