1. Mai 2018

Rezension zu „Unicorn Rise – Kristallflamme“ von Claudia Romes


Bist du bereit das Erbe anzutreten?      


© digi:tales Arena Verlag
Titel: Unicorn Rise – Kristallflamme 
Autor: Claudia Romes
Seiten: 241
Genre: Fantasy, Jugendbuch
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom digi:tales Arena Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Ein sternförmiges Mal, das sie unter ihrer Kleidung versteckt hält, und rätselhafte Träume von einem Mann, der in Flammen steht – mehr Verbindungen zu ihrer Vergangenheit sind Tara nicht geblieben. Als sie Cole kennenlernt, hat sie vom ersten Moment an das Gefühl, dass es ihr vorherbestimmt war, ihm zu begegnen. Mit ihm kehren die Erinnerungen an ihre wahre Familie zurück und das Wissen um eine gefährliche Macht, vor der ihr Vater sie verstecken wollte. Die Zeit ist gekommen: Tara muss herausfinden, was es mit ihrem geheimnisvollen Totem auf sich hat, und ein großes Erbe antreten. Doch Jancon, ihr erbittertster Feind, hat bereits seine finsteren Kreaturen ausgesandt, mit nur einem Ziel: Tara zu töten.“ (Quelle: https://www.arena-verlag.de/artikel/unicorn-rise-1-kristallflamme-978-3-401-84050-5 )


*Ein netter Einstieg, bei dem es mir aber ein bisschen an Action fehlte*


Für mich als Fantasy- Fan waren sowohl das Cover als auch der Klappentext direkt auf Anhieb absolute Volltreffer. Das Cover ist von den Farben her super abgestimmt und gibt dem Leser einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte an sich. Der Klappentext machte mich dann nur noch neugieriger, da die Geschichte rund um Tara und ihrem großen Erbe ausgesprochen vielversprechend klang. Wobei man hier auch direkt festhalten muss, dass der Titel dieses ersten Bandes ein bisschen Irre führend ist. Denn bei dem Wort „Unicorn“ könnte man ja durchaus erwarten, dass das ein oder andere Einhorn durch die Geschichte springt. Dem ist, zumindest in diesem Teil, aber nicht so. „Unicorn“ ist hier der Name von einem der zwölf Fürsten. Und auch die Sache mit der Kristallflamme habe ich in der Geschichte nicht so recht wiederfinden können.
Jetzt aber zum eigentlichen Inhalt und zur Geschichte.
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, da sich das Buch durch einen sehr lockeren Schreibstil sehr angenehm und zügig lesen ließ. Es gab auch ziemlich zu Anfang schon einige spannende Elemente, die der Geschichte interessante Wendungen verliehen haben. Das große Mitfiebern habe ich aber irgendwie in diesem Buch nicht gespürt. Dazu war es mir insgesamt einfach zu wenig Action. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass dieser Teil zu einem großen Anteil dem Worldbuilding gedient hat. Die Geschichte des Königreiches wurde sehr ausführlich ausgearbeitet und die aktuelle Situation in Form von zahlreichen verschiedenen Situationen facettenreich geschildert. Hier hätte ich für meinen Geschmack ein etwas strafferes Worldbuilding und dafür mehr Handlung und Action erwartet.
Denn an sich gibt die Grundidee dieser Geschichte viel her, um daraus ein spannungsgeladenes Abenteuer zu schaffen.
Als Leser lernt man das junge Mädchen Tara kennen, die eigentlich glaubt, dass sie ein ganz normales Leben führt. Bis sie plötzlich eines Tages angegriffen wird und ihre komplette Weltanschauung und alles an was sie glaubt bzw. auch nicht glaubt komplett in Frage gestellt wird. Sie lernt schnell, dass es in der Welt so viele magische Dinge gibt, die bisher vor ihren Augen verborgen waren und gerät bald daraufhin ins Visier böser Mächte. All diese Elemente schaffen innerhalb der Geschichte eine gewisse Grundspannung, die sich auch konstant bis ans Ende hindurch hält, aber für meinen Geschmack einfach nicht genügend Höhepunkte enthält. Da setze ich einfach auf den Folgeband.
Die Charaktere haben mir in dieser Geschichte alle ausgesprochen gut gefallen. Ich hatte zu Tara, Cole und zu vielen weiteren Nebencharakteren genügend Informationen, damit ich sie mir gut vorstellen konnte. Die Handlungen der Figuren waren allesamt nachvollziehbar, wodurch sie sehr natürlich und authentisch rüberkamen.

