23. Januar 2019

Rezension zu „Das Labyrinth von London“ von Benedict Jacka



Kann man seinem Schicksal entgehen, wenn man die Zukunft kennt?


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Blenvalet Verlag
Titel: Das Labyrinth von London
Autorin: Benedict Jacka
Seiten: 448 Seiten
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Taschenbuch
Band einer Reihe:Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal der Randomhouse Gruppe, insbesondere vom Blanvalet Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Ein Magier mit dunkler Vergangenheit, der die Zukunft sehen kann.
Willkommen in London! Wenn Sie diese großartige Stadt bereisen, versäumen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Emporium Arcana. Hier verkauft der Besitzer Alex Verus keine raffinierten Zaubertricks, sondern echte Magie. Doch bleiben Sie wachsam. Diese Welt ist ebenso wunderbar wie gefährlich. Alex zum Beispiel ist kürzlich ins Visier mächtiger Magier geraten und muss sich alles abverlangen, um die Angelegenheit zu überleben. Also halten Sie sich bedeckt, sehen Sie für die nächsten Wochen von einem Besuch im Britischen Museum ab und vergessen Sie niemals: Einhörner sind nicht nett!“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Labyrinth-von-London/Benedict-Jacka/Blanvalet-Taschenbuch/e533953.rhd )

*Irgendwie ist der magische Funke bei mir nicht ganz angekommen*

Ein Klappentext, der sich wie ein Werbeflyer liest, wenn das nicht mal originell ist. Ich bin jedenfalls dann doch auf das Buch aufmerksam geworden, denn das Cover hätte mich wohl nicht ganz überzeugt. Dazu ist es für meinen Geschmack etwas zu schlicht, als dass es meine Neugier geweckt hätte.
Ich war auf jeden Fall gespannt auf eine neue Urbanfantasy Geschichte und hoffte auch sehr individuelle Charaktere und einen ebenso einzigartigen Handlungsverlauf sowie originelle, neue Fantasyelemente.
Als ich dann mit der Geschichte gestartet bin, war insbesondere mein Lesefluss zunächst ziemlich holperig. Da musste ich mich zunächst mal an den Schreibstil gewöhnen. Den Dreh raus hatte ich dann so circa nach einem Drittel der Geschichte, dass ich mich voll auf die Geschichte konzentrieren konnte.

Um die Geschichte zu beschreiben, kommen mir spontan die Worte leicht, lustig und wirr in den Kopf. Insbesondere die magische Welt, in der sich der Lesende bewegt, war für mich zunächst nicht wirklich durchschaubar. Nur langsam bekam man die Informationen um sich nach und nach ein Bild vom Magiekonstrukt in der Welt zu machen. Das hätte für mich einfacher gestaltet werden können, denn dann hätte ich mich noch besser in die Geschichte fallen lassen können. Zudem habe ich ein bisschen den Tiefgang in allem vermisst. So war es für mich eher ein nettes Buch für zwischendurch mit durchaus auch originellen Elementen, das mich aber einfach nicht ganz abholen und packen konnte. Dazu gab es dann wiederum zu viele Details gerade aus dem magischen Segment, die man bereits aus anderen Fantasygeschichten kennt.
Was mir aber super gut gefallen hat, waren die wirklich originellen Charaktere, denen man im Laufe der Geschichte begegnet ist. Ich bin direkt ein großer Fan von Luna und Arachne geworden. Beide waren mir von Anfang an sympathisch. Da fand ich es schade, dass sie nur Nebenfiguren waren. Der Protagonist Alex Verus war dagegen für mich nicht ganz so spannend. Gerade seine eigentliche besondere Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen nahm für meinen Geschmack einfach zu viel Spannung raus. Hier hatte er als Charakter einfach zu viele Möglichkeiten sich aus der Affäre zu ziehen, weil er eben wusste was passiert. Da sind mir Helden lieber, die ungeahnt vor Herausforderungen stehen und sich dann aus den Schlamasseln irgendwie befreien müssen.