Insgesamt würde ich die Geschichte eher als eine leichte Lektüre für zwischendurch betiteln. Es gab zwar spannende Situationen, aber keine wirklichen Highlights, die mich so richtig an die Story fesseln konnten. Trotzdem hatte ich Spaß an der Geschichte und fand es spannend die vielen individuellen Charaktere kennenzulernen. Für meinen Geschmack ist dieses Buch ein guter Reihenauftakt, die noch viel Potential für die Folgebände bereithält. 

Ich vergebe gute 3 von 5 möglichen Herzen! 

  

Lest fleißig,
eure Sabrina




30. April 2018

Rezension zu „Mein Date mit den Sternen – Blaues Funkeln“ von Bettina Belitz


Eine galaktische Mission wartet…


© Random House - cbj Verlag
Titel: Mein Date mit den Sternen – Blaues Funkeln 
Autor:  Bettina Belitz
Seiten: 288
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Ja Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Die beiden Außenseiter Joss und Maks haben einen Pakt geschlossen: Sie verbringen jede Mittagspause miteinander und halten sich gegenseitig die fiesen Jungs vom Leib. Bisher hat das auch wunderbar funktioniert. Doch eines Tages gehen plötzlich merkwürdige Veränderungen mit Maks vor sich und Joss sieht ihn mit ganz neuen Augen. Als sie auf einer Schulfahrt nach London mitten in der Nacht auf ein mysteriöses Mädchen treffen, werden zwei Dinge sternenklar: Joss wird um ihre Freundschaft mit Maks kämpfen müssen. Und nicht zuletzt haben die Drei einen wichtigen kosmischen Auftrag, der mächtige Gegner auf ihre Spur lockt …“ (Quellen: https://www.randomhouse.de/Paperback/Mein-Date-mit-den-Sternen-Blaues-Funkeln/Bettina-Belitz/cbj-Jugendbuecher/e537414.rhd)


*Eine Botschaft aus dem All*

Auf dieses Buch bin ich mal wieder eher zufällig gestoßen, weil ich das Cover einfach so unglaublich cool fand. Es passt mit den ganzen vielen kleinen Details in Form von Planeten und Sternen wunderbar zum Titel und macht echt neugierig auf die Geschichte. Denn die Grundidee, dass zwei Jugendliche einen Auftrag aus dem Weltall bekommen und es mit mächtigen Gegnern aufnehmen müssen klingt für mich nach einer Menge Spannung, und das ist ja genau mein Fall. 
Die Bücher von der Autorin Bettina Belitz kenne ich bisher noch nicht, auch wenn ich sie bei mir im Schrank stehen, aber mich bisher wegen der Dicke der Bücher noch nicht so recht ran getraut habe. Da kam mir dieses Buch mit den doch vergleichsweise wenigen Seiten gerade recht.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen, da der Schreibstil wirklich sehr einfach und flüssig, und dadurch sehr angenehm ist und man keinerlei Vorwissen über die Protagonisten benötigt. Man startet direkt in der Handlung und lernt die etwas nerdigen Freunde Joss und Maks kennen, die an ihrer Schule eine Außenseiterposition einnehmen.
Die beiden haben mir als jugendliche Protagonisten wirklich gut gefallen, da sie für mich sehr authentisch rüber kamen. Sie haben die typischen Teenagerprobleme, wie Mobbing, familiäre Probleme und natürlich auch die Liebe, sodass sie gerade für die Zielgruppe der etwas jüngeren Leser sehr gute Identifikationsfiguren darstellen.
Besonders Joss hat mir gefallen, da ihr Hobby und ihre Liebe für den Sternenhimmel und die Beobachtung von Sternen ziemlich außergewöhnlich sind, und sie auch sonst einfach ein bisschen anders ist. Mir war sie dadurch direkt sympathisch, da ich nicht so auf diese 0-8-15 Protagonisten stehe.
Auch Maks mochte ich von seiner nerdigen Art her echt gerne, wenn ich auch bei ihm etwas länger gebraucht habe, um einen Zugang zu ihm zu finden.
Nachdem die Geschichte einen eher ruhigen Anfang hatte, wurde es dann aber auch schon bald stetig spannender, da Joss einen Auftrag aus dem Weltraum erhält, den sie zunächst für eine Einbildung ihrerseits hält. Doch als merkwürdige Dinge vor sich gehen merkt sie langsam, dass es an der Zeit ist herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Daraufhin begibt sich Joss gemeinsam mit Maks auf eine abenteuerliche und nicht ganz ungefährliche Reise, die sie unter anderem nach London verschlägt. Ab diesem Zeitpunkt der Geschichte wird es dann auch so richtig spannend, da die beiden Bekanntschaft mit den Männern in Schwarz machen, die es auf sie abgesehen haben. Gerade die zweite Hälfte des Buches gefiel mir deshalb richtig gut, weil ich mit Joss und Maks bis zur letzten Seite mitgefiebert habe.
Womit wir auch schon bei meinem Kritikpunkt an der Geschichte angekommen sind, und zwar dem Ende. Die Spannung, die sich im Laufe der Geschichte stetig aufgebaut hat, hat sich nämlich in den letzten Szenen wie ich fand, etwas unkontrolliert entladen. Es war für mich alles zu schnell und überhetzt, sodass ich den Schluss irgendwie nicht so ganz genießen konnte, auch wenn ich den gewählten Abschluss ziemlich passend für die Geschichte fand.
Da es sich bei diesem Buch um einen Reihenauftakt handelt, ist es nicht verwunderlich, dass am Ende natürlich noch so einige Fragen offen bleiben, die mich jetzt ziemlich neugierig auf den zweiten Teil machen.
Dieses Buch finde ich als Reihenauftakt wirklich gelungen, wobei sich das Buch nicht nur für die Zielgruppe der Kinder ab 10 Jahren sondern auch sehr gut für die älteren Leser geeigent ist. Die Protagonisten sind beide sehr authentisch und auf ihre ganz eigene Art und Weise sehr liebenswert, sodass ich großen Spaß hatte, mich mit ihnen in ein Abenteuer zu stürzen. Ich bin jetzt gespannt auf die Fortsetzung dieser galaktischen Geschichte! 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

   


Lest fleißig,

eure Sabrina







27. April 2018

Rezension zu „Blue – Verschollen in der Lagune“ von Dirk Ahner


Ein tolles Abenteuer für Klein und Groß

© Random House - cbj Verlag

Titel: Blue – Verschollen in der Lagune
Autor: Dirk Ahner
Seiten: 206
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: HC
Band einer Reihe: Nein

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Als Juna wach wird, traut sie ihren Augen nicht: Sie ist auf einer Insel mitten im Nirgendwo. Um sie herum nur tiefblaues Meer und keine Spur von dem kleinen Flugzeug, mit dem sie unterwegs waren. Außer ihr ist nur Finn hier gestrandet, das Großmaul, ohne den das Ganze gar nicht erst passiert wäre. Als die Vorräte ausgehen und Juna schon fast aufgeben will, trifft sie auf Blue, einen kleinen Delfin. Blue gibt Juna die Kraft, die sie braucht, um über sich selbst hinauszuwachsen. Gemeinsam mit Finn baut sie ein Floß, doch ein gewaltiger Sturm nähert sich der Insel ...“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Blue-Verschollen-in-der-Lagune/Dirk-Ahner/cbj-Kinderbuecher/e467869.rhd )