Eine solide Fantasygeschichte, bei er mir aber insgesamt leider die innovativen Ideen fehlen. Ich fand die Nebencharaktere interessanter als den Protagonisten, und hätte mir mehr Schwierigkeiten für ihn gewünscht. So plätscherte die Geschichte eher so mit einigen lustigen Stellen dahin, ohne dass ich irgendwo richtig vom Hocker gehauen wurde. Da habe ich mir leider etwas mehr erhofft.

Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen!

  

Lest fleißig,
eure Sabrina



7. Januar 2019

Rezension zu „Eine Krone aus Feuer und Sternen“ von Audrey Coulthurst

Brichst du das Protokoll und folgst deinem Herzen? 




© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
cbt Verlag
Titel: Eine Krone aus Feuer und Sternen
Autorin: Audrey Coulthurst
Seiten:  448 Seiten
Genre: Jugendbuch, Fantasy
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: Nein


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Randomhouse Gruppe und insbesondere dem cbt Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!


Klappentext:
„Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle …“ (Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Eine-Krone-aus-Feuer-und-Sternen/Audrey-Coulthurst/cbj-Jugendbuecher/e521974.rhd)

*Eine schöne Liebesgeschichte mit einem Funken Magie* 

Bei diesem Buch war es, mal wieder, zu allererst das wunderschöne Cover, was mir direkt ins Auge gestochen ist. Das Feuer und die Krone auf grauem Hintergrund passen einfach perfekt zur Geschichte, die nämlich in einem Schloss spielt und von Feuermagie und zwei recht gegensätzlichen Prinzessinnen handelt. Mich hat dieses Buch besonders interessiert, weil im Klappentext mal zwei Mädchen im Vordergrund stehen und nicht wie bei vielen anderen Geschichten ein schöner leicht eingebildeter Prinz. Ich mag da einfach Geschichten mit anderen Ansätzen die nicht so 0815 und damit sehr vorhersehbar sind.

Noch bevor man in die Geschichte rund um die beiden Protagonistinnen Amaranthine und Dennaleia eintaucht, bekommt man als Lesender auf der ersten Seite eine Karte zur Übersicht der Welt. So etwas finde ich immer, gerade in Fantasysettings, äußerst praktisch, um sich einen guten Überblick über die Welt zu verschaffen, in der man in den nächsten Stunden gedanklich unterwegs sein wird. 


Nun aber zur Geschichte. Die Kapitel in diesem Buch sind abwechselnd aus den Sichtweisen der beiden Protagonistinnen geschrieben, sodass man von den beiden einen sehr guten Eindruck bekommen kann, ohne das eine zu kurz kommt. Amaranthine und Dennaleia sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die sich aber wiederum in den Dialogen und Handlungen irgendwie doch wunderbar ergänzen. Denna ist zunächst wie eine man sich eine typische Prinzessin so vorstellt. Und, was hier einmal hervorzuheben ist, sie spricht auch so. Das war beim Lesen für mich zunächst sehr ungewohnt und führte bei mir zu einem etwas angestrengten Lesen, da ich diese förmliche und getragene Sprache schlichtweg nicht gewohnt bin.

Auch wenn ich Denna nicht unsympathisch fand, hat mir Mara da von Anfang an, sowohl von ihrer Art als auch von ihrem Auftreten besser gefallen. Sie ist rebellischer, tut auch mal verbotene Dinge, wie sich beispielsweise heimlich fortschleichen und hält sich insgesamt nicht so wie sie es sollte ans königliche Protokoll. Gerade im Kontakt mit Amaranthine, war es an dieser Stelle besonders spannend, da beide doch sehr unterschiedliche Grundansichten vertreten. Man merkt hier bei Amaranthine stets sehr stark, dass sie einen eigenen Kopf hat und sich nicht vorschreiben lassen möchte was sie tut, und vor allem auch wen sie lieben soll. Das versucht sie auch Dennaleia ein ums andere mal deutlich zu machen. 
Die Liebesgeschichte ist in diesem Buch auch etwas ganz besonderes. Sie wirkt natürlich und ehrlich und ist wie ich finde einfach schön. Ich finde hier wird sehr gut gezeigt, wie selbstverständlich Beziehungen aller Art sein können, ohne dass es großartig als Thema in den Mittelpunkt gerückt werden muss. Das ist ein riesiger Pluspunkt für diese Geschichte. 
Ebenso wieder der lockere und dadurch sehr entspannt zu lesende Schreibstil der Autorin. Die Beschreibungen waren nicht zu ausladend, aber dennoch genug, um sich alles sehr gut vorstellen zu können.

Was mir an diesem Buch nicht so gut gefallen hat, war die Handlung an sich. Denn sie hatte für mich insgesamt einfach nicht genug Tempo. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass die Story so dahingeplätschert ist, aber keine Stromschnellen oder Wasserfälle in Form von unerwarteten Wendungen aufgetaucht sind. Lediglich am Ende kam deutlich mehr Fahrt in die Geschichte, was mir dann auch richtig gut gefallen hat, aber eher schon hätte passieren müssen. Für mich war alles etwas zu ruhig, zu vorhersehbar und insgesamt nicht spannend genug. Auch die Magie war für mich in dieser Welt nicht präsent genug, was ich sehr schade fand. Hier wäre an vielen Stellen in der Geschichte noch mehr Potential gewesen um Spannung und Action zu erzeugen und den Lesenden so richtig zu packen.
Eine Fantasygeschichte, in der vor allem eine sehr schöne Liebesbeziehung im Vordergrund steht, die Magie aber auch ihre Rolle im Geschehen hat. Insgesamt hätte die Geschichte für meinen Geschmack noch etwas rasanter sein können, aber damit konnte ich beim Lesen gut leben. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die Charakterzüge der beiden Prinzessinnen und ihre Interaktionen miteinander. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen! 

   

Lest fleißig, 
eure Sabrina


6. Januar 2019

Rezensionen aus 2018

Das neue Jahr hat mit einem großen Feuerwerk begonnen!
Ich habe das mal zum Anlass genommen und  direkt mal ein bisschen hier aufgeräumt und sortiert, damit meine Rezensionsseite wieder frisch und bereit für viele neue Rezensionen ist. 
Hier findet ihr jetzt alle Links zu meinen Rezensionen, die ich 2018 verfasst habe.



A:
Abbott, J.: Höllenkönig
Ahner, D.: Blue - Verschollen in der Lagune

B:
Bangart, T.: Iron Flowers - Die Rebellinnen 
Barker, J.R.: Die Stunde des Assassinen
Barr, E.: Jeder Tag kann der Schönste in deinem Leben werden
Belitz, B.: Mein Date mit den Sternen - Blaues Funkeln (Bd. 1)
Belleza, R.: Herrscherin der tausend Sonnen
Benedict, C.: Aura- Die Gabe
Bernhard, C. E.: Palace of Glass - Die Wächterin
Buckley, M.: Die Grimmakten - Reihenrezension

C:

Carter, R.E.: Magic Academy - das erste Jahr
Combs, S.: Schmetterlingswochen

D:
Danninger, J.: Secret Elements - Im Dunkel der See
Dippel, J.: Izara- Ewiges Feuer

F:

Fink, T.: Die Tochter des Magiers - Die komplette Trilogie
Forest, L.: Die schwarzen Zauberin
Freytag, A.: Den Mund voll ungesagter Dinge

G:
Grant, V.: 36 Fragen an dich

H:

Hanley, V.: Der magische Elfenbund - Zarias Geheimnis
Heatherington, E.: Zehn Wünsche bis zum Horizont
Heiland, J.: Pearl - Liebe macht sterblich

J:

Jager, J.A: Being Beastly- Der Fluch der Schönheit
Jager, J.A.: Schneeweiße Rose - Der verwunschene Prinz
James, V.: Dark Palace - Zehn Jahre musst du opfern

K:
Kneidl, L.: Verliere mich. Nicht.
Köpke, T.: League of Fairy Tales. Die letzte Erzählerin

L:

Labas, L.: Käfig aus Rache und Blut
Ling, K.: Wir zwei in neuen Welten
Loewe, H.:Dignity Rising – gefesselte Seelen
Loewe, H.: Dignity Rising – Schwarze Prophezeiung