*Zum Überleben muss man zusammenhalten*

Als ich noch ein Kind war, habe ich Delfine und alles was damit zusammenhängt geliebt. Mich hat das Cover auch sofort wieder in meine Kindheit zurückversetzt und die Nostalgie in mir geweckt.
In dieser Geschichte begleiten wir die beiden jungen Teenies Juna und Finn, die auf einer Insel mitten im Meer stranden und ums Überleben kämpfen müssen. Die beiden Teenager können sich dabei zu Anfang nicht wirklich leiden, doch das ändert sich bald, nachdem die beiden merken, dass sie manche Aufgaben nur als Team bewältigen können.
Mir haben die beiden von Anfang an richtig gut gefallen, denn man konnte im Laufe der Geschichte so richtig sehen, wie die beiden sich weiterentwickeln. Auch wenn ich es schon ein wenig unrealistisch fand, wie besonnen sie mit der ganzen Situation umgegangen sind. Ich denke, dass man als Jugendliche in dem Alter deutlich kopfloser auf so eine Situation reagiert. Außerdem weiß ich nicht, ob man bei den Pfadfindern wirklich dass alles lernt, um auf einer Insel zu überleben. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht, die beiden bei ihrem improvisierten Alltag auf der Insel zu begleiten.
Besonders schön fand ich die Szenen mit dem Delfin Blue, den Juna zu Beginn des Buches trifft und gesund pflegt. Man sieht wie respektvoll Juna mit ihm umgeht und erlebt, wie sich gerade zwischen den beiden eine besondere Freundschaft entsteht. Gemeinsam erleben die Drei so manche Abenteuer und stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen, an denen sie wachsen müssen.
Der Schreibstil ist bei dieser Geschichte sehr locker und flüssig und dabei von der Wortwahl sehr einfach gehalten, sodass man die Geschichte gut nachvollziehen kann. Außerdem ist das Buch in viele kurze Kapitel eingeteilt, was sich besonders gut für die junge Zielgruppe eignet.

Alles in allem gefällt mir dieses Buch wirklich gut, weil es sich einfach super gut lesen ließ und mit einer schön Geschichte, die das Thema Freundschaft geschickt aufbereitet hat überzeugen konnte. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen!

    

Lest fleißig,
eure Sabrina




21. April 2018

Rezension zu „Magic Academy – Das erste Jahr“ von Rachel E. Carter


Leider nicht das, was ich erwartet habe


© Random House - cbt Verlag
Titel: Magic Academy – Das erste Jahr
Autor: Rachel E. Carter
Seiten: 412
Genre: Fantasy, Jugendbuch
gelesenes Format: Taschenbuch
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Die 15-jährige Ryiah kommt mit ihrem Zwillingsbruder an die Akademie. Die berüchtigtste Ausbildungsstätte ihres Reichs, an der nur die besten Schüler aufgenommen werden. Nur fünfzehn der Neuankömmlinge werden die Ausbildung antreten dürfen. Der Wettkampf um die begehrten Plätze ist hart und die Rivalität groß. Vor allem, als Ry Prinz Darren näher kommt, macht sie sich Feinde. Wird sie trotz aller Widerstände gut genug sein und ihren Platz an der Akademie behaupten?“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Magic-Academy-Das-erste-Jahr/Rachel-E.-Carter/cbj-Jugendbuecher/e510948.rhd)