M:

MacKay, N.: Dämonentage
McManos, K.: One of us is lying
Matharu, T.: Die Dämonenakademie - Die Prophezeiung
Moers, W.: Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic) – Band 1: Buchhaim
Mous, M.: Crazy Games – der perfekte Tag, der in der Hölle endet
Murphy, J.: Dumplin' - Go big or go home

P:

Perry, J.: White Maze – Du bist längst mittendrin
Popescu, A.: Mein Sommer auf dem Mond  

R:
Romes, C.: Unicorn Rise - Kristalflamme
Rutkoski, M.: Spiel der Macht - Die Schatten von Valoria 1


S:
Sceatcher, N.: Das dunkle Spiel des Prinzen
Scheler, U.: Und wenn die Welt verbrennt
Schneider, J.: Blue Fall
Schwartz, G.: Herz aus Nacht und Scherben
Schwartz, G.: Scherben der Dunkelheit
Siegmund, E.: Pandora - Wovon träumst du
Siegmund, E.: Cassandra - Niemand wird dir glauben
Sky, R: Love Curse - Lieben verboten
Spielman, L. N.: Heute schon für morgen träumen
Stevens, N.: Hüter der fünf Leben
Stewner, T.: Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb
Stroud, J.: Lockwood & Co - die seufzende Wendeltreppe (Bd.1)
Summer, H.: Aschenkindel - Das wahre Märchen

T:
Tintera, A.: Die Legende der vier Königreiche – Ungekrönt
Travers, P. L.: Mary Poppins

W:
Wandres, K.: In Between - Das Geheimnis der Königreiche
Wanner, H.: Du+Ich=Liebe
Wood, L.C.: Die Nacht gehört mirWinter, N.: Fluch der schwarzen Dahlie


Malbücher:



Hobbybücher:
Arensmeier, J.: Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode 
Goethe, J.: Hören & Gestalten: Handlettering - Schöne Briefe zum Zuhören und Kreativ-Sein
Pautner, N.: Handlettering. Die 33 schönsten Alphabete mit Rahmen, Ornamenten und Bordüren
Sinden, D.: Mein Bullet-Buch

Autorenteams:



Hörbücher:

Ahdieh, R.: Zorn und Morgenröte
Meyer, D.: Dieses bescheuerte Herz





17. Dezember 2018

Rezension zu „Spiel der Macht- Die Schatten von Valoria 1“ von Marie Rutkoski


Was tust du, wenn sich deine Welt ganz plötzlich völlig auf den Kopf stellt? 


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
Carlsen Verlag
Titel: Spiel der Macht- Die Schatten von Valoria 1
Autor: Marie Rutkoski
Seiten: 368
Genre: Fantasy
gelesenes Format: Hardcover
Band einer Reihe: Ja, Band 1

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Carlsen Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein…“
(Quelle: https://www.carlsen.de/hardcover/spiel-der-macht-die-schatten-von-valoria-1/96036 )

*Eine geniale 180-Grad Wendung* 

Als ich das Buch das allererste Mal in den Händen gehalten habe, habe ich meinen Mund vor Stauen erstmal eine ganze Weile nicht wieder zu bekommen. Das Cover Denn der Schutzumschlag ist einfach sowas von schön, und wenn man dann erst einmal sieht was darunter ist, kippt man völlig aus den Socken. Das Buch sieht aus als wäre es rundum von roten Rosenblütenblättern bedeckt! Ich war echt sowas von schockverliebt und dieses Gefühl hielt weiter an. Bevor die Geschichte beginnt, bekommt man auf der ersten Seite eine wunderschöne und sehr detaillierte Karte von Valoria und den umliegenden Gebieten präsentiert. Auf dieser Karte verstecken sich auch beim zweiten Hinsehen viele kleine Anspielungen auf Elemente aus der Handlung, die aber erst beim Lesen offensichtlich werden. Das fand ich richtig cool.

Und auch die Geschichte an sich konnte mich absolut von sich überzeugen. Der Klappentext verrät an dieser Stelle nahezu nichts über die eigentliche Handlung, weshalb ich nun auch nicht näher drauf eingehen möchte um nicht zu spoilern.

Ich kann aber so viel verraten. Im Laufe der Geschichte gibt es eine ziemlich große Wendung, die die ganze Welt von Kestrel einmal komplett um 180 Grad dreht und auf den Kopf stellt. Dieser Plottwist hat mir echt gut gefallen, weil es für mich einfach mal was Neues war, und ich liebe ja innovative Storyideen.

Kestrel hat mir während der Geschichte als Protagonistin ausgesprochen gut gefallen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die rundum authentisch rüberkommt. Sie hat als Tochter des Generals so ihre Lasten zu tragen, besitzt aber trotzdem einen eignen starken Willen und ist ausgesprochen klug. Im Laufe der Geschichte lernt man sie aber auch als sehr zurückgezogene Person kennen, die über viele Dinge nachdenkt und nichts an sich heranlässt. Gerade das machte sie für mich zu einem spanenden Charakter.

Arin, der Sklave, den Kestrel auf dem Markt ersteigert, ähnelt Kestrel in der Hinsicht ebenfalls. Er ist sehr verschlossen und hat eine sehr frustrierte Grundhaltung, die ihn zu einer ebenso spannenden Figur werden lässt. Man merkt ihm richtig an, wie sehr ihn Wut, Enttäuschung und seine Vergangenheit prägen und wie sehr er versucht, sich angesichts seiner Sklavenposition zu beherrschen. Auch hier lernt man im Laufe der Geschichten noch viele weitere Seiten von ihm kennen, die das Bild, was er Leser von ihm bekommt zum Ende hin noch einmal verändert.

Insgesamt hat mir hier die Chemie zwischen den beiden sehr gut gefallen, weil es zunächst alles sehr sehr distanziert und förmlich zwischen den beiden war und es seine Zeit brauchte, bis sich ihr Verhältnis zueinander nach und nach langsam verbessert. Ich hatte auf jeden Fall großen Spaß die Geschichte der beiden zu verfolgen. Dies wurde unter anderem auch durch den tollen und flüssigen Schreibstil der Autorin begünstigt. Man tauschte beim Lesen in eine neue, und wirklich äußerst gut durchdachte Welt ein, in der sowohl die gesellschaftlichen als auch die vorherrschenden politischen Strukturen sehr gut verständlich dargestellt wurden, ohne dass es langweilig zu lesen war. Das machte die ganze Geschichte für mich stimmig. 


Nach langer Zeit mal wieder ein Buch, dass mir richtig gut gefallen hat. Ich mochte Arin und Kestrel richtig gerne und hatte großen Spaß die Geschichte der beiden zu verfolgen. Ich freue mich jetzt sehr auf den 2. Band und hoffe dass dieser nochmal eine Schippe drauflegen kann. 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen! 

   


Lest fleißig, 
eure Sabrina 



13. Dezember 2018

Rezension zu „Dämonentage“ von Nina MacKay


Bis die Sonne aufgeht vergeht eine Menge Zeit… 


© Piper Verlag

Titel: Dämonentage
Autor: Nina MacKay
Seiten: 400
Genre: Jugendbuch
gelesenes Format: E-Book
Band einer Reihe: Ja, Band 1


Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Netgallery und dem Piper Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„An den letzten fünf Tagen des Jahres, den Dämonentagen, leben die Menschen in Furcht und Angst. Sobald das letzte Tageslicht versiegt, fallen Dämonen über die Erde her. Wer überleben will, muss sich verstecken. Die 17-jährige Adriana wird in eine ominöse, jedoch offenbar sichere Villa eingeladen. Mit Freunden, unter denen auch ihr heimlicher Schwarm Eloy ist, will Adriana die Dämonentage dort verbringen. Doch etwas scheint anders als sonst. Mehrere Alpha-Dämonen schließen sich zusammen und gehen erstmals organisiert gegen Menschen vor. Was wollen sie von Adriana? Und warum ist der Halbdämon Cruz auf sie angewiesen? Am Ende der ersten Dämonennacht muss Adriana eine Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Schicksal verändern wird.“
(Quelle: https://www.piper.de/buecher/daemonentage-isbn-978-3-492-28183-6 )