*Wenn man etwas erreichen will muss man trainieren…sehr sehr viel trainieren*

Wenn ich schon Wörter wie Schule, Akademie und Internat in Kombination mit Magie und besonderen Fähigkeiten lese, bin ich immer sofort Feuer und Flamme. So war es auch hier. Der Titel hat dieses Mal völlig ausgereicht, um mich echt neugierig auf die Geschichte zu machen. Dabei ist das Cover natürlich auch nicht zu verachten. Es ist sehr schlicht gehalten und hilft dem Leser eine erste Vorstellung von der Protagonistin Ryiah zu entwickeln, da sie auf dem Cover abgebildet ist. Ich war also echt gespannt und habe gehofft, in eine magische Welt einzutauchen und mich mit Ryiah in ein Abenteuer zu stürzen. Leider kam es dann doch anders.
Vorab: Dies ist meine ganz eigene persönliche Meinung, und von Meinungen gibt es ja bekanntlich ziemlich viele verschiedene auf der Welt ;) Hier ist also eine davon zu diesem Buch, es gibt da aber definitiv auch noch andere Stimmen zu ;)
Für mich wurde diese Geschichte alles andere als ein Abenteuer. Dabei hat die Geschichte eigentlich sehr vielversprechend begonnen. Man macht sich gemeinsam mit Ryiah und ihrem Bruder Alex auf den Weg zur Akademie, wo sie erst nach einigen Zwischenfällen ankommen. Zu diesem Zeitpunkt fand ich die beiden auch recht sympathisch und habe mich drauf gefreut sie näher kennenzulernen. Leider habe ich während der ganzen Geschichte keine tiefere Bindung zu den beiden aufbauen können, da mir ihre Charaktere irgendwie zu aufgesetzt rüberkamen.
Auch mit den anderen Nebencharakteren, von denen man auf der Akademie dann später so einige kennenlernt, ist es genau dasselbe. Es gibt die nette beste Freundin, die Superzicke und Diva, den besten Freund und den coolen, unnahbaren und mysteriösen Typen. Da gab es für mich wenige Überraschungen, denn alle Figuren haben sich ganz nach ihrer Klischeerolle verhalten. Somit war die Story auch ziemlich vorhersehbar, und deshalb nicht wirklich spannend. Hinzu kam für mich dann noch der Eindruck, dass gefühlt auch einfach gar nichts passiert ist. Und wenn ich sage „gar nichts“ dann meine ich auch „gar nichts“! Denn hier ist der Buchtitel leider Programm. Es geht wirklich nur um Schulstunden und Training und das 400 Seiten lang. Mehr nicht. Und das hat mich wirklich sehr enttäuscht, da ich bereits so einige Bücher gelesen habe, die im Setting einer Akademie spielten und einfach so viel mehr zu bieten hatten. Hier wurde meiner Meinung nach so viel Potential verschenkt, denn so war die Handlung einfach flach und ohne jegliche Spannung. Selbst die Liebesgeschichte wirkte aufgesetzt und konstruiert, ohne dass wirklich echte Gefühle rüber kamen. Auch das Ende konnte keine Pluspunkte holen, da es für mich absolut vorhersehbar war.
Was mir außerdem nicht gefallen hat, war das fehlende Worldbuilding zur Geschichte. Man erfährt so gut wie gar nichts über die Welt in der Ryiah lebt, über den Krieg, für den die Magier ausgebildet werden und über die Settings, in denen Ryah sich bewegt. Mehr Beschreibungen und vor allem mehr Hintergründe wären hier schön gewesen. 

Denn an sich hat mir der Schreibstil der Autorin ziemlich gut gefallen. Die Kapitel ließen sich durch den angenehmen Schreibstil zügig lesen und man konnte der Geschichte gut folgen.

Von diesem Buch habe ich mir so viel erhofft und wurde dann leider ziemlich enttäuscht. Bis auf die an sich gute Grundidee und den Schreibstil konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen. Dazu gab es für meinen Geschmack einfach viel zu wenig Handlung, ganz zu schweigen von der Spannung. Ich persönlich brauche das einfach, damit es für mich eine gute Fantasygeschichte ist. Deshalb werde ich diese Reihe auch leider nicht weiter verfolgen. 
Ich vergebe leider nur 2 von 5 möglichen Herzen!

 

Lest fleißig,
eure Sabrina





Rezension zu „Dumplin‘ – Go big or go home“ von Julie Murphy


Wahre Schönheit kommt von Innen

© FISCHER FJB Verlag
Titel: Dumplin‘ – Go big or go home
Autor: Julie Murphy
Übersetzer: Kattrin Stier
Seiten: 400
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: HC
Preis: 18,99 €


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Lovelybooks und dem FISCHER FJB Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal. Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein. Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst –beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.“ (Quelle: https://www.fischerverlage.de/buch/dumplin/9783841422422 )