*Eine neue Idee, die toll umgesetzt wurde und Lust auf mehr macht* 


Auf dieses Buch bin ich zufällig durchs Stöbern aufmerksam geworden und wurde direkt vom Kappentext gefesselt. Mich hat die Grundidee der Geschichte ganz entfernt an die „The Purge“ Filme erinnert, auch wenn hier anstelle für einen Tag direkt für fünf Tage bzw. Nächte der Außnahmezustand herrscht und hier keine Menschen aufeinander losgehen, sondern Dämonen aus der Hölle emporsteigen um Menschen zu jagen und zu fressen. Ich fand diese Storyidee jedenfalls direkt sehr innovativ und war dementsprechend ziemlich neugierig.

Der Klappentext verrät ja bereits, dass es in der Geschichte vor allem um Adriana geht, deren Schicksal sich in der ersten Dämonennacht ziemlich stark verändert. Ich mochte Adriana als Protagonistin hier wirklich gerne, da sie einen starken Grundcharakter hat, was ich per se immer super finde. Für mich war sie von Anfang an ein wirklich spannender Charakter, da sie in ihren gedanklichen Monologen immer wieder kleine Anspielungen auf vergangene schicksalshafte Ereignisse in ihrem Leben macht, ohne jedoch konkret zu werden. Diese Wagheit schafft anfänglich eine gewisse Distanz, die aber so gut konstruiert ist, dass man als Leser nur noch neugieriger auf Adriana wird.

Ich mochte außerdem an ihr, dass sie stets sehr planvoll vorgeht und sich sehr reif und erwachsen benimmt. Sie ist sehr besorgt um ihre Freunde und ihre Mitmenschen, was zwar ihre Entscheidungen beeinflusst, sie aber auch zu einem absolut sympathischen Charakter macht. Auch in brenzligen Situationen bewahrt sie zudem trotz Panik immer irgendwie noch ein bisschen was von ihrem Verstand anstelle einfach panisch wie ein hysterisches Huhn im Kreis zu rennen, was ich sehr positiv finde, da sie keinen Prinzen braucht, der sie in jeder Situation rettet. Dabei hat sie es zwischenzeitlich durchaus mit dem einen oder anderen schaurigen Charakter zu tun. Und ja, natürlich steht sie den Dämonen nicht ganz alleine gegenüber und braucht auch ab und an mal die Hilfe von anderen. Aber dennoch gibt sie sich und ihre Fähigkeiten dabei nie selbst auf, und das finde ich gerade bei weiblichen Protagonistinnen eine sehr wichtige Eigenschaft.

Den Gegenpart zu Adriana bildet Cruz als männlicher Protagonist. Ein Halbdämon, der irgendwie anders ist als der Rest der Dämonen. Ich fand ihn als Figur klasse, weil er für einen Dämon einfach super sympathisch rüber kam und er nicht so der Machotyp war, sondern Adriana auf Augenhöhe begegnet ist. Hier hat die Chemie zwischen den beiden einfach von Anfang bis Ende gestimmt.

Ein weiterer positiver Punkt, bei dem auch von vorne bis hinten alles stimmig ist, ist das Worldbuilding. Denn diese Mischung zwischen der realen Welt und der Welt rund um Luzifer und die Hölle ist hier sehr gut durchdacht und auch sehr anschaulich beschrieben worden. Es gibt beispielsweise unterschiedliche Clans und verschiedene Dämonentypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Diese Details zeigen einfach so deutlich, wie viel Arbeit und Mühe in dieser tollen Geschichte steckt.

Mit dem Verlauf der Geschichte bin ich an sich zufrieden, auch wenn sich einige der Settings im Laufe der Geschichte wiederholen. Adriana versteckt sich irgendwo, ein Dämonenclan kommt, belagert sie und sie kommt irgendwie aus der Situation raus. Das passiert an verschiedenen Orten einige Male. Hier wäre ein bisschen mehr Abwechslung schön gewesen. Außerdem merkt man gerade zum Ende hin, dass es sich bei diesem Buch um einen Auftaktband einer Reihe handelt. Denn es endet quasi mitten in der Handlung, kurz vor einem entscheidenden Punkt in der Geschichte. Es ist zwar kein so krasser Cliffhanger, trotzdem möchte man gerne wissen, wie es weitergeht. 

Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, da ein toll ausgedachtes Ausgangsszenario wunderbar umgesetzt und in der Story sehr gut genutzt wird, dass der Leser immer wieder in spannende Situationen hineingezogen wird. Auch die Charaktere konnten mich überzeugen, und der Schreibstil sowieso. Ich empfehle das Buch allen, die gerne spannende Geschichten mit einer Mischung aus Fantasy und realer Welt lesen.    


Ich vergebe 4 von 5 möglichen Herzen! 


   



Lest fleißig, 
eure Sabrina 


8. Dezember 2018

Rezension zu „Und wenn es kein Morgen gibt“ von Jennifer L. Armentrout

Wenn sich plötzlich alles ändert...


© Sabrina Klaus;
abgebildetes Buchcover
cbj Verlag 
Titel: Und wenn es kein Morgen gibt
Autor: Jennifer L. Armentrout
Seiten: 416 Seiten
Genre: Roman
gelesenes Format: Paperback
Band einer Reihe: ?

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal und dem cbj Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext:
„Lena liebt Sebastian aus ganzem Herzen. Aber liebt Sebastian sie zurück? Die beiden sind zwar beste Freunde, doch mehr wird daraus nicht werden, glaubt Lena. Als sie Sebastian endlich die Wahrheit gesteht, schlägt das Schicksal zu: Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr, wie es war. Lena muss jetzt kämpfen – gegen die Schuld und für die Liebe mit Sebastian…“
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Paperback/Und-wenn-es-kein-Morgen-gibt/Jennifer-L-Armentrout/cbj-Jugendbuecher/e513273.rhd)


*Eine hoch emotionale Geschichte* 

Ich hatte von der Autorin bisher so viel Gutes gehört, aber noch nichts gelesen. Ich wollte mich also selbst von dem grandiosen emotionsweckenden Schreibstil der Autorin überzeugen und war sehr neugierig, was die Geschichte rund um die beiden Protagonisten Lena und Sebastian für mich zu bieten hatte.
Und was soll ich sagen? Es hat nur ein paar Seiten gebraucht, bis mich das Buch bereits tief in die Geschichte gesogen hat. Ich mochte Lena auf Anhieb sehr gerne und konnte mich durch ihre Liebe zu Büchern und den Hang alles zu zerdenken sofort mit ihr identifizieren. Sie wirkte als Figur super authentisch und war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch.

Ganz ähnlich erging es mir auch mit Sebastian. Ich fand seine Charakterzüge alle so dermaßen liebenswert, dass ich ihn direkt in mein Herz geschlossen habe. Er ist so ein freundlicher Charakter mit einer warmherzigen Art, den man einfach mögen muss.
Hier zeigte sich für mich, dass die Autorin wirklich ein Talent dafür zu haben scheint, sehr realistische Charaktere zu konstruieren, die sich zusammen gut ergänzen und der ganzen Handlung immer wieder neuen dynamischen Schwung verpassen. Auch die Nebencharaktere wurden hier wunderbar in die Dynamiken eingebunden und rundeten die Geschichte für mich ab.

Was für mich bei dieser Geschichte besonders ausschlaggebend war, dass die komplette Handlung und der Verlauf der Geschichte sehr realistisch dargestellt ist, und das Maß an überraschenden Wendungen, Drama und Emotionen von Situation zu Situation immer wieder perfekt dosiert ist. Man nimmt den Protagonisten jedes einzelne Gefühl ab und fiebert richtig mit beiden mit. Auf diese Weise ist die Geschichte sehr emotional und zugleich sehr spannend und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Eine sehr bewegende Geschichte mit realistischen Charakteren, die ich jedem empfehlen kann, der sich gerne von einer tiefgründigen und emotionalen Handlung berühren lassen möchte. 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Herzen!

    

Lest fleißig, 
eure Sabrina