*Du bist gut so wie du bist*

Bei so einem tollen Klappentext kann man ja nur neugierig auf das Buch werden. Also mich hat die Geschichte rund um die 16-jährige Will auf jeden Fall sofort angesprochen, da ich gerne die Art von Geschichten lese, in denen die Protagonisten nicht diesem Klischee entsprechen „schlank, bildhübsch und ohne Fehler“. Und gerade in der heutigen Zeit, wo sich immer mehr, gerade auch junge Mädchen, verstärkt kritisch mit ihrem Äußeren auseinandersetzen, finde ich diese Thematik in einem Jugendbuch von der Grundidee wirklich super passend. Und auch die Umsetzung hat mir, trotz einiger kleiner Schwächen echt gut gefallen.
Der Einstieg in die Geschichte gelang mir recht schnell, da der Schreibstil echt locker und flüssig war, und sich das Buch dadurch wirklich angenehm lesen ließ.  Ich bin gut vorangekommen und konnte mich direkt auf die Protagonistin und die Handlung einlassen. 
Bei der Geschichte geht es, wie im Klappentext schon verraten wird, um die 16 jährige Willowdean, kurz Will genannt, die der Leser auf rund 400 Seiten ein bisschen durch ihr Leben begleitet. 
Ich mochte Will sehr gerne, da sie durch ihre außergewöhnliche Leidenschaft zu Dolly Parton und ihr Äußeres nicht diesem typischen Protagonistin-Klischee entspricht. Besonders was ihr Aussehen angeht, finde ich sie sehr authentisch dargestellt. Auf der einen Seite ist sie, was ihre eher dicke Körperfigur angeht ziemlich selbstbewusst, da sie offen damit umgeht und eigentlich auch zu ihrem Aussehen steht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer wieder Momente, in denen sie verunsichert ist und an sich und ihrem Aussehen zweifelt. Und diese Zweifel kennt glaube ich jeder von uns. Das macht Will als Charakter sehr menschlich und für mich auch sympathisch. Zwischendurch hatte sie aber auch so ihre Phasen, wo sie mich ein bisschen genervt hat, weil sie sich, zum Beispiel was die Beziehung zu ihrer besten Freundin Ellen angeht, dann doch manchmal sehr unreif verhalten hat. Trotzdem finde ich, dass Will eine tolle Persönlichkeit ist, mit der man sich gut identifizieren kann. 
Auch die Nebencharaktere wie Wills beste Freundin Ellen, Wills Mutter, und Bo, Wills Schwarm fand ich alle recht interessant, auch wenn sie mir stellenweise dann doch ein wenig zu blass geblieben sind. Jeder von ihnen hat zu den Themen Aussehen und Gewicht eine andere Meinung, die im Buch auch recht deutlich wird, und wie ich finde die heutige Gesellschaft sehr gut wiederspiegelt.

Was die Umsetzung der grundlegende Themen Dick-Sein und Schönheit angeht, habe ich von diesem Buch allerdings ein bisschen mehr erwartet. Ich hatte eine deutliche Botschaft erhofft, die, gerade jungen Leserinnen und Lesern klar macht, dass es auf den Charakter und nicht auf das Aussehen ankommt, und dass man liebenswert ist, egal welche Konfektionsgröße man trägt. Diese Botschaft wurde zwar immer mal wieder angedeutet, stand aber für mich aber leider nicht genug im Fokus. Da hätte ich mir noch stärkere, positive Botschaften gewünscht und mehr Tiefe. Denn so hatte ich beim Lesen den Eindruck, Will durch ihr Leben zu begleiten und dabei ein bisschen an ihren Gedanken, Wünschen und Zweifeln teilzuhaben, ohne so richtig in ihre Welt eintauchen zu können. Und das bei einer Thematik, die ja eigentlich sehr lebensnah ist.


Die Geschichte rund um Will und den Schönheitswettbewerb war zwar wirklich unterhaltsam und nett zu lesen, aber eine deutliche Botschaft konnte ich für mich persönlich nicht ausmachen.  Da hätte ich mir noch mehr lebensbejahrende und stärkende Botschaften für den Leser gewünscht. Ich vergebe trotzdem 4 von 5 möglichen Herzen, da mir die Geschichte an sich sehr gut gefallen hat!

   

 Lest fleißig,
eure Sabrina



15. April 2018

Rezension „One of us is lying“ von Karen McManos


Bring die Wahrheit ans Licht…


© Random House - cbj Verlag
Titel: One of us is lying 
Autor: Karen McManos
Seiten: 448
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: Taschenbuch

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige ...An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv...“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/One-of-us-is-lying/Karen-M.-McManus/cbj-Jugendbuecher/e537429.rhd )

*Ein echtes Highlight, bei dem für mich einfach alles gestimmt hat*

Ich habe schon seit längerer Zeit nichts mehr in die Krimi-/Thrillerrichtung gelesen und habe mich dementsprechend so richtig doll auf „One of us is lying“ gefreut. Der Klappentext klang einfach nach einer perfekten Geschichte für mich.
Als das Buch ankam habe ich mich erst einmal riesig gefreut und bin dann auch gleich in die Geschichte hinein gestürzt. Und erst nach der letzten Seite wieder daraus aufgetaucht. Denn es war echt richtig richtig richtig gut! <3

Der Schreibstil konnte mich direkt von der ersten Seite an überzeugen, da sich alles sehr flüssig und locker lesen ließ und ich mir sämtliche Situationen gut vorstellen konnte. Spannende und ruhigere Stellen haben sich abgewechselt, sodass man zwischendurch mal Luft holen konnte, bevor die nächste Überraschung aufgedeckt wurde. Ich kam zügig voran und konnte problemlos in die Story eintauchen und mich durch die Geheimnisse der einzelnen Figuren wühlen. Dabei fand ich die Perspektivwechsel zwischen den vier Verdächtigen irre spannend. Es gab nämlich immer wieder so andeutende Sätze, die den Leser dazu angeregt haben, eigene Vermutungen über die Geheimnisse und über den Tathergang anzustellen. Das hat mir als selbsternannte Hobbydetektivin wirklich Spaß gemacht. Außerdem fand ich den Wechsel an Perspektiven sehr hilfreich, um die einzelnen Charaktere näher kennenzulernen und um sie besser einschätzen zu können. Wobei sich hier die Krux beim Lesen für mich verborgen hat, da es tatsächlich passiert ist, dass mir alle Charaktere sehr sympathisch wurden, und ich nicht wollte, dass jemand von den vier der Mörder ist. Was für ein schönes Dilemma :D

Bei der Gruppe der Verdächtigen handelt es in dieser Geschichte um eine Gruppe von nachsitzenden Highschool-Schülern, die von ihren Charakteren nicht unterschiedlicher sein könnten. Da haben wir die schöne Addy, den ehemaligen Drogendealer Nate, den coolen und beliebten Baseball-Spieler Cooper und die intelligente Yale-Anwärterin Bronwyn. An dieser Stelle wurde natürlich mit den üblichen Highschool Klischees gespielt, aber gerade das machte diese Geschichte wie ich finde interessant. Denn  man lernt die Figuren durch die Perspektivwechsel einfach gut kennen und kann so hinter die Fassade der Klischees schauen. Und man stellt schnell fest, dass jeder Dinge hat, die man gerne vor allen verbergen würde.
Ich fand die Gruppenkonstellation wirklich super, da alle vier Jugendlichen auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun hatten und grundlegend verschieden waren. So nach und nach fanden sie dann immer mehr zusammen und versuchten gemeinsam nach einer Erklärung für Simons Tod und den möglichen Tathergang zu suchen. Dabei haben sich alle Charaktere im Laufe der Geschichte ein gutes Stück weiterentwickelt und sind viel erwachsener und durch die Geschehnisse vor allem auch stärker geworden. Denn jeder von ihnen stand im Storyverlauf unter dem Verdacht der Polizei, und es kamen Dinge ans Tageslicht, die ihr weiteres Leben ziemlich verändert haben.
Auch wenn Misstrauen immer irgendwie als Grundstimmung mitschwang, fand ich die Gruppe insgesamt aber sehr harmonisch. Und das machte die Charaktere auch alle so sympathisch für mich. Sie haben sich nicht alle direkt wüst beschuldigt sondern haben wirklich versucht herauszufinden, was an dem verhängnisvollen Tag des Nachsitzens passiert ist, und wer hinter der ganzen Sache steckt. 
Diese Tatsache wird am Ende übrigens sehr gut und verständlich aufgedeckt, sodass man als Leser das Motiv und die Hintergründe der Tat sehr gut nachvollziehen konnte.


Ich bin von diesem Buch echt begeistert, da das Konzept gestimmt hat und die Umsetzung der Geschichte einfach super gut gelungen ist. Die Charaktere sind mir alle richtig ans Herz gewachsen, sodass ich bis zum Ende hin richtig mitfiebern konnte. Es gibt so viele Geheimnisse zu entdecken und durchaus auch sehr unerwartete Wendungen, die das Buch für mich zu einem echten Highlight machen! 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen! 

    


Lest fleißig,
eure Sabrina